Bürgermeisterwahl Fredersdorf-Vogelsdorf 2023
: Was die Wähler vor der Wahl wissen sollten

Am 24. September ist in Fredersdorf-Vogelsdorf Bürgermeisterwahl. Es gibt vier Kandidaten. Am frühen Abend werden die Ergebnisse erwartet. Fraglich ist, ob der neue Bürgermeister dann schon feststeht.
Von
Dirk Nierhaus
Fredersdorf-Vogelsdorf
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Knapp 12.000 Wahlberechtigte sind am 24. September in Fredersdorf-Vogelsdorf aufgerufen, den nächsten Bürgermeister zu küren.

Jan Woitas/dpa

Am Sonntag (24. September) wählen die Fredersdorfer und Vogelsdorfer einen neuen Bürgermeister. Mit Amtsinhaber Thomas Krieger (CDU), Janina Meyer-Klepsch, Falk Wilhelm und Stephan Henf stehen vier Kandidaten zur Wahl. Die Amtszeit des neuen Bürgermeisters beginnt am 1. Februar 2024.

Knapp 12.000 Wahlberechtigte ab 16 Jahren sind in Fredersdorf-Vogelsdorf aufgerufen, ihre Stimme für einen Kandidaten abzugeben. Unser Medienhaus hat am 20. September mit Wahlleiter Henri Wiedmann darüber gesprochen, was die Wähler wissen sollten, wann das Endergebnis vorliegt und was zudem rund um die Bürgermeisterwahl noch wichtig ist.

Zwölf Wahllokale an drei Standorten

Die Wahllokale sind laut Wiedmann am 24. September von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Die Stimmabgabe ist in insgesamt zwölf Wahllokalen an drei Standorten in den Ortsteilen der Gemeinde möglich: Fünf Wahllokale befinden sich in der neuen Oberschule in der Landstraße 40 in Fredersdorf-Nord, vier in der Fred-Vogel-Grundschule in der Tieckstraße 38 in Fredersdorf-Süd sowie drei in der Kita Sonnenschein in der Mittelstraße 36 in Vogelsdorf. Die Stimmen der Briefwähler werden in vier sogenannten Briefwahllokalen im Rathaus ausgezählt.

Nach Schließung der Wahllokale beginnt sofort die Auszählung der Stimmen. „Wir gehen davon aus, dass das vorläufige Endergebnis gegen 19.30 Uhr vorliegt“, sagt Henri Wiedmann auf Nachfrage. Das endgültige Wahlergebnis stellt der Wahlausschuss erst in seiner Sitzung am Montagabend, 25. September, fest.

Ob nach dem ersten Wahlgang schon feststeht, wer neuer Bürgermeister wird, ist fraglich. Nur wenn ein Kandidat mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen erhält und gleichzeitig das Quorum von mindestens 15 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten – das sind etwa 1800 – erreicht, ist er oder sie gewählt.

Mögliche Stichwahl am 8. Oktober

Knackt niemand die 50-Prozent-Hürde, kommt es zwei Wochen später am Sonntag, 8. Oktober, zur Stichwahl zwischen den zwei Kandidaten, die in der ersten Runde am meisten Stimmen erreicht haben. Neuer Bürgermeister wird, wer von beiden die meisten Voten auf sich vereint. Das müssen jedoch wieder mindestens 15 Prozent aller möglichen Stimmen, also 1800, sein. Sind es weniger, entscheidet final die Gemeindevertretung, wer nächster Bürgermeister von Fredersdorf-Vogelsdorf wird. Sie könnte dann auch eine Person wählen, die jetzt nicht kandidiert.

„Nutzen Sie Ihr demokratisches Grundrecht und gehen Sie wählen“, ruft Wiedmann die Fredersdorfer und Vogelsdorfer auf. Seine Mannschaft und er hofften auf eine Wahlbeteiligung von um die 60 Prozent, damit der neue Rathaus-Chef eine gute Legitimation hat. „Wir wären schon traurig, wenn wir unter 50 Prozent bleiben“, sagt der Wahlleiter. So war das bei der Bürgermeisterwahl 2015. Damals lag die Wahlbeteiligung bei rund 44 Prozent.

Mehrere Bürgermeisterwahlen in Brandenburg

Am 24. September wird im Land Brandenburg übrigens nicht nur in Fredersdorf-Vogelsdorf ein neuer Bürgermeister gewählt. Auch in Beeskow (Oder-Spree) und Witt­stock (Ostprignitz-Ruppin) wird ein neuer Rathaus-Chef gesucht.