Wohnen in Königs Wusterhausen
: Bringt die WoBauGe die Plattenbau-Wohnung zurück?

18 neue Wohnungen sollen in der Nähe des Krankenhauses in Königs Wusterhausen in einem Jahr gebaut werden. Wie das funktioniert und was die Wohnungen kosten sollen.
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
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Spatenstich in Königs Wusterhausen: 18 Wohnungen sollen in Schnellbauweise entstehen. Im Herbst 2027 sollen die ersten Mieter einziehen. Es gibt bereits einen "Ankermieter".

Spatenstich in Königs Wusterhausen: 18 Wohnungen sollen in Schnellbauweise entstehen. Im Herbst 2027 sollen die ersten Mieter einziehen. Es gibt bereits einen "Ankermieter".

Maria Häußler
  • In Königs Wusterhausen entstehen 18 Wohnungen in modularer Schnellbauweise.
  • Baustart war mit Spatenstich am Freitag (25. September) – Fertigstellung in einem Jahr.
  • Miete laut WoBauGe: 13,30 Euro pro qm; ein Ankermieter ist das Klinikum Dahme-Spreewald.
  • Geplant sind 10 Mikroapartments, zwei 2-Raum- und sechs 4-Raum-Wohnungen.
  • Ziel sind Baukosten unter 4000 Euro pro qm, Heizung klimaneutral mit Wärmepumpe und Speicher.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Bürgermeisterin, Vertreter von der WoBauGe Königs Wusterhausen und dem Bauunternehmen Z-Geschossbau werfen Erde in die Luft. Der Spatenstich ist getan, jetzt soll es losgehen mit dem Bau von 18 Wohnungen im Schulweg 1c in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald). Ein altes Gebäude mit sechs Wohneinheiten wurde abgerissen, die neuen Apartments sollen in nur einem Jahr fertig sein.

Die Bauweise erinnert an den Plattenbau, wie auch Geschäftsführer der WoBauGe Horst-Ulrich König in seiner Rede am Freitag (25. September) erklärt. Bis zu acht Tonnen schwere Bauteile werden in einem Werk erstellt. „Systematisiertes modulares Bauen mit Betonfertigteilen“, nennt man das. Mit dieser Bauweise plant die WoBauGe unter 4000 Euro pro Quadratmeter bei den Baukosten zu bleiben.

„Es ist witterungsunabhängig und erhöht die Qualität wesentlich“, sagt André Boden, Geschäftsstellenleiter der Z-Geschossbau GmbH. Die Firma mit Sitz in Königs Wusterhausen habe einen Rahmenvertrag mit der WoBauGe, wodurch schneller ausgeschrieben werden kann. Das Unternehmen baue nur auf diese Weise, sagt Boden. „Das ist dann wirklich wie Lego.“

13,30 Euro pro Quadratmeter in Königs Wusterhausen

Im Vergleich zum klassischen Plattenbau ist das modulare Bauen flexibler. Aus 1-Raum-Wohnungen können 2-Raum-Wohnungen werden und umgekehrt. Die Wände sind nicht immer tragend. Individuelle Grundrisse sind möglich.

„Am Puls“ haben die Bauherren ihr Projekt genannt, da die Wohnungen nah am Krankenhaus oberhalb des Kirchplatzes in Königs Wusterhausen liegen. Ankermieter ist daher auch das Klinikum Dahme-Spreewald. Vor allem Auszubildende werden die Wohnungen beziehen. Zehn der 18 Wohnungen sollen 1-Raum-Mikroapartments werden. Darüber hinaus entstehen zwei 2-Raum-Wohnungen und sechs 4-Raum-Wohnungen.

Die Bürgermeisterin von Königs Wusterhausen, Michaela Wiezorek, hält eine Rede. Sie freue sich über den neuen Ansatz im Bereich serielles Bauen.

Die Bürgermeisterin von Königs Wusterhausen, Michaela Wiezorek, hält eine Rede. Sie freue sich über den neuen Ansatz im Bereich serielles Bauen.

Maria Häußler

13,30 Euro werden die Wohneinheiten pro Quadratmeter laut WoBauGe kosten. Eine 4-Raum-Wohnung mit 82 Quadratmetern würde so zum Beispiel 1090 Euro kalt kosten. Plan ist laut Geschäftsführer König, die Wohnungen klimaneutral mit Wärmepumpe und Wasserspeicher im Keller zu beheizen.

„Ich freue mich, dass wir etwas Neues wagen“, sagt Michaela Wiezorek, Bürgermeisterin von Königs Wusterhausen. „Bezahlbaren Wohnraum zu bauen, ist die größte Herausforderung vor der wir stehen.“ André Jasper, Geschäftsführer des Klinikums Dahme-Spreewald, freut sich „über die Kurzfristigkeit“. Fast 200 Auszubildende haben die zwei Standorte. „Beieinander wohnen“ sei den Auszubildenden zwar wichtig, doch die Zeit der WGs sei vorbei.

Auf die Frage hin, warum abgerissen statt saniert wurde, antwortet Julia Weickert vom Marketing der WoBauGe, dass eine Sanierung teurer gewesen wäre und so mehr Wohnraum geschaffen wird. „Es waren nur sechs Wohneinheiten und wir hatten einen Leerstand“, sagt sie. „Das Gebäude war davor zweigeschossig.“ Außerdem sei die Bausubstanz bei älteren Gebäuden oft so schlecht, dass eine Komplettsanierung nötig sei.