S-Bahn in Spandau: Siemensbahn soll bis Hakenfelde verlängert werden

Die Siemensbahn in Berlin-Spandau steht vor der Reaktivierung. Die S-Bahn-Strecke soll bis Hakenfelde verlängert werden. Doch die Pläne haben Hürden.
Lea Fabian- Siemensbahn in Berlin-Spandau soll bis Hakenfelde verlängert werden.
- Reaktivierung der Strecke geplant, Bau soll ab 2026 beginnen.
- 600 Mio. Euro Projektkosten, 30 Brücken müssen reaktiviert werden.
- Bauarbeiten beeinflussen den Straßenverkehr.
- Ab 2029 soll die Siemensbahn wieder Fahrgäste befördern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit 1929 beförderte die Siemensbahn die Beschäftigten des Siemens-Konzerns zu ihren Arbeitsplätzen in Spandau. 1980 wurde der Zugverkehr eingestellt, die Anlage verfiel. Mit der nun zunehmenden Bevölkerungsdichte entlang der Strecke wird die Reaktivierung vorbereitet. Die Siemensbahn in Spandau steht vor einer Wiederbelebung.
Die Anwohnerinnen und Anwohner sollen einen Anschluss an die Ringbahn erhalten. Hauptbahnhof und Flughafen sind damit leichter erreichbar. Zuletzt stand zudem die Verlängerung der Siemensbahn zur Diskussion.
Verlängerung der Siemensbahn in Spandau – der Stand
Im Jahr 2022 hatte die damalige Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey den Wunsch geäußert, dass ab dem Bahnhof Gartenfeld unterirdisch bis nach Hakenfelde weitergebaut werden solle. Vorerst gibt es aber keine Fortschritte.
Die Deutsche Bahn hatte schon 2022 deutlich gemacht, dass sie dazu bereit wäre, unter der Erde zu bauen. An dieser Haltung hat sich bis heute nichts geändert. Die Deutsche Bahn sei grundsätzlich offen dafür, erklärte Constanze Ceglarek vom DB-Stakeholdermanagement Infrastrukturprojekte Region Ost. Jedoch müsse diese Leistung seitens des Landes beziehungsweise Senats bestellt werden. Eine Bestellung liege der DB aktuell noch nicht vor. Die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klima und Umwelt verwies auf laufende Untersuchungen.
Im Zuge der Reaktivierung der Siemensbahn wird den Angaben zufolge derzeit die Ausschreibung der Ausführungsplanung vorbereitet. Gebaut werden könne dann voraussichtlich ab 2026, so Ceglarek. Schon vorab würden „bauvorbereitende Maßnahmen“ ausgeführt.
Siemensbahn – Herausforderungen der Reaktivierung
Teil des Mammut-Projekts ist auch die Reaktivierung von 30 Brücken, darunter der Neubau der Brücke über die Spree, die im Zuge des Schleusenneubaus zurückgebaut worden war. Die Betonbrücken in Abschnitt 1.3, also zwischen Popitzstraße und Bahnhof Gartenfeld Alt, werden saniert. Dies könnte wiederum Autofahrern einiges abverlangen.
Ceglarek erklärte, dass es im Zuge der Sanierung zu Einschränkungen im Straßenverkehr kommen werde. Die Details dazu würden derzeit erarbeitet.
Die Projektkosten belaufen sich auf insgesamt 600 Millionen Euro. Enthalten sind darin nicht nur die Arbeiten an den Brücken, sondern beispielsweise auch die Instandsetzung der alten Bahnhöfe, die Verlegung von Gleisen, der Einbau von Weichen sowie die Installation neuer Signaltechnik.
Die Strecke zwischen der Bahnbrücke über die Spree und dem Bahnhof Jungfernheide wird komplett neu geplant. Im Jahr 2029 soll die Siemensbahn auf der Strecke wieder fahren können und unter anderem Fahrgäste aus den neu geschaffenen Wohnquartieren befördern.

