Bertolt-Brecht-Straße in Königs Wusterhausen
: Kleine Straße, große Probleme

Die Bertolt-Brecht-Straße im Neubaugebiet von Königs Wusterhausen ist eigentlich eine kleine, unauffällige Straße. Doch offenbar herrscht hier großes Verkehrschaos.
Von
Marlene Wetzel
Königs Wusterhausen
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Schlecht einsehbar und eng ist die Bertolt-Brecht-Straße in Königs Wusterhausen. Das führt immer wieder zu Verkehrsproblemen.

Till Eichenauer
  • Kleine, enge und gekrümmte Bertolt-Brecht-Straße ist in beide Richtungen befahrbar.
  • Anwohner berichten von Unfällen und Totalschaden; Parken verschärft die schlechte Sicht.
  • Polizei meldet 13 Unfälle in 2025, beteiligt waren 20 Pkws, drei Lkws und ein Motorrad.
  • Vermutete Ursachen: Staus an der Fichtestraße, ortskundige Ausweichrouten und Sperrungen 2026.
  • Stadt und Landkreis suchen Lösungen – Anwohner wünschen eine Einbahnstraße.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Bertolt-Brecht-Straße ist eine kleine Straße im Neubauviertel von Königs Wusterhausen, die die Cottbusser Straße und die Goethestraße verbindet. Doch nur weil sie kurz ist, heißt das nicht, dass es hier keine Probleme gibt.

Denn die Bertolt-Brecht-Straße ist auch eng und gekrümmt. Mit anderen Worten: schlecht einsehbar. Zumal dort auch noch Autos parken. Und trotz einer Straßenbreite von rund vier Metern ist sie in beide Fahrtrichtungen befahrbar: von der Cottbusser Straße zur Goethestraße und umgekehrt.

Désirée und Tobias Kruse wohnen hier seit vielen Jahren – und hatten hier in den vergangenen zwei Jahren alleine drei Unfälle, erzählen sie. Außerdem einen Totalschaden im Jahr 2023, weil ihnen jemand in ihr geparktes Auto gefahren sei. Obwohl sie die Parksituation im Neubaugebiet als angespannt beschreiben, parken sie deshalb trotzdem nicht mehr in der Bertolt-Brecht-Straße.

Hohe Unfallzahlen in Bertolt-Brecht-Straße in 2025

Die Einschätzung von Familie Kruse deckt sich mit den Unfallzahlen der Polizei. Wie Polizeisprecherin Marie Hettwer bekannt gibt, gab es in der kurzen Bertolt-Brecht-Straße nämlich 13 Unfälle im Jahr 2025. Zwar ohne Verletzte, aber unter Beteiligung von 20 Pkws, drei Lkws und einem Motorrad. Warum ist in der kleinen Straße so viel los?

Speckgürtel

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Offizielle Verkehrszählungen vom Ordnungsamt gebe es dazu keine, gibt Stadtsprecherin Katrin Kunipatz bekannt. Aber eine Erklärung könnten die langjährigen Bauarbeiten an der Eisenbahnüberführung in der Storkower Straße bieten. Währenddessen wurden Autofahrende über den Bahnübergang in der Fichtestraße geleitet, die nahe der Bertolt-Brecht-Straße liegt. Kunipatz schreibt dazu, dass die Bertolt-Brecht-Straße selbst zwar nie als Umleitungsstrecke ausgeschildert war, es sich aber natürlich nicht vermeiden ließe, dass ortskundige Autofahrer auf andere Straßen ausweichen.

Tobias Kruse vermutet, dass grundsätzlich viele Autofahrer die Bertolt-Brecht-Straße nutzen, um Rückstaus auf der Cottbusser Straße zu umfahren, die durch den Bahnübergang in der abzweigenden Fichtestraße entstehen – auch bei normalem Betrieb. Und tatsächlich: Überprüft man den Verkehr in der Fichtestraße bei Google Maps, so stellt man fest, dass es sich dort ständig bis zur Cottbusser Straße staut – und zwar bei jedem Zug, der durch Königs Wusterhausen fährt. Anwohner Tobias Kruse könnte sich auch vorstellen, dass Google Maps Autofahrenden – vielleicht deshalb – immer wieder die Route durch die Bertolt-Brecht-Straße vorschlägt.

Aber es gibt noch weitere Erklärungen: etwa die Vollsperrungen der Erich Kästner Straße und der Fontanestraße. Dort fanden 2026 Bauarbeiten statt. Beide Straßen sind die nächsten Querverbindungen zwischen Cottbusser Straße und Goethestraße, die sich oberhalb der Bertolt-Brecht-Straße befinden. Beschwerden hat es Kunipatz zufolge deswegen nicht gegeben.

Stadt arbeitet an Lösung

Jenseits aller Vermutungen, warum auf der Bertolt-Brecht-Straße viel los ist, und auch wenn es nach Angaben der Polizei im Jahr 2026 bislang weniger Unfälle als 2025 gab, sei der Stadt bewusst, dass sie „aufgrund der Kurvenlage und der parkenden Fahrzeuge unübersichtlich ist“. So schreibt es die Stadtsprecherin. Gemeinsam mit der Verkehrsbehörde des Landkreises werde derzeit nach einer Lösung gesucht, um die Situation für die Autofahrer zu verbessern.

Anwohner Désirée und Tobias Kruse haben schon eine Idee, wie der Verkehr in ihrer Straße entzerrt werden könnte: Sie würden sich freuen, wenn aus der Bertolt-Brecht-Straße eine Einbahnstraße werden würde.