Wohnen in Berlin-Spandau: Wohnungen mit Blick auf Havel und Promis in Haselhorst

Das neue Quartier in Berlin-Spandau wird erst noch gebaut. Es entsteht in der gleichen Holz-Hybrid-Bauweise wie das Projekt „Deck3“, das ebenfalls von der Buwog Bauträger GmbH in Treptow-Köpenick realisiert wurde. (Symbolbild)
BUWOG / Michael DivéBerlin-Spandau wächst – was auch bedeutet, dass neuer Wohnraum dringend benötigt wird. Mit Bauprojekten wie Siemensstadt Square, Insel Gartenfeld oder Waterkant sind schon einige Projekte in der Umsetzung. In Spandau gibt es aber nicht nur Großprojekte. In Haselhorst soll bald der Bau von knapp 300 Wohnungen beginnen. Es wird jedoch nicht jeder einziehen können.
Den künftigen Mietern der Wohnungen – direkt an der Spandauer Havelpromenade, gegenüber der Insel Eiswerder, gelegen – kann schon jetzt ein schöner Ausblick prophezeit werden – mit Blick auf das Wasser. Mit den CCC-Filmstudios als direkte Nachbarn wird vielleicht auch der ein oder andere Filmstar gesichtet.
Neubauprojekt Spandau in Holz-Hybrid-Bauweise
Das Neubauprojekt in der Daumstraße 57 in Berlin-Spandau soll elf Gebäude mit insgesamt 286 Wohnungen umfassen. Die Häuser zeichnen sich durch eine besondere Bauweise aus. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bewirbt das Projekt als „ein Quartier in Holz-Hybrid-Bauweise, das in seiner Erscheinung an alte Wikingerdörfer erinnert“.
Auch die Freiraumgestaltung solle skandinavisch wirken und sehe Pflanzen aus Nordeuropa vor. Die Grünflächen und Höfe sollen offen zugänglich sein und damit auch der Allgemeinheit als Erholungsort dienen.
Das Erscheinungsbild als Wikingerdorf kann Michael Divé, Sprecher der für den Bau verantwortlichen Buwog Bauträger GmbH, nicht bestätigen. Die Holz-Hybrid-Bauweise hingegen schon. „Das Konzept für das Quartier in der Daumstraße sieht attraktives Wohnen für unterschiedliche Bedürfnisse vor.“ Sowohl für Singles als auch für Familien soll es Wohnungen in kleiner, mittlerer oder großer Größe geben.
Wohnen in Spandau – von Eigentumswohnungen bis Maisonette
Im Quartier sind Eigentumswohnungen in verschiedenen Ausstattungen geplant. Vom Reihenhaus über klassischen Geschosswohnungsbau bis zu Maisonette-Wohnungen soll es unterschiedliche Wohnungstypen geben, teilt Divé mit.

Einst wurde in den drei Gebäude direkt an der Havel Getreide für die Wehrmacht gespeichert. Heute befinden sich in den Häusern Luxuswohnungen mit Blick aufs Wasser.
Jessica NeumayerZusätzlich sind noch fünf Gewerbeeinheiten und eine Tiefgarage mit 160 Parkplätzen auf dem rund 21.000 Quadratmeter großen Baugrund geplant. Das Projekt wird, wie schon die Quartiere Waterkant und Insel Gartenfeld, autoarm geplant, „sodass der Freiraum für wohnbegleitende Qualitäten gut genutzt werden kann.“
Luxuswohnungen im ehemaligen Wehrmachtspeicher in Spandau
Das Neubauprojekt in Haselhorst ist das zweite Projekt der Buwog in unmittelbarer Nähe der Insel Eiswerder. Auch im Quartier Speicherballett, quasi direkt gegenüber an der anderen Uferseite der Havel, entstehen Luxuswohnungen in Verantwortung des Immobilienunternehmens.
Die Besonderheit am Speicherballett ist, dass alte Wehrmachtspeicher für Getreide zu Wohnungen umgebaut werden. Zwei der drei denkmalgeschützten Speicher wurden unter Auflagen des Denkmalschutzes saniert. Der dritte wurde originalgetreu nachgebaut. Ende 2024 sollen die Hälfte der Wohnungen fertig und bezogen sein.
Zum Quartier Speicherballett gehören ebenfalls die Projekte Havelbogen, Havelgalerie und Havelkiesel in der Parkstraße. Auch hier werden Eigentumswohnungen angeboten, die voraussichtlich noch 2024 fertiggestellt werden.
Der Bau am östlichen Havelufer beginnt dagegen gerade erst. Die Vorbereitungen laufen derzeit, bestätigt der Sprecher der Buwog. „Diese beinhalten in Abstimmung mit dem Bezirksamt auch kleinere Umplanungen zur Projektoptimierung vor dem Baustart.“ Die ersten Bagger sollen dann voraussichtlich 2025 rollen. Die Fertigstellung ist nach jetziger Planung für 2028 vorgesehen.

