Kita in Königs Wusterhausen: Bescheide über Beiträge kommen später – das ist der Grund

Eltern aus Königs Wusterhausen müssen für die Betreuung ihrer Kinder mehr bezahlen. Die Bescheide lassen jedoch auf sich warten. (Symbolbild)
Julian Stratenschulte/dpa- Kita-Beiträge in Königs Wusterhausen steigen ab 1. August 2026 – Bescheide folgen später.
- Verwaltung prüft dieses Jahr Einkommen und berechnet Beiträge neu, Start der Neuberechnung im Juli.
- Ziel ist der Versand der Bescheide bis Ende August 2026, Verzögerungen bei fehlenden Unterlagen möglich.
- Stadtkasse bucht ab 1. August 2026 nicht ab. Eltern sollen vorerst den bisherigen Beitrag überweisen.
- Erhöhung wurde Ende 2025 beschlossen. 2027 steigen die Beiträge erneut in einer zweiten Stufe.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach langen Diskussionen im letzten Jahr, wurde Ende 2025 von den Stadtverordneten der Stadt Königs Wusterhausen beschlossen, die Kita-Beiträge zu erhöhen. Die Erhöhung soll am 1. August 2026 in Kraft treten.
Sozialdezernent und Kämmerer der Stadt Lars Thielecke, hatte schon Ende November 2026 auf Nachfrage erklärt, die Gebührenerhöhung könnte frühestens zum 1. August 2026 in Kraft treten, weil auch die freien Träger dann so weit mit ihren Kalkulationen seien. „Es wäre aus unserer Sicht ungerecht, wenn Eltern, deren Kinder in kommunale Kitas gehen, früher einen höheren Beitrag zahlen als die, deren Kinder in Einrichtungen freier Träger betreut werden“, so Thielecke.
Nun hat die Verwaltung bekannt gegeben, dass die Neuberechnung der Kita-Beiträge noch eine Weile in Anspruch nehmen wird, und Eltern um Geduld und Verständnis dafür gebeten. Warum?
Mehraufwand für die Verwaltung in Königs Wusterhausen
Stadtsprecherin Katrin Kunipatz schreibt auf Nachfrage, dass dieses Jahr nicht nur das Einkommen der Kita-Eltern überprüft wird, so wie jedes Jahr, sondern eben auch die Beträge neuberechnet werden müssen. Bis Ende Juni konnten die Eltern ihre Unterlagen einreichen. Dementsprechend hätten Ende Juni der Großteil der Einkommensunterlagen vorgelegen, so Kunipatz. Seitdem würden neue Beiträge berechnet und die ersten Neuberechnungen bereits versendet.
Dass technische Probleme bei der Stadt für die Verspätung verantwortlich seien, wie von einigen Eltern vermutet, wurde von der Stadt nicht bestätigt. Die Neuberechnungen seien planmäßig im Juli gestartet worden. Auch die Vermutung mancher Eltern, dass erst ab Oktober oder November 2026 mit den Bescheiden zu rechnen sei, weist Kunipatz zurück.
Ziel der Verwaltung sei der Abschluss der Neuberechnung und der Versand der Bescheide bis Ende August 2026. Bei fehlenden Unterlagen und wiederholten Nachforderungen könne es zu einer Verzögerung kommen.
Eltern sollen alte Kitabeträge vorerst weiter bezahlen
Die Stadt macht ferner darauf aufmerksam, dass ab 1. August 2026 vorerst keine Elternbeiträge mehr durch die Stadtkasse abgebucht werden. Um eine hohe Nachzahlung zu vermeiden, werden Eltern gebeten, freiwillig ihre bisherigen Elternbeiträge einzuzahlen, bis sie einen neuen Elternbeitragsbescheid erhalten. Die entsprechende Verrechnung erfolge anschließend automatisch. Zudem werden Eltern gebeten, von Anrufen abzusehen und die Stadt bei Fragen per Mail zu kontaktieren.
2027 werden die Kitabeiträge noch einmal erhöht. Mit der zweistufigen Anhebung ist die Politik den Eltern entgegengekommen, die sich gewünscht hatten, sich auf die finanzielle Mehrbelastung einstellen zu können.

