Mazda2 Hybrid
: Frisch geliftet - Verbrenner plus E-Motor im Kleinwagenformat

Der Mazda2 Hybrid hat wenig mit dem eigentlichen Mazda2 zu tun, aber viel mit dem Toyota Yaris. Mit der jüngsten Überarbeitung sorgen der neue Kühlergrill, die veränderten Stoßfänger und das verschönerte Heck für mehr Mazda-Feeling.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Veränderte Front: Mazda2 Hybrid

MOZ/Hajo Zenker

Wohin die Reise mit der Elektromobilität nun wirklich geht, weiß keiner so genau. Da ist es gut, wenn man sich angesichts der Unwägbarkeiten einen starken Partner holt, auch wenn die Firma Mazda normalerweise gern eigene Weg geht, man denke nur an den immer wieder verwendeten Wankelmotor. Für den Mazda2 Hybrid jedenfalls hat man einen Deal mit dem Branchenriesen Toyota gemacht. Weshalb der Mazda2 Hybrid wenig mit dem eigentlichen Mazda2 zu tun hat - aber sehr viel mit dem Toyota Yaris. Mit der jüngsten Überarbeitung, die jetzt ausgeliefert wird, sorgen der neue Kühlergrill, die veränderten Stoßfänger und das aufgehübschte Heck jedenfalls für mehr Mazda-Feeling.

Im Gegensatz zum Toyota, den man nun auch mit einem 130-PS-Triebwerk bekommen kann, bleibt es nach dem Facelift bei Mazda bei der bekannten Kombination aus einem 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 92 PS und einem Elektromotor mit 80 PS. Woraus eine Systemleistung von 116 PS entsteht. Da es beim Anfahren zunächst rein elektrisch vorangeht, kommt man flott vom Fleck, schließlich liefert der E-Motor sofort volle Kraft ab. Danach wird es gemächlicher und der Verbrenner macht bei einem Zwischenspurt mit knurrigem Ton auf seine drei Zylinder aufmerksam. 120 Newtonmeter maximales Drehmoment sind nun einmal nicht viel. So dauert der Spurt von 0 auf Tempo 100 denn auch 9,7 Sekunden, bei 175 km/h ist Schluss. Dafür lässt sich der Wagen exakt lenken und liegt gut auf der Straße. Die offiziell 4,2 Liter Super auf 100 Kilometer sind keine Wunschvorstellung, sondern erreichbar. Und bei besonders defensiver Fahrwiese sogar zu unterbieten.

Mehr digital

Bei gerade 3,94 Metern Länge darf man von dem Fünftürer keine Raumwunder erwarten, die Platzverhältnisse in Reihe 2 und im Kofferraum (286 Liter) sind angesichts der Wagenklasse ok, mehr aber auch nicht. In der Bedienung wird es nun digitaler, in den besseren Ausstattungen sind jetzt digitale Instrumente und Head-up-Display verfügbar. Immer an Bord sind etwa Klimaautomatik, Audioanlage, adaptiver Tempomat, Rückfahrkamera, Spurhalteassistent, beheizbare Außenspiegel und kabellose Smartphone-Integration.

Als Mazda ist der Wagen etwas billiger als der Toyota (nämlich rund 500 Euro), ein Basispreis von 24.990 Euro für einen Kleinwagen ist trotzdem nicht gerade günstig. Das Paket aber stimmt, sechs Jahre Garantie von Mazda gibt es zudem.