Hund in Eisenhüttenstadt: Nach Messifall suchen Tiere ein Zuhause

Suchen auf ihre alten Tage ein neues Zuhause: die 13-jährigen Yorkshire-Terrier-Mischlinge Susi (links) und Teddy.
Jana Feister- Tierheim am See in Eisenhüttenstadt nimmt Tiere aus einem Messiefall auf.
- Nach Tod des Halters fanden Helfer Spuren von Hunger und Vernachlässigung.
- Aufnahme: zwei Hunde, neun Katzen, drei Hühner, ein Hahn, 16 Kaninchen, sechs Tauben.
- Mehrere Papageien und Vögel verendeten, einige Kaninchen stark abgemagert im Garten.
- Susi und Teddy sind 13 und suchen gemeinsam ein Zuhause – Teddy ist kastriert.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Immer wieder wird Jana Feister mit erschütternden Fällen von Tiervernachlässigung konfrontiert. Wenn Tiere aus sogenannten Messie-Haushalten oder anderen Notlagen gerettet werden müssen, ist es meist das Veterinäramt, das sich an die Leiterin des Tierheims am See in Eisenhüttenstadt wendet.
Erst vor Kurzem musste ihr Team zahlreiche Tiere von einem Grundstück in der Oderregion aufnehmen. Der Halter war gestorben, seine Angehörigen konnten oder wollten sich nicht um die zurückgelassenen Tiere kümmern. Zurück blieben zwei Hunde, neun Katzen, drei Hühner, ein Hahn, 16 mittelgroße Hauskaninchen, sechs Tauben, zwei Sittiche und ein Papagei.
Während die beiden Yorkshire-Terrier-Mischlinge noch vergleichsweise gepflegt wirkten, bot sich bei vielen anderen Tieren ein trauriges Bild. Mehrere Papageien waren in ihren Käfigen offenbar verdurstet. Einige Kaninchen hatten sich aus Hunger aus ihren Boxen befreit und liefen völlig abgemagert im Garten umher.
Schockfund aus der Oderregion
Andere schafften es nicht mehr aus ihren Verschlägen – für sie kam jede Hilfe zu spät. Auch in mehreren Vogelkäfigen fanden die Helfer verendete Tiere. Nur sechs Tauben hatten in ihren Behausungen überlebt.
Nach Einschätzung von Jana Feister kann der schlechte Zustand der Tiere aber nicht allein auf den plötzlichen Tod des Halters zurückgeführt werden. Noch zwei Wochen vor seinem Ableben hatte sich der Mann auf einer Vogelbörse Hühner geholt – sie waren beim Eintreffen des Veterinäramtes im vergleichsweise gutem Zustand.

Sind aus einem Messihaushalt zu vermitteln: diese Kaninchen. Im Tierheim geht es ihnen wieder deutlich besser.
Jana FeisterAuch die beiden Hunde machten einen ordentlichen Eindruck. Nun suchen sie – ebenso wie die Tauben, Katzen, Kaninchen und Hühner – ein neues Zuhause. Besonders für die beiden älteren Hunde hofft Jana Feister auf tierliebe Menschen mit Herz. „Für ihr Alter sind sie noch fit. Sie brauchen keine Medikamente. Vielleicht steht noch eine Zahnsanierung an“, sagt sie.
Am schönsten wäre es, wenn die beiden zusammenbleiben dürften. Für Jana Feister wirken sie „wie ein altes Ehepaar“ – eng verbunden und vertraut miteinander. Das Männchen, also Teddy, ist kastriert.
Die beiden Sittiche und der Papagei sind bereits bei einem Vogelspezialisten in Berlin untergekommen.

