Miete in Königs Wusterhausen: Wie hoch waren die Preise vor zwanzig Jahren?

Die Wohnungen der WoBauGe Königs Wusterhausen sind vergleichsweise günstig. Wie hoch waren die Preise früher?
Marlene Wetzel- Vergleich in Königs Wusterhausen: BBU meldet Mieten von 4,45 Euro 2005 und 6,10 Euro 2025 je qm.
- Das entspricht laut BBU 28 Prozent in 20 Jahren – gemessen jeweils im Dezember.
- Immobilienscout24 zeigt höhere Werte: 10,62 Euro 2022, 11,83 Euro 2024, 12,26 Euro 2025 je qm.
- WoBauGe verwaltet etwa 4400 der rund 5700 BBU‑Wohnungen in KW – Fokus auf bezahlbaren Wohnraum.
- BBU: Baupreise für Instandhaltung stiegen um 192 Prozent, Investitionen 2025 gingen zurück.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Mit der steigenden Nachfrage nach Wohnungen im Speckgürtel von Berlin steigen auch die Mieten in Königs Wusterhausen. Gleichzeitig steigen auch die Kosten für Sanierungen und Neubau. Bei den hohen Lebenserhaltungskosten sehnt sich so mancher nach den guten alten Zeiten zurück. Doch waren die Mieten tatsächlich so viel günstiger vor, sagen wir, 20 Jahren?
Das zu ermitteln ist schwierig, da es nicht zu allen Wohnungen am Mietmarkt verlässliche Statistiken gibt. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) hat in Königs Wusterhausen vier Mitglieder. Diesen Unternehmen gehören etwa 5700 Wohnungen in KW.
Dazu gehört zum Beispiel auch die kommunale WoBauGe, die vergleichsweise günstigen Wohnraum vermietet. Mitglied bei der BBU sind auch private Unternehmen. Konsens der Mitgliedsunternehmen ist laut BBU, dass Wohnungen nicht nur ein Wirtschafts-, sondern auch ein Sozialgut sind.
Die Mieten in Königs Wusterhausen auf Immoscout24
Bei den Mitgliedern des BBU in Königs Wusterhausen lag die Miete im Jahr 2005 bei durchschnittlich 4,45 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2025 lag sie bei 6,10 Euro pro Quadratmeter. Das teilte Pressesprecher David Eberhart auf Anfrage mit. Die Durchschnittsmiete wurde jeweils im Dezember gemessen. Die Mieten sind demnach in 20 Jahren um 28 Prozent gestiegen, im Schnitt um 1,4 Prozent pro Jahr.
Das scheint allerdings nicht den gesamten Mietmarkt widerzuspiegeln. Laut der Plattform Immobilienscout24 lagen die Mietpreise im vierten Quartal des Jahres 2025 durchschnittlich bei 12,26 Euro pro Quadratmeter. Da die Internetplattform im Jahr 2005 in Königs Wusterhausen nicht vergleichbar genutzt wurde, macht es wenig Sinn, diese Zahlen heranzuziehen.
Drei Jahre früher, im 4. Quartal 2022, lag der Mietpreis bei Immobilienscout24 in Königs Wusterhausen durchschnittlich bei 10,62 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2024 lag die Miete bei 11,83 Euro pro Quadratmeter. Auch auf anderen Immobilienplattformen liegen die Preise deutlich über 10 Euro.
Wäre die Miete bei Wohnungen auf Immobilienscout24 innerhalb eines Jahres um 1,4 Prozent gestiegen, hätte sie im Jahr 2024 bei etwa 12,09 Euro pro Quadratmeter gelegen. Das zeigt einen schnelleren Anstieg im Vergleich mit den Wohnungsunternehmen bei der BBU.
In Brandenburg geht Neubau von Wohnungen zurück
Der Wohnungsbestand der Mitglieder der BBU stellt in Königs Wusterhausen aber einen großen Marktanteil dar. Genossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen haben grundsätzlich das Ziel, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, statt den größtmöglichen Gewinn zu erzielen. In Königs Wusterhausen stellen diese einen Großteil der BBU‑Statistik. Allein die WoBauGe verwaltet etwa 4400 Wohnungen.
Sprecher Eberhart schreibt auch, dass die Baupreise für Instandhaltung in den zwanzig Jahren um 192 Prozent gestiegen seien. Am 20. Oktober 2026 fand die Jahrespressekonferenz des BBU Brandenburg statt. „Die Kosten steigen deutlich und das auch noch schneller als die Mieteinnahmen unserer Mitgliedsunternehmen“, sagte BBU-Vorständin Maren Kern.
Die Folge sei, dass die Mitgliedsunternehmen im Jahr 2025 6,6 Prozent weniger als im Vorjahr investierten, so Kern. Die Neubauinvestitionen sanken um 28,9 Prozent. „Der Bedarf an Wohnungen und Modernisierungen lässt sich aber nicht aufschieben“, sagte Kern bei der Konferenz.

