Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern
: CDU-MV-Chef Peters tritt ab – Amthor soll vorerst übernehmen

Die CDU erreicht ein historisches Tief bei der Landtagswahl. Das hat auch personelle Konsequenzen. Was das für die Partei bedeutet.
Von
dpa
Schwerin
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Sitzung des CDU-Landesvorstands nach Landtagswahl: 21.09.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Philipp Amthor (l, CDU), Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Bundeskanzleramt und stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern, beantwortet neben Daniel Peters, dem bisherigen CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der CDU bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, nach einer Sitzung des CDU-Landesvorstands die Fragen von Medienvertretern. Nach dem Debakel bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist der CDU-Landesvorsitzende Peters zurückgetreten und Amthor, übernimmt das Amt kommissarisch. Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der CDU-Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern Daniel Peters (rechts) ist am Montagabend zurückgetreten. Philipp Amthor (links) soll das Amt kommissarisch übernehmen, wie Peters in Schwerin sagte.

Jens Büttner/dpa
  • CDU in Mecklenburg-Vorpommern: Daniel Peters trat am Montag vom Landesvorsitz zurück.
  • Nach der Landtagswahl sprach Peters in Schwerin über seinen Rücktritt.
  • Philipp Amthor soll das Amt kommissarisch übernehmen – Entscheidung vorerst.
  • Amthor ist Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt.
  • Weitere Informationen sollen folgen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem Ausscheiden der CDU aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern ist Spitzenkandidat Daniel Peters als Landesvorsitzender zurückgetreten. Das kündigte der 45-Jährige nach einem Treffen des Landesvorstands in Schwerin an. CDU-Generalsekretärin Katy Hoffmeister trat ebenfalls zurück. Der Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt, Philipp Amthor, soll das Amt kommissarisch übernehmen, wie Peters sagte.

Für ihn gehöre es zu einer verantwortungsvollen Politik, persönliche Konsequenzen zu ziehen, betonte Peters. „Ich bin mir sicher, dass die CDU Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft, auch wenn wir jetzt nicht dem Landtag angehören werden, eine tragende Rolle spielen wird“, sagte Peters.

Es war der erste öffentliche Auftritt von Peters nach der Auszählung der Stimmen, die für die CDU im Nordosten nur noch 4,9 Prozent eingebracht hatte. Die CDU verpasste damit erstmals den Einzug in ein Landesparlament in der Bundesrepublik.

Peters war „am Tag danach“ weder ins Konrad-Adenauer-Haus nach Berlin, noch stellte sich Generalsekretärin Hoffmeister der Landespressekonferenz im Schweriner Schloss.

Peters hatte Parteivorsitz 2024 übernommen

Peters hatte den Landes- und Fraktionsvorsitz erst 2024 übernommen. Er war Nachfolger des Landtagsabgeordneten Franz-Robert Liskow, der Anfang 2024 überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte.

Sitzung des CDU-Landesvorstands nach Landtagswahl: 21.09.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Daniel Peters, der CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der CDU bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, geht zur Sitzung des CDU-Landesvorstands. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die CDU die Fünf-Prozent-Hürde nicht erreicht. Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Daniel Peters hatte den CDU-Landesvorsitz erst 2024 übernommen.

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An der CDU-Spitze im Nordosten gab es in den vergangenen Jahren viel Bewegung: Anfang 2020 war der damalige CDU-Hoffnungsträger Vincent Kokert überraschend zurückgetreten. Ihm folgte Michael Sack, der nach der dramatischen Wahlniederlage 2021 vorzeitig das Handtuch warf. Im März 2022 wurde Liskow zum Parteichef gewählt. In den Zwischenzeiten hatte Eckhardt Rehberg jeweils kommissarisch die Leitung der Landespartei übernommen.

Peters hatte den Landes- und Fraktionsvorsitz der CDU erst 2024 von Liskow übernommen, zuvor war er deren Generalsekretär. Der Rostocker Politikwissenschaftler arbeitete einst für den langjährigen früheren CDU-Landtags-Fraktionsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Rehberg.

Von Allwörden tritt von allen politischen Ämtern zurück

Vor Peters hatte bereits die stellvertretende Landesvorsitzende Ann Christin von Allwörden ihren Rücktritt erklärt. Zwar lasse auch sie das Wahlergebnis sprachlos zurück, schrieb von Allwörden bei Instagram. Für sie gehöre es aber dazu, Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehöre auch „die Ehrlichkeit, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen“, so die 47-Jährige.

„Deshalb werde ich meine politischen Ämter als stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern sowie im Kreisvorstand der CDU Vorpommern-Rügen niederlegen“, schrieb die ehemalige Polizeibeamtin, die die Uniform nun wieder anziehen will.