Das 13. Spendenjahr der Lennépark-Initiative in Frankfurt (Oder) ist in der vergangenen Woche mit einem Spaziergang durch den nördlichen Parkbereich zu Ende gegangen. Viele Interessierte nahmen an der Führung mit Jürgen Kleeberg teil. Der Landschaftsarchitekt informierte über die laufende Umgestaltung des Areals zwischen der wieder hergestellten Alten Grotte bis zum Karl-Marx-Monument und gab einen kleinen Ausblick zu den weiteren Planungsabschnitten.

In 13 Jahren kamen 126.000 Euro an Spenden zusammen

Anschließend wurde die Spendensumme bekannt gegeben. Trotz Corona-Pandemie konnte die Bürgerinitiative – gemeinsam mit der Frankfurter Filiale der Deutschen Bank als langjähriger Partner – Spenden in Höhe von 6176,60 Euro sammeln und in Form eines symbolischen Schecks an Bürgermeister Claus Junghanns übergeben. In den 13 Jahren seit Bestehen der Initiative kamen insgesamt 126.238,74 Euro an Bürger- und Firmenspenden zusammen, die in die Sanierung, Erhaltung und Belebung des Lennéparks geflossen sind.
Es sei angesichts der Umstände ein besonderes Spendenjahr gewesen, betonte Initiatorin Sonja Gudlowski bei der Abschlussveranstaltung. Denn einige Veranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben, wie die 11. Kleine Parknacht, die im Spätsommer normalerweise Hunderte Besucher anzieht. Die Parknacht soll nun mit neuem Konzept am 21. August 2021 nachgeholt werden.

Frühjahrsputz im Park in kleiner Schüler-Runde

„Doch wir wären nicht die Bürgerinitiative Lennépark, wenn wir nicht auch unter diesen besonderen Bedingungen das eine oder andere auf die Beine gestellt hätten“, sagte sie. So war der im April geplante Frühjahrsputz zwar abgesagt worden. Dafür fanden sich dann am 17. Juni trotzdem elf Schüler vom Liebknecht-Gymnasium im Park ein, um den achtlos weggeworfenen Müll anderer Leute einzusammeln. Eine virtuelle Alternative fand sich auch für den wegen Corona gestrichenen PowerGreen-Spendenlauf. 138 Teilnehmer erliefen individuell zwischen dem 10. und 23. August 777 Euro. Das Geld fließt in die Pflanzung einer neuen Eiche im Nordbereich des Parks.

BI übernimmt Pflege der Skulptur „Große Sitzende“

Wie Sonja Gudlowski informierte, hat die BI in diesem Jahr zudem einen Patenschaftsvertrag mit dem Kulturbüro der Stadt über die Pflege der Skulptur „Große Sitzende“ abgeschlossen. Auch beteiligt sich die Initiative mit einem Projekt an der Ausschreibung zum Bürgerbudget; mit dem Geld wollen die Park-Engagierten ein Netz aus Informationstafeln für besondere Punkte und Bauwerke im Nordteil der Grünanlage finanzieren. Die Abstimmung findet von 2. bis 8. November statt.
Die sechs ehrenamtlichen Sicherheitspartner waren in den vergangenen Monaten ebenso regelmäßig im Park unterwegs wie auch eine Gruppe von Bürgern, die bei Spaziergängen für Sauberkeit sorgte und Müll entfernte. Zugleich ermöglichten Spenden und ein Entgegenkommen des Managements der Lenné-Passagen eine Fortführung der Dauerausstellung über den Park in dem Einkaufscenter, zunächst bis zum Jahresende.

Schmeißereiche soll Naturdenkmal werden

Einige Projekte warten indes noch auf ihre Realisierung. Dazu gehören die Wiederaufstellung von zwei Skulpturen am Kinderspielplatz im Lennépark und die Kennzeichnung aller Skulpturen mit neuen, lesbaren Schildern. Auch die Unterschutzstellung der Schmeißereiche als Naturdenkmal und die Verlegung von Stolpersteinen an der Mauer hinter den Lenné-Passagen stehen noch aus.

Frankfurt (Oder)