Veranstaltungen in Fürstenwalde
: 900 Jahre Bistum Lebus – die Infos zum Fest

Kirchen aus Deutschland und Polen feiern im Dom Fürstenwalde den Abschluss des Jubiläumsjahres zu 900 Jahre Gründung Bistum Lebus. Alles zum Programm.
Von
Cornelia Link-Adam
Fürstenwalde
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Der Dom St. Marien in Fürstenwalde, dessen Bau und Wiederaufbau thematisiert der Kammerchor Fürstenwalde in seinem zehnten und letzten Kapital der Reihe „Geschichten, Gedichte, Gesang“ anlässlich der 750-Jahr-Feier vor Domstadt.

Der Dom St. Marien in Fürstenwalde.

Der Dom St. Marien in Fürstenwalde mit seinen vielfältigen Veranstaltungen ist nicht nur Namensgeber der Domstadt Fürstenwalde, sondern wird auch Austragungsstätte eines großen Festaktes anlässlich 900 Jahre Bistum Lebus.

Kerstin Schreiber
  • Festakt zu 900 Jahre Bistum Lebus am 28. September 2025 im Dom St. Marien in Fürstenwalde.
  • Ökumenischer Gottesdienst mit Bischöfen aus Deutschland und Polen, Beginn um 14 Uhr, Eintritt frei.
  • Begegnungsfest mit Kaffee und Kuchen sowie Abschlussaktion mit Bänder-Knüpfen geplant.
  • Helfer für Organisation und Kuchenspenden gesucht, Kontakt über Evangelische Kirche Fürstenwalde.
  • Ministerpräsident Dietmar Woidke und weitere prominente Gäste haben ihre Teilnahme zugesagt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einem ökumenischen Fest-Gottesdienst unter dem Motto „Die gemeinsam Quelle feiern - das Band des Friedens knüpfen“ feiern die evangelische und katholische Kirchen aus Polen und Deutschland in Fürstenwalde den Abschluss des Jubiläumsjahres anlässlich 900 Jahre Gründung Bistum Lebus. Und die Domstadt spielte und spielt dabei eine große Rolle.

Der Dom St. Marien von Fürstenwalde, heute eine evangelische Kirche, war der Sitz der letzten Bischöfe von Lebus. Vor 900 Jahren wurde die erste kirchliche Institution, das Bistum Lebus im gleichnamigen Städtchen an der Oder gegründet.

Fürstenwalde war Bischofssitz bis zur Reformation

Der Bischofssitz wechselte 1376 nach Fürstenwalde. Nach der Reformation endete die Geschichte des Bistums. Weiter fort lebt es an Gebäuden, in Kunstschätzen sowie Landschaftsnamen. Heute ist das Gebiet des früheren Bistums links und rechts der Oder von Deutschen und Polen besiedelt.

Im Jubiläumsjahr zu 900 Jahre Gründung Bistum Lebus gab es bereits zwei wissenschaftliche Tagungen, zwei Gottesdienste und ein Musical. Erst am vergangenen Wochenende wurde ein Gedenkstein in Lebus enthüllt.

Katholische und evangelische Bischöfe beiderseits der Oder dabei

Den Abschluss der Feiern bildet nun ein großer Festakt am 28. September 2025 in Fürstenwalde. Eingeladen wird zu einem deutsch-polnisch und evangelisch-katholischen Gottesdienst im Dom. Er beginnt bei freiem Eintritt um 14 Uhr als ökumenische Veranstaltung, an dem die Bischöfe aller vier „Nachfolgekirchen“ des Bistums beteiligt sind.

Erwartet werden zum Fest Erzbischof Dr. Heiner Koch von der Katholischen Kirche und Bischof Dr. Christian Stäblein von der Evangelischen Kirche in Berlin und Brandenburg sowie der Bischof Tadeusz Lityński von der Katholischen Kirche aus Zielona Gora in Polen. Als Vertreter der Evangelischen Kirche der polnischen Woiwodschaft Lubusjie nimmt Bischof Waldemar Pytel teil.

Freut sich auf den großen Fest-Gottesdienst zum Abschluss des Jubiläums 900 Jahre Gründung Bistum Lebus: Pfarrerin Rahel Rietzl von der evangelischen Domgemeinde St. Marien mit dem Plakat zur Veranstaltung am 28. September im Fürstenwalder Dom.

Freut sich auf den großen Fest-Gottesdienst zum Abschluss des Jubiläums 900 Jahre Gründung Bistum Lebus: Pfarrerin Rahel Rietzl von der evangelischen Domgemeinde St. Marien mit dem Plakat zur Veranstaltung am 28. September im Fürstenwalder Dom.

Cornelia Link-Adam

Ministerpräsident hat zugesagt, auch Landrat und Bürgermeister

Ebenfalls mit beim Fest-Gottesdienst dabei sein wird Frank Schürer-Behrmann, der Superintendent der Evangelischen Kirche Oderland-Spree. Laut Rahel Rietzl hat auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke für den Festakt bereits zugesagt. Eingeladen sind zudem Landrat Frank Steffen und Bürgermeister Matthias Rudolph.

„Wir werden auch acht Taufschalen im Dom verteilen“, betont Rahel Rietzl. Chöre und Bläser der Kirchen aus beiden Ländern werden den familienfreundlichen Gottesdienst begleiten. „Dieser wird zweisprachig durchgeführt. Damit es keine Probleme des Verstehens gebe, werden die Reden übersetzt“, betont Rahel Rietzl. Mitfeiern dürfen auch Nicht-Kirchengänger.

Im Anschluss ist Begegnungsfest mit Kaffeetafel hinterm Dom

Im Anschluss, gegen 16 Uhr, gibt es hinterm Gotteshaus ein deutsch-polnisches Begegnungsfest. Auf der Domwiese werden Kaffee und Kuchen gereicht – nach dem Motto 900 Kuchenstücke zum Fest. Ein Teil davon gibt es schon durch die Spende der Bäcker-Innung Germania, die beim Erntefest zum 1. Fürstenwalder Käsetorten-Wettbewerb die besten Kuchen der Hobbybäcker prüft und prämiert.

Bunte-Bänder-Aktion zum Abschluss und Bitte um Mithilfe

Angedacht sei, im Domgarten sich am Nachmittag auch zu Gesprächen zu treffen. „Wir planen am Sonntag im Domgarten auch noch eine Abschluss-Aktion zu 900 Jahre Gründung Bistum Lebus“, betont die Dompfarrerin.

Passend zum Motto wolle man das Band des Friedens knüpfen. Gelb-weiße Bänder, das sind die Farben der katholischen Kirche, und lila-weiße Bänder der evangelischen Kirchen sollen dabei mithilfe vieler Menschen um den Dom geknüpft werden, erklärt Rahel Rietzl und hofft auf viele Mitstreiter.

900 Jahre Bistum Lebus: Für das Fest werden noch Helfer gesucht

Für die Durchführung des großen Festes suchen die Kirchen noch Helfer, die sich von 11 bis 19 Uhr einbringen, beispielsweise beim Schmücken der Kirche, Eindecken der Kaffeetafel oder Getränkeausgabe. Auch Kuchenspenden (nur durchgebackene Sorten, die keine Kühlung benötigen) werden noch benötigt. Dafür kann man sich im Büro der Evangelischen Kirche unter Tel. 03361 7356050 melden, per E-Mail an kirchenbuero-fuerstenwalde@ekkos.de oder direkt das Onlineformular auf der Internet-Seite von www.kirche-fuerstenwalde.de ausfüllen.