Altstadt Berlin-Spandau: Marktplatz-Neubau verzögert sich – das sind die Gründe

Der neue Marktplatz soll mehr Grünflächen bieten und das kulturelle Leben in Berlin-Spandau stärken.
Bezirksamt Spandau- Bauarbeiten am Marktplatz Berlin-Spandau verzögern sich bis frühestens 2027.
- Verzögerung wegen Fernwärmeausbau in der Altstadt, Start Anfang 2026.
- Marktplatz wird mehr Grünflächen, bessere Entwässerung, und neue Gastronomieflächen bieten.
- "Havelwelle"-Kunstwerk wird verlegt, neuer Springbrunnen geplant.
- Veranstaltungen wie Weihnachtsmarkt bleiben bis 2027 ungestört.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Neugestaltung des Marktplatzes in Berlin-Spandau verzögert sich. Geplant war, dass 2025 die ersten Bagger rollen. Daraus wird nichts. Die Gründe und Folgen.
Baustart soll jetzt frühestens 2027 sein. Das teilte Baustadtrat Thorsten Schatz (CDU) am Rande einer Besichtigung am Marktplatz mit. „Der Umbaustart ist aktuell für Mitte 2027 mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren geplant“, erklärt eine Referentin des Stadtrats auf Nachfrage.
Fernwärme-Ausbau in Spandau
Grund dafür ist der Ausbau des Fernwärmenetzes in Berlin. Seit Herbst 2024 sei nämlich klar, dass die Spandauer Altstadt ein Berliner Pilotprojekt für Fernwärme sein soll.
Damit die Altstadt nicht mehrfach aufgerissen wird, wolle man diese Arbeiten abwarten. „Im ersten Quartal 2026 soll es losgehen vom Kraftwerk Reuter bis in die Altstadt, wo eine Art Verteilerzentrum im Untergrund entsteht“, so das Bezirksamt.
Erst wenn unter anderem Wasser-, Strom- und Gasleitungen verlegt, das neue Entwässerungssystem eingebaut und die Beleuchtung versetzt wurde, könne der Bezirk mit der Umgestaltung des Platzes beginnen.
Gäste des Wochen- und Weihnachtsmarkts sowie anderer Veranstaltungen auf dem Marktplatz können also erst einmal beruhigt sein: Bis frühestens 2027 sind die Events nicht gefährdet. Denn, das hat der Schatz schon angekündigt, während der Bauarbeiten wird all das nicht stattfinden.

Nach der Neugestaltung des Marktplatzes in Berlin-Spandau soll die Gastronomie mehr Flächen bekommen.
Bezirksamt SpandauDer neue Marktplatz wird seit 2015 geplant. Nach mehreren Beteiligungsverfahren stand das Design des neuen Spandauer Zentrums im Oktober 2023 fest. Wichtig dabei war etwa die Entwässerung. Aktuell kann durch die Bauweise kein Regenwasser am Marktplatz abfließen, künftig werden dafür Versickerungskästen unter dem Boden angelegt.
„Havelwelle“ verschwindet vom Marktplatz Spandau
Der schiefe Bodenbelag wird ausgetauscht und durch neue Steine für z. B. Rollstuhlfahrer besser zu befahren sein. Über den Platz verteilt werden kleine Inseln mit Grünflächen und Bäumen aufgestellt, die auch als Bänke benutzt werden können. In der Mitte wird ein großer Springbrunnen angelegt. Das Kunstwerk „Havelwelle“, welche aktuell den Platz aufteilt, soll abgebaut und an einen anderen Ort im Bezirk gebracht werden.

Auf Konzerte und Veranstaltungen wie der alljährliche Weinsommer ist der Plan für den Marktplatz in Berlin-Spandau auch vorbereitet.
Bezirksamt SpandauDas Konzept soll das kulturelle Leben in der Altstadt stärken. Dafür werden etwa den umliegenden Restaurants mehr Platz für Tische angeboten. Auch für Veranstaltungen und Konzerte soll der neue Platz besser geeignet sein. Ein extra Platz für die Bühne und Sitzplätze ist vorgesehen.
Ursprünglich sollten die Bauarbeiten Anfang 2025 losgehen. Baustadtrat Schatz wollte damals den finanziellen Umfang möglichst gering halten, um eine komplizierte europäische Ausschreibung zu umgehen. Fünf Millionen Euro waren ursprünglich angesetzt, finanziert durch das Förderprogramm des Senats „Städtebaulicher Denkmalschutz“.
Das scheint aber nicht mehr zuhalten zu sein: „Nicht zuletzt aufgrund des finanziellen Umfangs der Umbaumaßnahmen wird wohl auch eine europaweite Ausschreibung notwendig, die mehrere Monate in Anspruch nehmen wird“, so das Bezirksamt.


