Wahl 2024 in Frankfurt (Oder)
: Alle Kandidaten und Wahlkreise im Überblick

Am 9. Juni 2024 wird in Frankfurt (Oder) eine neue Stadtverordnetenversammlung gewählt. Alle Kandidaten sowie Hintergründe zur Kommunalwahl im Überblick.
Von
Thomas Gutke
Frankfurt (Oder)
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Europawahl und Kommunalwahl: In Frankfurt (Oder) hängen zahlreiche Wahlplakate, so wie hier in der Kieler Straße.

Europawahl und Kommunalwahl: In Frankfurt (Oder) hängen zahlreiche Wahlplakate, so wie hier in der Kieler Straße.

René Matschkowiak

Am 9. Juni 2024 wählt Frankfurt (Oder) die achte Stadtverordnetenversammlung seit 1990. 46 Sitze sind neu zu verteilen. 190 Kandidierende von acht Parteien und Listenvereinigungen werben bei den Kommunalwahlen um je drei Stimmen, die jeder Wähler vergeben kann.

Die Stadtverordnetenversammlung (SVV) ist das wichtigste politische Gremium in Frankfurt (Oder). Die Stadtverordneten kontrollieren die Arbeit der Stadtverwaltung. Zugleich können sie selbst Anträge einbringen, die bei einem Beschluss von der Verwaltung umgesetzt werden müssen.

Das Stadtverordneten-Mandat ist ein politisches Ehrenamt. Für ihr Engagement werden die gewählten Vertreter lediglich mit 200 Euro monatlich entschädigt. Hinzu kommen Sitzungsgelder (20 Euro) sowie zusätzliche Entschädigungen für Fraktions- und Ausschussvorsitzende.

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung

Die derzeit stärkste Fraktion in der SVV mit elf Sitzen stellt Die Linke/BI Stadtumbau. Zweitstärkste Kraft ist die CDU (10), gefolgt von der AfD (9), Grüne/BI Stadtentwicklung (6) und SPD (5). Ebenfalls in Fraktionsstärke vertreten sind Die PARTEI (2) und FBI/Freie Wähler (2). Die FDP (1) hatte 2019 ebenfalls zwei Sitze errungen, ein Mandatsträger wechselte danach jedoch zur CDU. Hinzu kommt Oberbürgermeister René Wilke (Die Linke), der qua Amt das 47. Mitglied der SVV ist.

Durchschnittsalter aller Kandidaten beträgt 50 Jahre

Grüne/BI Stadtentwicklung gehen diesmal mit 43 Kandidaten ins Rennen, die CDU mit 40. Es folgen die SPD (27), die AfD (26), Linke (23), FDP (17), FBI (7) und Die PARTEI (7). Von den amtierenden 46 Stadtverordneten treten 41 erneut an.

Das Durchschnittsalter aller 190 Kandidierenden beträgt 50 Jahre – genauso wie bei der Wahl 2019. Der Frauenanteil liegt diesmal bei knapp 32 Prozent (60 Kandidatinnen) und damit etwas höher als 2019 (27 Prozent) und 2014 (30 Prozent).

Die Bewerber verteilen sich auf drei Wahlkreise, die auch die Ortsteile mit umfassen. Im Wahlkreis 1 (Innenstadt, südliches Stadtgebiet) stehen 66 Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Wahlzettel, in Wahlkreis 2 (westliches Stadtgebiet) und 3 (nördliches Stadtgebiet) sind es je 62.

66 Kandidaten im Wahlkreis 1 in Frankfurt (Oder)

Wahlkreis 1 umfasst neben den Gebieten Stadtmitte und Halbe Stadt auch die Gubener Vorstadt, große Teile von Altberesinchen, Neuberesinchen sowie die Ortsteile Güldendorf, Lossow, Markendorf-Siedlung, Markendorf und Hohenwalde. Die Kandidaten im Überblick:

Kandidaten im Wahlkreis 1 (südliches Stadtgebiet, große Teile der Innenstadt)

  • Die Linke: Sandra Seifert (Jahrgang 1973), Stefan Kunath (1989), Karin Muchajer (1954), Sandro Jahn (1985), Anas Kalaf (1993), Lukas Lindemann (1991), Christian Lehmann (1973), Holger Rößler (1967), Tim Berthold (1989)
  • CDU: Michael Möckel (1979), Yvonne Kehlenbrink (1965), Gustav Lietz (1997), Ulf Leisner (1955), Thorsten Ziedek (1969), Wolfgang Behrens (1949), Manuela Schülke-Krolik (1960), Frank Nickel (1969), Dr. Dmitry Reznikov (1971), Grit Arlt (1967), Larissa Bargtel (1962), Steffen Warnack (1982), Heiko Schwendtner (1991), Olaf Kurt Jenner (1958), Ulrich Hübner (1966)
  • AfD: Wilko Möller (1966), Michael Laurisch (1963), Marcus Mittelstädt (1981), Hans Kauliski (1990), Petra Dahn (1946), Monika Gorkisch (1957), Reimo Bernhard Röseler (1976), Janine Suchanow (1977), Ulf Müller (1980)
  • Grüne/BI Stadtentwicklung: Sahra Damus (1982), Dr. Oliver Kossack (1985), Moana Engelke (1960), Saskia Heller (1988), Carla Ruhrmann (1990), Thomas Herfort (1970), Monika Blankenfeld (1953), Torsten Wroblewski (1972), Romana Beatrice Orthaus (1969), Martin Schulze (1967), Anja Hawlitzki (1973), Thomas Spicker (1957), Stephan Wagner (1965), Felix Töppel (1991), Christian Buhl (1979)
  • SPD: Katja Wolle (1955), Stefan Erhard Hellmer (1971), Lisa Gregor (1988), Ingo Pohl (1943), Marie Glißmann (1994), Norbert Nemitz (1961), Kim Tkocz (1998)
  • FDP: Paula Köhler (2001), Wolfgang Mücke (1951), Ronald Koziol (1963), Liane Elste (1968), Philip Henry Möwe (2004), Alexander Barth (1985)
  • FBI/Freie Wähler: Christopher Fröhlich (1990), Torsten Lorenz (1961)
  • Die PARTEI: Cindy Rosenkranz (1989), Richard Schmolke (2003), Dorit Spielmann (1968)

62 Kandidaten im Wahlkreis 2 in Frankfurt (Oder)

Wahlkreis 2 umfasst das westliche Stadtgebiet, darunter unter anderem das Kosmonautenviertel, das Winzerviertel, die Paulinenhofsiedlung, die Nuhnenvorstadt und Westkreuz sowie die Ortsteile Rosengarten und Lichtenberg. Die Kandidaten im Überblick:

Kandidaten im Wahlkreis 2 (westliches Stadtgebiet)

  • Die Linke: Wolfgang Neumann (Jahrgang 1949), Gabriele Häsler (1956), Annelie Böttcher (1950), Stephan Pierau (1987), Stephanie Wustrack (1983), Frank Bretag (1959), Jana Peterschick (1964), Kathleen Strobach (1985)
  • CDU: Dr. Peter Wolff (1965), Robert Lange (1977), Dr. Christian Federlein (1965), Thomas Wenzke (1961), Katarzyna Maria Naumienko (1999), Regina Griebel (1956), Tilo Winkler (1966), Ralf Beckmann (1972), Tom Benjamin Krämer (2004), Martina Richter-Rüdiger (1961), Manfred Schütz (1935), Łukasz Paweł Gic (1978)
  • AfD: Andreas Suchanow (1971), Bernd Saleschke (1951), Jürgen Fritsch (1957), Gottfried Spieth (1960), Uwe Roßmann (1951), Frank-Peter Pahl (1957), Frank Kuchnia (1958), Andre Bogusch (1965), Meinhard Gutowski (1955)
  • Grüne/BI Stadtentwicklung: Dr. Bodo Almert (1952), Alexandra Schäfer (1993), Julian Niclas (2000), Katja Kraft (1976), Gerald Heldt (1956), Sabine Fischbach (1962), Joram Ulmke (1997), Anja Millow (1981), Dr. Alfred Bernhard Kuhn (1944), Maria Ullrich (1989), Michael Kurzwelly (1963), Julia Stroner (1993), Kai Klimpel (1989), Peter Staudt-Fischbach (1959)
  • SPD: Prof. Dr. Brigitte Rieger-Jähner (1949), Dietrich Hanschel (1969), Heidrun Förster (1951), Wolfgang Genz (1996), Jessica Klemt (2002), Jürgen Maihold (1949), Abdul Sami Nazari (1993), Thomas Bönicke (1976), Tim Kolax (1993), Steffen Alisch (1981)
  • FDP: Thomas Köhler (1974), Jürgen Scheel (1961), Lisa Wolff (1994), Falk Golinsky (1977), Rolf Offermann (1960)
  • FBI/Freie Wähler: Frank Zimmermann (1961), Wolfgang Bilitza (1953)
  • Die PARTEI: Philipp Herbert Axel Hennig (1986), Mathias Klein (1989)

62 Kandidaten im Wahlkreis 3 in Frankfurt (Oder)

Wahlkreis 3 umfasst das nördliche Stadtgebiet, wozu neben einem kleinen Teil der nördlichen Innenstadt unter anderem die Lebuser Vorstadt, das Hansaviertel, die Goepelstraße, Klingetal, Gronenfelde und die Ortsteile Kliestow und Booßen gehören. Die Kandidaten im Überblick

Kandidaten im Wahlkreis 3 (nördliches Stadtgebiet, Teile der Innenstadt)

  • Die Linke: Jan Augustyniak (1982), Anja Kreisel (1979), Carmen Winter (1963), Wolfgang Welenga (1951), Frank Kreitner (1974), Christoph Ewert (1990)
  • CDU: Désirée Schrade (1986), Michael Schönherr (1972), Thomas Bleck (1973), Pola Katarzyna Ostałowska (1999), Frank Gründler (1977), Jens Dörschmann (1973), Anja Bäcker (1980), Michael Silvio Katzke (1976), Frank Tenbusch (1956), Dr. Andreas Bennewitz (1977), Lars Bühmann (1997), Berthold Orthaus (1962), Thomas Wahl (1966)
  • AfD: Ingolf Schneider (1970), Hanns-Peter Hartmann (1943), Elke Hofmann (1955), Udo Weichholz (1962), Jorg Nicolai Scheckel (1977), Birgit Humboldt (1951), Ralf-Peter Harbach (1970), André Gennadi Hübner (1978)
  • Grüne/BI Stadtentwicklung: Angelika Schneider (1952), Greta Luca Herzig (2004), Sara Bonin (1986), Paul Bonte (2002), Anne Hesse (1985), Peer Schwiders (2001), Ulrike Waltsgott (1986), Peter Hauptmann (1959), Inge Funke (1983), Rene Pütsch (1978), Florian Ellinghaus (1972), Prof. Dr. Peter Langendörfer (1966), Chris Reipen (1992), Sebastian Schulze (1985)
  • SPD: Matthias Steinfurth (1974), Dorothea Schiefer (1944), Philipp Humbsch (1991), Katrin Blume (1976), Helge Biering (1980), Christiane Donath (1952), Frank Herbert Manfred Ploß (1960), Kira Bernstedter (2004), Burkhard Donath (1944), Enrico Triebel (1975)
  • FDP: Thomas Wolff (1992), Kerstin Ina Büttner (1965), Dr. Peter Stolz (1958), Iwo Gesche (1974), Renate Zillmer (1954), Torsten Pelk (1965)
  • FBI/Freie Wähler: Uwe Henning (1963), Alexander Scholz (1953), Mirko Lange (1965)
  • Die PARTEI: Tobias Dittrich (1989), Christopher Hebbe (1987)

Zum Wahlprocedere: Jeder Wahlberechtigte hat drei Stimmen, die bunt verteilt, aber auch auf einen Bewerber vereinigt werden können. Nach der Wahl werden die 46 Sitze entsprechend dem Gesamtstimmenergebnis auf die Parteien und Bündnisse und in einem zweiten Schritt verhältnismäßig auf die Wahlkreise verteilt. Die Zuteilung der Sitze erfolgt dann nach den jeweils höchsten Stimmenzahlen der Bewerber.

39 Kandidaten für neun Ortsbeiräte

Bei den Kommunalwahlen am 9. Juni werden auch 33 Ortsbeiratsmitglieder in neun Ortsteilen neu gewählt. 39 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich. Mehr Kandidierende als Sitze ‒ und damit eine echte Auswahl ‒ gibt es in Kliestow (5 Sitze/8 Bewerber), Booßen (5/6), Lichtenberg (3/4), Markendorf-Siedlung (3/4) und Rosengarten (3/4). In Güldendorf (3), Lossow (3) und Markendorf (5) entspricht die Zahl der Kandidaten jeweils auch der Zahl der zu vergebenen Sitze.

Im Ortsteil Hohenwalde wurden nur zwei Bewerber zugelassen, dabei sind drei Sitze zu vergeben. Gewählt werden kann trotzdem, weil die für die Beschlussfähigkeit erforderliche Mindestzahl von zwei Ortsbeiratsmitgliedern erreicht wird. Die Kandidaten für die Ortsbeiräte im Überblick:

Kandidaten für die Ortsbeiräte

  • Booßen: Marion Krüger (1965), Regina Fietze (1965), Yvonne Kovarik (1976), Mario Ulrich Krüger (1971), Stefan Mietzelfeld (1980), Oliver Thoms (1987/alle Wählergruppe Booßen)
  • Güldendorf: Brunhild Greiser (1949), Martin Göldner (1983), Thomas Walter (1964/alle Einzelbewerber)
  • Hohenwalde: Andreas Junk (1965), Paul Junk (1999/beide Einzelbewerber)
  • Kliestow: Wolfgang Welenga (1951), Dirk Mildes (1984), Stefan Deichsler (1983), Christopher Fröhlich (1990), Bernd Heyn (1959), Tobias Knispel (1997), Michael Macht (1958), Paul Veith (1997/alle Einzelbewerber)
  • Lichtenberg: Franka Klähn-Grösch (1970), Jörg Lehmann (1972), Anne Schoch (1984), Stefan Martin Wolf (1975/alle Einzelbewerber)
  • Lossow: Uwe Korsing (1967), Detlef Walter (1961), Jana Rau (1982/alle Einzelbewerber)
  • Markendorf: Frank Walter (1980), Dr. Sabine Brückner (1958), Mathias Reschke (1983), Henrik Hahnert (1953), Steffen Kraus (1969/alle Einzelbewerber)
  • Markendorf-Siedlung: Ilona Wuthe (1950), René Schneider (1969), Sebastian Blontke (1982), Bernd Pawlaczyk (1952/alle Wählergruppe Markendorf-Siedlung)
  • Rosengarten/Pagram: Hardy Lodtka (1964), Rene Putzke (1964), Kerstin Henschel (1963), Michael Vetterle (1963/alle Wählergruppe Rosengarten)

Auch bei den Ortsbeiratswahlen können die Wähler jeweils drei Stimmen vergeben. Zugleich findet am 9. Juni die Europawahl statt, bei der ein weiteres Kreuz zu setzen ist.

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