Geld in Königs Wusterhausen
: Warum die Gebühren für Sporthallen steigen könnten

Königs Wusterhausen verlangt von privaten Nutzern und Vereinen eine Hallennutzungsgebühr. Die gibt es schon lange, trotzdem sorgt sie für Kritik. Werden die Gebühren bald angehoben?
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
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Netzhoppers KW - VC Bitterfeld-Wolfen: 02.12.2025, Brandenburg, Königs Wusterhausen: Volleyball, Männer: Bundesliga, Netzhoppers KW - VC Bitterfeld-Wolfen, Hauptrunde, 11. Spieltag, Paul-Dinter-Halle. Königs Wusterhauseners Theo Timmermann jubelt über Punktgewinn. Foto: Julius Frick/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auch Vereine müssen in Königs Wusterhausen eine Gebühr für die Nutzung von Sporthallen bezahlen. Die Netzhoppers spielen derzeit noch in der Paul-Dinter-Halle. (Symbolbild)

Julius Frick/dpa
  • Königs Wusterhausen erhebt Hallengebühren – mögliche Erhöhungen stehen im Raum.
  • Private, Schulen und Kitas zahlen pro Stunde unterschiedlich hohe Entgelte.
  • Vereine zahlen weniger, Kinder und Jugendliche im Verein trainieren kostenlos.
  • Stadt verweist auf Kosten für Energie, Geräte, Gebäude und Reinigung.
  • Kritik: Gemeinnützige Vereine und alle Kinder sollen frei sein – Bund solle stärker zahlen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

30 Euro fürs Joggen im Stadion der Freundschaft. 63 Euro für ein Volleyballspiel in der Paul-Dinter-Halle. Und 24 Euro für Brennball in der Sporthalle in der Heinrich-Kleist-Straße. So viel müssen private Nutzer, Schulen und Kitas in Königs Wusterhausen im südlichen Speckgürtel von Berlin pro Stunde bezahlen.

Die Gebühr gibt es schon seit 2006 und aus der aktuellen Nutzungssatzung von 2021 geht hervor, dass Sportvereine einen deutlich geringeren Betrag von fünf Euro pro Stunde bezahlen. Ausnahme bilden die Paul-Dinter-Halle und das Stadion der Freundschaft mit 15 Euro pro Stunde. Doch vor allem auch diese Gebühr steht in der Kritik.

Stadtverordnete Birgit Uhlworm (FW KW/UFL) findet, die Nutzung sollte für gemeinnützige Vereine kostenlos sein. „Und grundsätzlich für alle Kinder und Jugendlichen“, sagt sie am Telefon. „Sport ist Prävention. Kinder sind die Zukunft eines Staates“, sagt sie. Uhlworm fordert, dass der Bund an dieser Stelle investieren und die Kommunen hier stärker unterstützen sollte. Der Bund setze falsche Prioritäten. „Er gibt das Geld für Aufrüstung aus und spart beim Sozialen.“

Gebühren für Sporthallen in Königs Wusterhausen zu niedrig?

Die vereinsgebundene Nutzung durch Kinder und Jugendliche ist laut Nutzungsordnung kostenlos. Allerdings gilt das nicht für den privaten oder schulischen Kontext.

Auf die Frage, ob diese Regelung aktuell ist, antwortet Katrin Kunipatz, die Pressesprecherin der Stadt, dass sich das bald ändern könnte: „Vor dem Hintergrund der Haushaltslage sind künftige Anpassungen nicht auszuschließen“, teilt sie mit. Die Entgelte der städtischen Sportanlagen würden derzeit unter denen des Landkreises Dahme-Spreewald liegen. Daher seien sie stark nachgefragt und ausgelastet.

Zu den Gründen führt Kunipatz aus, dass der Betrieb der Sportstätten Kosten verursacht. Energiekosten, die Wartung von Sportgeräten, Instandhaltung des Gebäudes und Reinigungspersonal würden zwar nicht durch die Gebühren gedeckt, doch die Nutzer werden beteiligt. „Nicht allein der Steuerzahler soll für den Betrieb der Sporthalle aufkommen.“

Warum es nun so teuer ist, in der Paul-Dinter-Halle Sport zu treiben, und so günstig in der Judohalle am Nottekanal, erklärt Kunipatz mit der Größe und der Ausstattung. Auch Kitas müssen laut der Nutzungssatzung zahlen. Eine Umlagerung der Kitagebühren auf die Entgelte für Sporthallen erfolgt laut Kunipatz jedoch nicht.