Immobilien in Königs Wusterhausen
: Welches Portal bietet die günstigen Mieten?

In Königs Wusterhausen steigen die Mieten rasant. Gerade Neubauwohnungen sind oft teuer. Die WoBauGe bietet ihre vergleichsweise günstigen Wohnungen nur auf einer Online-Plattform an.
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
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Die Wohnungen der WoBauGe Königs Wusterhausen tauchen in den meisten Online-Portalen für Immobilien nicht auf. Mit einer Ausnahme.

Die Wohnungen der WoBauGe in Königs Wusterhausen tauchen in den meisten Online-Portalen für Immobilien nicht auf. Mit einer Ausnahme.

Marlene Wetzel
  • In Königs Wusterhausen steigen Mieten stark, besonders bei Neubauwohnungen mit hoher Ausstattung.
  • Günstigere Angebote: kommunale WoBauGe und Genossenschaft – selten in gängigen Portalen.
  • WoBauGe nutzt immomio.com: Angebote nur für registrierte Suchprofile, schnelle Vergabe.
  • Beispielangebot nach Registrierung: 4 Zimmer, 80 qm, 991 Euro kalt – Renovierung durch Mieter.
  • Vergabe im Einzelfall: Dringlichkeit, soziale Lage und Hausgemeinschaft spielen eine Rolle.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf den gängigen Immobilienportalen scheint die Wohnungssuche in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) hoffnungslos. Die Quadratmeterpreise im Speckgürtel von Berlin liegen oft bei 15, 18 oder sogar 20 Euro Kaltmiete.

Neubau, barrierefrei oder Dachterrasse, das sind gute Gründe, auf die viele Mieter gegen einen besseren Preis gerne verzichten würden. Auf die seltenen günstigen Angebote bewerben sich dann zu viele Interessenten. Hin und wieder ploppt eine günstige Tauschwohnung auf – aber der Grund für einen Wohnungswechsel ist nun einmal häufig der Verlust der Wohnung oder der Umzug in eine andere Stadt.

Zu den günstigen Wohnungen in Königs Wusterhausen gehören die Wohnungen der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (WoBauGe) und der Genossenschaft. Diese Wohnungen tauchen auf Immoscout24 und Co aber überhaupt nicht auf. Die Wohnungsgenossenschaft Königs Wusterhausen bietet ihre Wohnungen nur Menschen an, die direkt anfragen. Auf Ein- und Dreizimmerwohnungen müssen Interessierte nach der Bewerbung laut Vorstand Ralf Kneller normalerweise etwas weniger als ein Jahr warten.

Dieses Portal nutzt die WoBauGe Königs Wusterhausen

Die WoBauGe bietet ihre Wohnungen seit 2017 auf dem Online-Portal immomio.com an. „Die Wohnungsangebote sind nicht öffentlich einsehbar, sondern werden registrierten Interessenten entsprechend ihres Suchprofils zur Verfügung gestellt“, teilt Katrin Marsch, Assistenz der Geschäftsführung bei der WoBauGe, mit. Die Leerstandsquote liege bei etwa einem Prozent und sei rein fluktuationsbedingt. Die Wohnungen seien sehr schnell vergeben und die Inserate blieben meist nur für einen kurzen Zeitraum aktiv, heißt es.

Das ist einen Selbstversuch wert. Einige Tage nach der Registrierung kommt ein Angebot: Eine Wohnung in der Herderstraße, vier Zimmer und 80 Quadratmeter für 991 Euro. Das sind 12,40 pro Quadratmeter. Der Haken: „Die Wohnung wird im derzeitigen Zustand übergeben und ist vom Mieter selbst zu renovieren (Tapezieren und Verlegen der Fußböden)“, steht in der Anzeige. Ob die Kosten dabei auch selbst getragen werden müssten, ist der Anzeige nicht zu entnehmen.

Auswahl neuer Mieter in Königs Wusterhausen

Trotzdem werden sich vermutlich Interessenten finden. „Auf frei werdende Wohnung sehen wir in der Regel mehrere Hundert passende Wohnungssuchende. Dies verdeutlicht die aktuelle Nachfrage nach Wohnraum in der Region“, schreibt Katrin Marsch von der WoBauGe per Mail. „Wohnungssuchenden empfehlen wir, (...) ihr Suchprofil möglichst vollständig zu hinterlegen und Push-Nachrichten ihres E-Mail-Anbieters zu aktivieren, sodass man schnellstmöglich über ein verfügbares Wohnungsangebot informiert ist.“

Als kommunale Wohnungsbaugesellschaft sei es zentrale Aufgabe der WoBauGe, bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bereitzustellen. Die Höhe der Miete unterscheide sich allerdings. Der Wohnungsbestand umfasse sowohl einfachen und preisgünstigen Wohnraum als auch Wohnungen mit höherwertiger Ausstattung. „Gerade im Neubau nehmen zudem die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Baukosten erheblichen Einfluss auf die Mietpreise“, sagt Marsch.

Auch dass die Mietpreise von Angebot und Nachfrage abhängen, erwähnt Marsch in ihrer Antwort. Die WoBauGe hatte kürzlich die Mieten im Plattenbau erhöht.

Auf die Frage, ob bestimmte Bewerbungen bevorzugt werden, antwortet sie, dass die Vergabe immer eine „Einzelfallentscheidung“ sei. „Dabei berücksichtigen wir sowohl die Dringlichkeit des Bedarfs, die sozialen Rahmenbedingungen als auch die Kompatibilität zur bestehenden Hausgemeinschaft.“