„Das Einsatzgeschehen insgesamt war wie bereits im vorherigen Jahr deutlich ruhiger als in den Jahren zuvor“, so das knappe Fazit der Polizeidirektion (PD) West am Sonntag. Im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Havelland seien sechs Sachbeschädigungen durch pyrotechnische Erzeugnisse und 12 Verstöße im Zusammenhang mit Alkohol bzw. Betäubungsmitteln im Straßenverkehr festgestellt und die dementsprechenden Verfahren eingeleitet worden. Auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Rathenow finden sich noch gar keine Einträge zu Einsätzen im neuen Jahr. Der letzte Einsatz datiert vom 30. Dezember 2021.  Ein Rauchmelder war durch einen Wasserschaden ausgelöst worden. Gebrannt hatte nichts.

Vizebürgermeister bei Polizei und Feuerwehr

Am Tag vor Silvester hatten Feuer- und Polizeiwache in Rathenow Besuch vom stellvertretenden Bürgermeister der Kreisstadt erhalten. Jörg Zietemann (parteilos) überreichte je ein Präsentpaket mit Süßigkeiten, den aktuellen Heimatkalender und einen roten Regenschirm der Stadt Rathenow. Zietemann dankte für das Engagement im Jahr 2021: „Die Einsatzlage in diesem Jahr war für die Polizei und Feuerwehr sehr anspruchsvoll. Zu den alltäglichen Aufgaben kamen die besonderen Gefährdungslagen hinzu, die aber von allen Einsatzkräften sehr gut gemeistert wurden.“

Bombendrohung und brennende Autos

Inklusive der Auslösung der Rauchmelderanlage am 30. Dezember gab es 322 Einsätze der Feuerwehr in Rathenows Kernstadt. „Zu den traurigen Höhepunkten zählen dabei unter anderem die wiederholten Brände von Papiertonnen im Stadtgebiet, die Bombendrohungen gegen die Stadtverwaltung und der Brand von zwei Fahrzeugen auf dem Parkplatz des Rathauses“, so Zietemann.
Tatsächlich war es 2021 zu zwei Bombendrohungen gekommen. Sowohl im April als auch im Oktober war das Rathaus betroffen.