Essen zu Weihnachten: Koch aus Briesen lüftet sein Geheimnis für perfekten Rotkohl

Adventskalender Tag 21: Ein Blick in den Topf der Gastro-Küche in Briesen. Dirk Palutz vom Gasthaus „Kaiser Stuben“ verrät sein Rotkohl-Geheimnis.
Bettina Winkler, Kindlena/adobe.stock.com, fromage/adobe.stock.com, Montage: Sebastian Lehmann- Dirk Palutz, Koch im Gasthaus „Kaiser Stuben“ in Briesen, verrät sein Rezept für perfekten Rotkohl.
- Rotkohl vom lokalen Bauern, geschnitten per Hand, mit Zwiebeln, Lorbeer, Piment, Nelken, Salz, Zimt und Wacholder.
- Sauerkirschsaft und dunkler Balsamico-Essig sorgen für kräftige rote Farbe.
- Gänseschmalz oder Butter für Glanz; süßen nach Geschmack.
- An Weihnachten isst Palutz lieber Kartoffelsalat mit Würstchen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Appetit auf knusprigen Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen? Das Gericht kommt bei vielen Familien zu Weihnachten auf den Tisch. Aber wie gelingt der perfekte Rotkohl wie zu Omas Zeiten? Koch Dirk Palutz hat MOZ.de in der Küche vom Gasthaus „Kaiser Stuben“ in Briesen bei Fürstenwalde in den Topf gucken lassen. Der Experte verrät sein Geheimnis für die klassische Festmahl-Beilage.
„Die Kombination aus saftigem Gänsebraten, schmackhaften Kartoffelklößen und süßsaurem Rotkohl schmeichelt dem Gaumen“, sagt der Kochprofi. Außerdem soll das herzhafte Wintergericht den Körper von innen heraus wärmen. Dirk Palutz muss es wissen, schließlich hat er das professionelle Kochen von der Pike auf gelernt und in den verschiedensten Gastro-Küchen deutschlandweit Erfahrungen gesammelt. Auch in der gehobenen Hotellerie. Jetzt ist der 40-jährige Fürstenwalder seit knapp einem Jahr als Küchendirektor für die „Neue Bühne“ in Bad Saarow, die Briesener „Kaiser Stuben“ und das „Strandidyll“ in Berkenbrück zuständig.
Perfekter Rotkohl: Zutaten sind entscheidend für den Geschmack
„Kochen ist für mich Kunst“, sagt Palutz. Natürlich braucht es für die Grundkenntnisse eine solide Ausbildung. Aber erst nach jahrelanger Erfahrung kann der ganz eigene Stil entwickelt werden. Dabei spielen bevorzugte Zutaten wie Gewürze und Aromen eine entscheidende Rolle. „Ich bin jedes Mal begeistert, wie man als Koch aus regionalen Produkten ein Geschmackserlebnis für den Gaumen zaubern kann. Auch beim Anrichten auf dem Teller ist Kreativität gefragt. Bekannterweise isst das Auge ja mit“, sagt Palutz.

Dirk Palutz ist Küchendirektor im Gasthaus „Kaiser Stuben“ in Briesen. In der Adventszeit kommt dort der Klassiker Gänsebraten mit Rot -und Grünkohl auf die Speisekarte.
Bettina WinklerAber nun zu seinem Geheimnis rund um den Rotkohl. Für den Profikoch ist es natürlich Ehrensache, dass Rotkohl vom regionalen Bauern stammt. Frisch vom Feld und am besten mit Strunk geerntet. „So ist der Kohl schön saftig“, sagt Palutz. Das Schneiden ist aufwendig und die rote Farbe äußerst hartnäckig – lohnt sich aber. Tipp: Am besten vor Beginn Handschuhe anziehen.

Rotkohl frisch vom Feld muss mit dem Messer per Hand geschnitten werden. Keine leichte Aufgabe. Vor allem sollte man sich dabei Handschuhe anziehen.
Bettina WinklerDer Rotkohl wird in einen Zentimeter kleine Würfel geschnitten. „Wenn man sich schon die Arbeit macht, soll das auch auf dem Teller zu sehen sein“, meint Palutz. Rotkohl aus dem Glas oder TK-Ware, sei leicht erkennbar, weil er zu fein geschnitten ist. Zu den Kohlstücken kommen gewürfelte Zwiebeln, Lorbeer, Piment, Nelken, Salz, Zimtstange und außergewöhnlich: Wacholder. Das ist eigentlich ein typisches Gewürz für Wildgerichte. Wacholder hat einen scharfen, harzigen Geschmack, der Süße imitieren kann. Passt also auch zu Rotkohl.
Gasthaus „Kaiser Stuben“
Die „Kaiser Stuben“ befinden sich in 15518 Briesen, Bahnhofsstraße 40.
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag von 12 bis 21 Uhr
Kontakt: 033607 599781
Geheimnis der roten Farbe vom Rotkohl
Dazu gesellen sich roter Weihnachtsapfel und Apfelmus. Das Geheimnis für eine kräftige rote Farbe und das besondere Aroma sind Sauerkirschsaft und dunkler Balsamico-Essig. „In Säuren dominieren die Rottöne im sonst eher lilafarbenen Kohl“, sagt der Profi. Das Ganze muss rund eine Stunde köcheln. Aber aufgepasst: Der Kohl darf nicht zu weich werden. Für einen brillanten Glanz wird nach dem Garen Gänseschmalz oder ein wenig Butter untergerührt. Wer es süßer mag, kann noch mit Honig oder Zucker nachwürzen. Zum Schluss kann der Rotkohl noch mit Speisestärke etwas angedickt. Bei Mehl würde laut Palutz der Rotkohl wieder an Farbe verlieren.
Das Geschäft mit Gänsebraten, Klößen und Rot- oder Grünkohl läuft in den „Kaiser-Stuben“ und im Bahnhofshotel „Neue Bühne“ überraschend gut. Für beide Restaurants hat Küchendirektor Dirk Palutz und Gastronom Reshad Hamid in der Adventszeit und zu den Weihnachtsfeiertagen 850 Kilogramm Gänsekeulen, 260 Kilogramm Grünkohl und 260 Kilogramm Rotkohl eingeplant. „Wir sind so gut wie ausgebucht“, freut sich der Chef.

Der Klassiker zu Weihnachten: So wird Gänsebraten mit Rot - und Grünkohl in den „Kaiser-Stuben“ in Briesen serviert. Guten Appetit.
Bettina WinklerBei so viel Braten, Klößen und Rotkohl stellt sich die Frage, was der Koch eigentlich zu Weihnachten isst. „Gewiss habe ich keinen Appetit auf Gänsebraten“, erzählt Dirk Palutz. Kartoffelsalat mit Würstchen ist sein Favorit. Oder es darf auch mal ein Döner oder nur Salat sein.
Adventskalender 2024
Zum Advent öffnen wir jeden Tag etwas Besonderes und erzählen die Geschichte dahinter. Hier geht es zum Adventskalender 2024:
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- Teil 7: Nico kann Karate – und er ist einer der besten in Brandenburg
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