Hund in Eisenhüttenstadt: Rettung auf Oderbrücke – Welpen zu früh von Mutter getrennt

Fühlen sich bei den beiden ehrenamtlichen Tierheim-Mitarbeiterinnen Jeannette Ballnow (links) und Marie Ballnow pudelwohl: die neun Wochen alten Mischlings-Hunde Philipp (links) und Bettina.
Hagen Bernard- Zwei Hundewelpen wurden auf der Frankfurter Oderbrücke aus illegalem Handel gerettet.
- Die Verkäuferin floh, die Welpen kamen ins Tierheim am See in Eisenhüttenstadt.
- Tiere waren zu jung und ohne gültige Papiere – intensive Betreuung war nötig.
- Jetzt sind die Welpen gesund, geimpft und entwurmt, bereit für ein neues Zuhause.
- Tierheim sucht aktive Halter für die lebhaften Geschwister unterschiedlichen Rassen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für die beiden Hundewelpen Philipp und Bettina hat ein großer Schrecken doch noch ein gutes Ende genommen. Im Juni 2025 hatte eine Polin zwei erst fünf Wochen alte Welpen auf der Frankfurter Stadtbrücke zum Kauf angeboten. Über diese Oderbrücke verkehren Fußgänger und Autofahrer zwischen Deutschland und Polen.
Als Passanten diese Verkaufsversuche beobachteten, informierten sie die Ordnungshüter. Als die Uniformierten herannahen, warf die Frau die beiden Welpen hastig auf die Straße und flüchtete. Die Hunde kamen daraufhin ins von Jana Feister geleitete Tierheim am See ins 25 Kilometer davon entfernte Eisenhüttenstadt.
Tollwutimpfung muss 21 Tage alt sein
„Es ist durchaus erlaubt, Hunde von Polen nach Deutschland zu bringen. Doch die Tiere müssen gültige Papiere haben. Ansonsten drohen den Verkäufern hohe Strafen“, erklärt die Tierheimleiterin. So müssen die Hunde einen Chip tragen und einen EU-Pass haben. Dazu gehört auch eine Tollwutimpfung, die mindestens 21 Tage alt ist.
Laut Jana Feister hapert es oft an der Tollwutimpfung. Oft werde eine solche beim Verkauf mit einer eingetragenen Wurmkur vorgetäuscht. Diese Vorschriften gelten generell bei Grenzübergängen mit Hunden, auch wenn der Halter sich nicht von den Tieren trennen möchte.
Beide Welpen viel zu früh von der Mutter getrennt
Eigentlich seien laut Jana Feister diese Welpen noch viel zu jung gewesen, um sie von der Mutter zu trennen. Während der Prägephase, die mindestens bis zur 8. Lebenswoche anhält, bekommen sie von der Hündin viele Reaktionen auf Umweltreize vermittelt. Da es bei den beiden Welpen nicht erfolgte, bedurfte es einer besonders intensiven Betreuung durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter Jeannette und Marie Ballnow aus Tauche.
Nach neun Wochen konnte die dieses Tierheim betreuende Tierärztin Dr. Mariana Göritz-Kamisch ein sehr positives Fazit ziehen. Die Welpen sind gesund, haben in der Quarantäne die Tollwutschutzimpfung gut überstanden, sind entwurmt und haben auch keine Parvovirose, mit denen sich häufig aus Polen eingeführte Hunde ohne gültige Papiere angesteckt haben. Natürlich sind die beiden auch längst von den Flöhen befreit, die sie einst auf der Oderbrücke noch geplagt hatten.
Geschwister haben verschiedene Väter
Laut Jana Feister entstammen die Welpen verschiedenen Rassen, die Geschwister scheinen verschiedene Väter zu haben. Während die helle Bettina später einmal etwa 35 Zentimeter Schulterhöhe haben dürfte, scheint der dunkle Philipp etwas größer zu werden.
„Beide sind sehr aufgeweckt und possierlich. Wir suchen aktive Menschen, die nicht nur einen Kuschelhund haben möchten, sondern die auch bereit sind, die kleinen Energiebündel auszulasten“, erklärt Jana Feister.


