Probefahrt
: Der Mitsubishi Grandis im Autotest

Die japanische Marke versucht, hierzulande wieder besser Tritt zu fassen. Hilfe dazu gibt es aus Frankreich. Und so basiert auch der Grandis auf der Kooperation mit Renault. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Mitsubishi Grandis

Kompakt-SUV: Mitsubishi Grandis

Hajo Zenker
  • Kompakt-SUV Mitsubishi Grandis basiert auf Renault-Kooperation und zielt auf Familien.
  • Zwei Antriebe stehen bereit: 140-PS-Mildhybrid und 158-PS-Vollhybrid mit 9,1 s auf 100.
  • Elektrische Unterstützung sorgt in der Stadt oft für E-Betrieb – 180 km/h sind möglich.
  • Innenraum: verschiebbare Rückbank, 492 bis 624 Liter Gepäck, vorn großzügig, hinten knapp.
  • Preise ab 26.390 Euro, Hybrid ab 31.290; 4,4 l offiziell, Garantie fünf bis acht Jahre.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Marke mit den drei Diamanten musste hierzulande in diesem Jahr bisher ein Minus von 45,2 Prozent (Gesamtmarkt: plus 5,8 Prozent) verbuchen, was vor allem auch auf den Modellwechsel beim Eclipse Cross zurückgeht. Der Grandis soll Mitsubishi helfen, wieder mehr Autos zu verkaufen.

Motor

Zwei Motorisierungen stehen beim Grandis zur Wahl: ein 140-PS-Mildhybrid und der von uns gefahrene Vollhybrid, der es auf 158 PS (davon gehen 109 PS auf das Konto des 1,8-Liter-Verbrenners) und 265 Newtonmeter maximales Drehmoment bringt. Das reicht, um den Wagen in 9,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100 zu bringen und auf der Autobahn 180 km/h zu erreichen. Dank der elektrischen Unterstützung kommt man dabei stets flott vom Fleck. Und in der Stadt ist man häufig rein elektrisch unterwegs. Die Automatik geht in Ordnung. Wer auf volle Pulle setzt, bekommt dann aber eine entsprechende Geräuschkulisse vom Ottomotor.

Karosserie/Ausstattung

Mitsubishi hat eine Weile überlegt, ob man überhaupt noch in Europa vertreten sein will. Schließlich holte man sich Hilfe aus Frankreich von Renault. Und so ist der Grandis, bis 2011 noch der Name für einen Mitsubishi-Van, technisch eigentlich ein Renault Symbioz, ein SUV also, wobei man die enge Verwandtschaft zum Franzosen im Front- und Heckdesign aber nicht sofort erkennt. Mit 4,41 Metern Länge passt der Grandis voll in das heutige Kompakt-SUV-Segment. Die Verarbeitung ist ordentlich, der Kunststoff aber zumeist von der harten Sorte. Ohne Touchscreen geht heutzutage nichts mehr, einige Knöpfe, etwa für das Klima, sind zum Glück geblieben. Schön ist die um 16 Zentimeter verschiebbare Rückbank, durch die sich auch das Kofferraumvolumen zwischen 492 und 624 Litern bewegt. Da lässt sich doch einiges transportieren, auch wenn die Ladekante recht hoch ist. Vorn geht es für die Passagiere großzügig zu, groß gewachsene Insassen können in der zweiten Reihe aber Probleme mit der Kopffreiheit bekommen. Ab Werk gibt es etwa Klimaautomatik, beheizbare Außenspiegel, Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung sowie Spurassistent.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist eher komfortabel abgestimmt, für ein Familienauto passt das. Die Lenkung könnte etwas direkter sein.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Grandis gibt es ab 26.390 Euro. Mit den von uns gefahrenen 158 PS werden daraus mindestens 31.290 Euro. Den offiziellen Verbrauch von 4,4 Liter Super kann man, eine hybridorientierte Fahrweise vorausgesetzt, auf jeden Fall erreichen, insbesondere im städtischen Bereich. Auf der Autobahn sieht die Sache dann natürlich anders aus. Mitsubishi gibt erfreuliche fünf Jahre Garantie, die sich, lässt man den Wagen immer bei einem Mitsubishi-Partner warten, auf acht Jahr verlängern lassen.

Fazit

Ein Kompakt-SUV, das für viele Familien passen dürfte.