Landtagswahl: Regierungsbildung in Thüringen extrem schwierig
Im neuen Thüringer Landtag werden die Linken von Ministerpräsident Bodo Ramelow sowie die AfD die stärksten Kräfte. Das dürfte eine Regierungsbildung extrem schwierig machen.
Ramelows bisherige Regierung mit der SPD und den Grünen hat ihre Mehrheit verloren. Die CDU hat als nunmehr drittstärkste Partei ebenso wie die Linken ein Bündnis mit den Linken und der AfD ausgeschlossen. Eine theoretische Mehrheit hätte daneben nur noch ein Vierer–Bündnis aus Linken, SPD, Grünen und FDP. Doch auch diese Konstellation gilt als äußerst unwahrscheinlich.
Die AfD konnte mit ihrem Spitzenkandidaten Björn Höcke das Ergebnis von 2014 mehr als verdoppeln. Höcke gilt als Anführer des rechtsnationalen „Flügel“. Nach dem Wahlerfolg wird nun spekuliert, ob er beim anstehenden Parteitag der AfD für einen der beiden Chefposten antreten wird.
CDU und SPD sind die großen Verlierer des Wahlabends. Sie erzielten das jeweils schlechteste Ergebnis, das sie jemals in Thüringen erreicht haben. Die CDU war seit 1990 stärkste Partei und liegt nun weit abgeschlagen hinter den Linken und knapp hinter der AfD. Die Thüringer Grünen konnten ihren bundespolitischen Schwung nicht nutzen, die FDP schaffte knapp den Wiedereinzug in den Landtag.


