Jahresrückblick
: Der April 2020 zwischen Lieberose, Friedland, Beeskow und Storkow

Traditionell blicken wir zwischen den Jahren zurück auf die Ereignisse der vergangenen zwölf Monate. Hier geht es um den April 2020.
Von
Olaf Gardt
Beeskow
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  • Sarah Michalke und Sina Kubelt (r.) zeigen trotz Mundschutz ein nettes Lächeln für die Patienten des Zahnarztteams von Dr. Christian Schubert in Beeskow.

    Sarah Michalke und Sina Kubelt (r.) zeigen trotz Mundschutz ein nettes Lächeln für die Patienten des Zahnarztteams von Dr. Christian Schubert in Beeskow.

    Jörn Tornow
  • In Glienicke baut die "Metallbau, Schmiede- & Blechmanufaktur" an einem Rennboot. Philip Lange befestigt einen Auspuffschlauch am Boot. Das ganze Boot ist mit 1,5mm bis 2mm starken Blechen versehen. Festgehalten werden die Stahlbleche von 3000 Nieten. Das Rennboot entstand Ende der 1920er-Jahre.

    In Glienicke baut die "Metallbau, Schmiede- & Blechmanufaktur" an einem Rennboot. Philip Lange befestigt einen Auspuffschlauch am Boot. Das ganze Boot ist mit 1,5mm bis 2mm starken Blechen versehen. Festgehalten werden die Stahlbleche von 3000 Nieten. Das Rennboot entstand Ende der 1920er-Jahre.

    Jörn Tornow
  • Der Interkulturelle Verein Mosaik hat sich 2019 in Beeskow gegründet. Die Mitglieder nähen fleißig Mundschutze und geben diese gegen eine Spende oder kostenlos ab. Die Nähmaschinen haben sie von Freunden geliehen bekommen und die Stoffe sind Spenden. Fadia Aldabbah, Razan Alshash und Mohammad Masrullah (v. l.) stellen Mundschutze in drei verschiedenen Schnitten her.

    Der Interkulturelle Verein Mosaik hat sich 2019 in Beeskow gegründet. Die Mitglieder nähen fleißig Mundschutze und geben diese gegen eine Spende oder kostenlos ab. Die Nähmaschinen haben sie von Freunden geliehen bekommen und die Stoffe sind Spenden. Fadia Aldabbah, Razan Alshash und Mohammad Masrullah (v. l.) stellen Mundschutze in drei verschiedenen Schnitten her.

    Jörn Tornow
  • Ben Ta vom Thai-Bistro in Beeskow verkauft Mundschutzmasken. Die Einwegmasken kosten 1,50 Euro und die in der Familie selbst genähten Masken kosten 5 Euro.

    Ben Ta vom Thai-Bistro in Beeskow verkauft Mundschutzmasken. Die Einwegmasken kosten 1,50 Euro und die in der Familie selbst genähten Masken kosten 5 Euro.

    Jörn Tornow
  • Ronni Romantig alias Mario Lehmann hat einen neuen Song aufgenommen. Er heisst "Nicht Kevin allein zu Haus, nein Ronni ist hier" und kann über „Lemmisart“ auf Youtube und Facebook angesehen und angehört werden.

    Ronni Romantig alias Mario Lehmann hat einen neuen Song aufgenommen. Er heisst "Nicht Kevin allein zu Haus, nein Ronni ist hier" und kann über „Lemmisart“ auf Youtube und Facebook angesehen und angehört werden.

    Jörn Tornow
  • Die erste Abi-Prüfung im Fach Kunst fand im Schützenhaus Beeskow statt. Die Schüler arbeiteten mit Abstand.

    Die erste Abi-Prüfung im Fach Kunst fand im Schützenhaus Beeskow statt. Die Schüler arbeiteten mit Abstand.

    Jörn Tornow
  • Bei Rieplos erfolgt die Kartoffelsaat vom Landwirtschaftsbetrieb Berghof. Alle 29 Zentimeter werden die Knollen in 20 Zentimeter Tiefe verlegt. Reinhard Fischer (Landwirt), Jeanette Gärtner (Geschäftsführerin) und Annika Gärtner (v. l., Leiter Pflanzenanbau) zeigen die Saatkartoffeln.

    Bei Rieplos erfolgt die Kartoffelsaat vom Landwirtschaftsbetrieb Berghof. Alle 29 Zentimeter werden die Knollen in 20 Zentimeter Tiefe verlegt. Reinhard Fischer (Landwirt), Jeanette Gärtner (Geschäftsführerin) und Annika Gärtner (v. l., Leiter Pflanzenanbau) zeigen die Saatkartoffeln.

    Jörn Tornow
  • Carmen Simroth vom Carmeleon Bistro hat das Fenster geöffnet und einen Spuckschutz befestigt. Ekkehard Mieth und Paul Mieth (r.) kaufen sich jeweils ein Schoki-Eis.

    Carmen Simroth vom Carmeleon Bistro hat das Fenster geöffnet und einen Spuckschutz befestigt. Ekkehard Mieth und Paul Mieth (r.) kaufen sich jeweils ein Schoki-Eis.

    Jörn Tornow
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Vieles hat sich zwischen Lieberose, Friedland, Beeskow und Storkow im Jahr 2020 ereignet, auch im April.

Onlineplattform für Beeskower Händler

Das Spree–Journal berichtet von zahlreichen Initiativen in Beeskow und anderen Orten, um Händlern und Dienstleistern zu helfen, die coronabedingt ihre Geschäfte schließen mussten. Die Stadt Beeskow beispielsweise hatte ein Serviceportal auf www.beeskow.de geschaltet, wo Betroffene Onlineangebote einstellen konnten.

Broschüre erzählt Lieberoser Stadtgeschichte

Mit einer neuen Broschüre hat der Förderverein Lieberose die Wahrzeichen der Stadt ins rechte Licht gerückt. Die frühere Bürgermeisterin Kerstin Michelchen erzählt darin beispielsweise, wie die Stadt zu ihrem Namen kam. Auch über den Fall des Schlossturms im Jahr 1975 gibt das Heft Auskunft. Eine weitere Geschichte widmet sich dem Verfall und der Wiederauferstehung der Darre.

Betonpoller stoppen Bootsausflüge

Es war einer der ersten Aufreger in der Corona–Pandemie: Der Kreis Oder–Spree ging mit einigen Regeln über die Bestimmungen der Eindämmungsverordnung des Landes hinaus und untersagte Anfang April Bootsausflüge und Schifffahrten mit touristischem Anlass. Selbst Kajakfahrer und Ruderer durften nur allein zu Trainingstouren ins Boot steigen. In Beeskow wurden die Slipanlagen mit dicken Betonklötzen versperrt, damit niemand sein Boot zu Wasser lassen konnte.

Bahnlinie wird verlängert

Für Bahnfreunde ist es zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer. In Bad Saarow wird ein alter Bahndamm freigeschnitten. Die Verbindung von Fürstenwalde soll zumindest bis nach Pieskow um gut einen Kilometer verlängerst werden. Ziel ist es, dass die Strecke ab Ende 2022 genutzt werden kann.

Stadtmauer wird zum Klassenzimmer

Das Spree–Journal berichtet über Sanierungsarbeiten an der Beeskower Stadtmauer. Die bekam in großen Teilen eine Abdeckung aus Bleiplatten, die vor Witterungsschäden schützen sollen. Da die E.dis zudem in der Weststraße eine neue Trafostation errichtet hat, wird auch für das Gebäude neben dem Storchenturm eine neue Nutzung gesucht. Dort wird nun die Grundschule an der Stadtmauer ein neues Klassenzimmer erhalten.

Blühstreifen für Insektenvielfalt

Mitte April beteiligen sich auch die Bauern aus Oder–Spree am Blühstreifenprogramm des Landes. Brandenburg zahlte 700 Euro Förderung pro Hektar auf dem nicht Mais oder Weizen angebaut wurde, sondern Klaschmohn, Kornlume, Spitzwegerich und andere Blühpflanzen, die den Bienen als Nahrung dienen. Finanziell lukrativ ist das für die Bauern kaum. Bis zu 300 Euro kostet allein das Saatgut für die Flächen, hinzu kam eine Menge Bürokratie.

Prüfungen mit Abstand

Am 20. April begannen für die Abiturienten die regulären Prüfungen. Dabei wurden die Abschlussarbeiten mit großem Abstand geschrieben. Im Beeskower Schützenhaus konnten nicht wie gewohnt 90 Schüler Platz nehmen, sondern nur 19. Deshalb brauchte auch das Rouanet–Gymnasium mehr Lehrer als Aufsichtspersonal.

Ein fester Zaun gegen die Schweinepest

Das Spree–Journal berichtet, dass der Landkreis nun auch Lebendfallen einsetzt, um den Wildschweinbestand zu dezimieren. Die ersten fünf entsprechenden Fallen waren bereits angeschafft und etliche Jäger in der Nutzung geschult. Genutzt werden sollten sie vor allem, um ansonsten schwer zugängliche Gebiete zu bejagen. Der Kreis gab außerdem bekannt, dass er Material für den Bau einen festen Zaunes an der Grenze zu Polen angeschafft hat. Aufgebaut werden durfte der aber noch nicht. Der Zaun sollte gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest Schutz bieten.

Friseure dürfen wieder öffnen

Ende April standen viele Dienstleister vor dem Neustart. Die Geschäfte waren schon wieder offen, unter Einhaltung sehr genauen Regeln, durften auch Friseure wieder öffnen. Die mussten die Abstände zwischen den Kunden erweitern, durften nur Schneiden, wenn vorher die Haare gewaschen wurden. Außerdem mussten Friseur und Kunde Maske tragen. Viele Salons erweiterten auch ihre Öffnungszeiten und arbeiteten in Schichten.