Bildung: In Zukunft Buchlesen oder am Computer lernen?

Symbolbild
Angelika Warmuth/dpaBevor das erste Geld vom Bund an die Länder und Kommunen fließt, wird am Fünf–Milliarden–Euro–Programm weiter gefeilt. Mitte März muss der Bundesrat diesem noch zustimmen. In diesem Jahr könnten erste Maßnahmen starten, gab Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) der Deutschen Presse–Agentur Ende Februar in Berlin bekannt. Allein Brandenburg würde für fünf Jahre 160 Millionen Euro bekommen. Erstmals sollen nicht nur finanzschwache Gemeinden mit Hilfe des Bundes ihre Einrichtungen unterstützen können. Alle Schulen in Brandenburg würden zukünftig vom Digitalpakt profitieren, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) Ende Februar. Zudem soll eine „Schul–Cloud“ für digitale Lehrinhalte auf den Weg gebracht werden. In Brandenburg gehe es laut Ministerium vor allem um den Ausbau des Programms „medienfit:-)“ für Grundschulen. Für die Schüler sind das jetzt schon bahnbrechende Aussichten: Neue Computer, WLAN im Klassenzimmer würde bald Normalität und kein Wunschdenken Einzelner mehr sein. Das herkömmliche Arbeiten mit Schulbüchern müsste je nach Fach an den möglichen digitalen Unterricht angepasst werden.
Die MOZ ging diesem Thema im Vorfeld auf den Grund und fragte Schüler aus Frankfurt (Oder):Wie digital ist jetzt schon euer Unterricht?
Wer liest eigentlich noch?
In einer Welt voller Computer–Technologien und tragbarer elektronischer Geräte wie Laptops, E–Books oder Smartphones mit jeder Menge Speicherplatz für Daten, scheint das Lesen in gedruckter Form ganz schön aus der Mode gekommen zu sein.
Oder etwa nicht? Neben dem Spiel ist das Buchlesenja nur eine Möglichkeit von vielen, sich in seiner Freizeit zu amüsieren. Dazu gibt es im Internet zahlreiche alternative Angebote. Besonders die jüngere Generation probiert sich gern unvoreingenommen mit neuen Medien aus und nimmt digitale Möglichkeiten gern wahr.
Eine Umfrage unter Kindern und Jugendlichen in Frankfurt (Oder) gibt dennoch erstaunlich positiv Aufschluss über deren Leseverhalten.
Auch ob die Grundschüler und Schüler höherer Schulen aus Frankfurt (Oder) in ihrer Freizeit lieber Bücher zur Hand nehmen oder sich woanders Texte und Bilder anschauen — beispielsweise im Internet, haben wir einmal konkret nachgefragt.
Wie die ganz Kleinen im Kindergarten mit dem Medium Buch umgehen, konnte die MOZ bei einem Besuch im EinSteinchen Frankfurt (Oder) beobachten. Dabei ist in der Vorschulgruppe „Weltentdecker“ herausgekommen: Keineswegs stehen Computer in direkter Konkurrenz zu Sach– und Bilderbüchern, in denen die Fünf– bis Sechsjährigen blättern und teilweise auch lesen können. Das Anschauen gebundener Medien macht ihnen sehr viel Spaß.