Bauen in Königs Wusterhausen: So wird das 50-Millionen-Ausbildungszentrum aussehen

Schaufeln für den Neubau: Corina Reifenstein, Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus, Martina Klement (CSU), Brandenburgs Wirtschaftsministerin, Sven Herzberger, Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, und Michaela Wiezorek, Bürgermeisterin der Stadt Königs Wusterhausen, geben den Startschuss.
Till Eichenauer- Spatenstich für „Leistungszentrum Nord“ in Königs Wusterhausen – Start des Neubaus.
- Kosten: rund 56 Millionen Euro, davon 51 Millionen Fördermittel, 5 Millionen vom Handwerk.
- Geplant sind 7100 m² Nutzfläche mit Werkstätten, Seminarräumen und einer Mensa.
- Ausbildung für SHK, Kfz-Mechatronik, Elektronik und Metallbau, mit 156 Werkstatt- und 196 Seminarplätzen.
- Erdarbeiten beginnen nächste Woche, Fertigstellung für die Jahre 2028/29 vorgesehen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf dem Grundstück in der Heinrich-Heine-Straße hat sich am Donnerstagabend (24.9.) einiges an regionaler Prominenz versammelt. Landrat Sven Herzberger, Bürgermeisterin Michaela Wiezorek und sogar die Brandenburger Wirtschaftsministerin Martina Klement sind gekommen, um symbolisch eine Schippe Sand zu schaufeln.
Auf dem Platz unweit der Gesamtschule Otto Lilienthal an der Grenze zum Ortsteil Zeesen stand bis vor Kurzem noch ein Garagenkomplex aus den 1950er-Jahren. Der wurde durch die Stadt Königs Wusterhausen abgerissen, um den zentralen Bauplatz frei zu machen für das neue Bildungszentrum der Handwerkskammer Cottbus.
Corina Reifenstein, Präsidentin der Handwerkskammer, betont, dass man seit 15 Jahren mit dem Plan beschäftigt war, bis der Bau nun endlich losgehen konnte. „Im Verlauf haben wir viele Standorte besichtigt und untersucht“, so die Präsidentin. Schlussendlich habe sich aber Königs Wusterhausen durchgesetzt. Nicht zuletzt, weil sich der Norden des Handwerkskammer-Bezirkes Cottbus besonders stark entwickle: „Der Landkreis Dahme-Spreewald ist zu einem der bedeutendsten Wachstumskerne Brandenburgs geworden“, sagte Reifenstein.
56 Millionen Euro für den Neubau in Königs Wusterhausen
Somit wird ab jetzt in Königs Wusterhausen ein Gebäude für rund 56 Millionen Euro entstehen. 51 Millionen kommen aus Fördermitteln der EU und des Landes Brandenburg. Fünf Millionen trägt das Handwerk selbst.

Ein Modell des neuen Ausbildungszentrums. Aus der Vogelperspektive hat das Gebäude die Form des Buchstabens „H“ wie Handwerk.
Till EichenauerAuf dem rund 13.000 Quadratmeter großen Areal entstehen 7100 Quadratmeter Nutzfläche mit Werkstätten und Seminarräumen für die Ausbildung in den Berufen Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Kraftfahrzeugmechatronik, Elektronik und Metallbau. Geplant sind insgesamt 156 Werkstattplätze sowie 196 Plätze in Seminarräumen, dazu eine Mensa.
Laut Landrat Sven Herzberger werden in Dahme-Spreewald derzeit in 239 Handwerksbetrieben insgesamt 610 Jugendliche ausgebildet, die in Zukunft das Zentrum als Aus- und Weiterbildungsstätte nutzen können. „Diese jungen Menschen brauchen aber vor allen Dingen moderne Bedingungen“, so Herzberger.
Eine Visualisierung des Neubaus durch die beauftragten Architekten. Eine zentrale Verbindungsachse soll die 4 Gebäudeteile miteinander verbinden.
Till EichenauerIn der nächsten Woche sollen bereits die Erdarbeiten beginnen, danach der Hochbau. Die Fertigstellung ist für die Jahre 2028/29 geplant. Kammerpräsidentin Klement wünscht sich für den Bau vor allem, „möglichst keinen Baustopp und möglichst keine großen Kostensteigerungen“.

