Tesla in Grünheide: Beeinträchtigung des Wassers? Bericht entlastet Gigafactory

Die Tesla Gigafactory Grünheide liegt teils im Wasserschutzgebiet, dennoch meldet ein neuer Bericht keine Grundwasserbelastung.
picture alliance/dpa/Patrick Pleul- Bericht entlastet Tesla: Keine Belastung des Grundwassers bei der Gigafactory Grünheide.
- Unfälle im Jahr 2025 wurden sofort behandelt – keine detektierbaren Schadstoffe im Grundwasser.
- Prüfbericht nennt einzelne erhöhte Werte, sieht aber kein konzeptionelles Handlungserfordernis.
- Werk liegt teils im Wasserschutzgebiet, Umweltschützer und Anwohner äußern weiter Bedenken.
- Tesla will Produktion steigern und mehr Jobs schaffen: 7.500 Autos pro Woche, 3.500 neue Stellen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die europaweit einzige Elektroautofabrik des US-Unternehmens Tesla in Grünheide bei Berlin führt nach einem aktuellen Bericht nicht zu einer Belastung des Grundwassers. Es sei im Jahr 2025 zwar zu Unfällen auf dem Gelände gekommen, dem sei aber mit unverzüglichen Sofortmaßnahmen begegnet worden, heißt es im „Monitoringbericht Schutzgut Grundwasser“ 2025, der dem „Tagesspiegel“ und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Es kam zu keinen detektierbaren Zutritten von Schadstoffen in das Grundwasser.“
Sechs Betriebsstörungen sind im vergangenen Jahr dokumentiert worden – in keinem Fall mit Beeinträchtigung der Umwelt. Im vergangenen Jahr sei es zudem „zu keinen Havarien oder Vorfällen mit wasserrechtlicher Relevanz“ gekommen, die Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Einzelne beschränkte Anomalien – Abweichungen von der Norm – führten zu keinen nachhaltigen Überschreitungen von Schwellen- oder Grenzwerten, heißt es weiter.
In diesem Jahr habe es bisher zwei Vorfälle gegeben – ebenfalls ohne negative Folgen für die Umwelt. Das Werk von Elon Musk in Grünheide ist die einzige Tesla-Autofabrik in Europa. Es liegt zum Teil in einem Wasserschutzgebiet.
Registrierte Vorfälle bei Tesla in Grünheide 2025 und 2026
Im vergangenen Jahr kam es dem Landesumweltamt zufolge am 6. Januar zu einer Ölverschmutzung auf einer befestigten Fläche im Außenbereich, am 14. Januar zu einer thermischen Reaktion einer Batteriezelle, und am 16. Januar trat Klebstoff in einer Anlage aus.
So kam es am 6. Februar 2025 demnach zum Brand eines Radladers, am 28. Februar trat Öl auf einer Baustraße aus. Am 9. März entstand demnach ein Brand in einem Technikraum, am 24. März war ein Brand im Entstehen durch Funkenflug bei der Karosseriefertigung, und am 18. August stürzten Batteriezellen herab, die reagierten.
Nach hohen Niederschlagsmengen im Juli 2025 sei ein sprunghafter vergleichsweise hoher Anstieg an Messstellen im Umfeld der Sickerwasserbecken festgestellt worden. Das Werk in Grünheide liegt zum Teil in einem Wasserschutzgebiet. Deshalb haben Umweltschützer und Anwohner Bedenken.
In diesem Jahr listet das Landesumweltamt bisher zwei Betriebsstörungen auf: Am 3. Februar trat Material aus einer Batterie aus, weil ein flexibler Behälter defekt war. Am 17. März stürzte eine Transportschale mit Batteriezellen herab, die Zellen reagierten. Bei allen registrierten Vorfällen wurde die Umwelt laut Behörde allerdings nicht beeinträchtigt.
Prüfbericht: Keine Handlungserfordernis bei Tesla
In dem Prüfbericht sind einzelne Werte mit erhöhten Konzentrationen aufgeführt. Die Prüfer sehen aber keine Notwendigkeit für Maßnahmen: „Mit Blick auf die Grundwasserdynamik und -beschaffenheit ergibt sich gegenwärtig kein konzeptionelles Handlungserfordernis“, heißt es in den Handlungsempfehlungen.
Das Unternehmen Fugro erstellt den Bericht für die Tesla Manufacturing Brandenburg SE. Nach den Anforderungen der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Oder-Spree soll die Prüfung potenzielle Veränderungen des Grundwassers berücksichtigen.
Aus dem neuen Umweltbericht von Tesla geht hervor, dass der Autobauer seinen Wasserverbrauch noch einmal gesenkt hat. Der Verbrauch sei von 450 000 Kubikmetern Wasser im Jahr 2024 auf 300.000 Kubikmeter im Jahr 2025 zurückgegangen, heißt es. Dabei darf Tesla 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr verbrauchen. Das Unternehmen sieht sich laut einem eigenen Vergleich mit Abstand unter den Werten anderer größerer Industrieunternehmen in Brandenburg.
Der US-Elektroautobauer will seine Produktion in Grünheide hochfahren. Das Unternehmen hatte angekündigt, nach einer Steigerung im Sommer solle ab Oktober mit der Steigerung des Produktionsvolumens um erneut ein Fünftel auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche begonnen werden. Tesla plant auch mehr Beschäftigte für die Batteriezellfertigung. Insgesamt sollen 3.500 Arbeitsplätze neu entstehen. Zuletzt arbeiteten 10.700 Menschen im Werk.

