Beim jüngsten Treffen von Bund und Ländern (MPK) zur Corona-Lage wurde entschieden, dass in der Gastronomie bundeseinheitlich die Regel 2G Plus gelten soll. Auch Brandenburg will die Regel umsetzen. Doch hat das Land entschieden, hier einen Sonderweg zu gehen und die 2G+ Bestimmungen an weitere Kriterien zu knüpfen. Genauere Infos gibt es hier:
Trotz der MPK-Entscheidung wollen nicht alle Länder bei dieser Maßnahme mitgehen – Sachsen-Anhalt und Bayern bleiben beispielsweise in der Gastronomie bei 2G. In Sachsen gilt 2G+ in der Gastronomie im Innenbereich, draußen soll aber weiter 2G gelten.
  • Ab wann soll 2G+ in Brandenburg gelten?
  • Wird die Regel nur in der Gastronomie greifen, oder auch in anderen Bereichen?
  • Was bedeutet 2G+ genau?
  • Welche Ausnahmen von der Regel gibt es?

2G Plus in Brandenburg: Ab 17.1. gilt die Corona-Regel in der Gastronomie

Brandenburg führt die 2G-plus-Regelung in der Gastronomie ein und setzt damit einen entsprechenden Beschluss von Bund und Ländern um. Damit haben ab Montag nur Geimpfte oder Genesene mit einem negativen Corona-Test oder Personen mit Booster-Impfung Zutritt zu Restaurants, Kneipen oder Bars.

Was bedeutet 2G Plus?

2G Plus bedeutet, dass der Zugang nur für Geimpfte und Genesene möglich ist – die aber zusätzlich noch einen negativen Test brauchen. Es ist also 2G plus Test gemeint. Der Test kann ein Antigentest sein. Die 2G+ Regel entfällt für Personen, die bereits eine Booster-Impfung bekommen haben. Der Booster zählt ab dem Tag, an dem die Spritze gegeben wurde. Es muss also nicht 14 Tage gewartet werden.
Ausgenommen von der Testpflicht sind auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die vollständig geimpft oder nachweislich genesen sind. Nichtimmunisierte Kinder und Jugendliche können ihren Nachweis im Rahmen der Schul-Testung vorlegen. Kinder unter sechs Jahren benötigen gar keinen Nachweis.

Schnelltests: Welcher Nachweis ist zulässig?

Maximal 24 Stunden darf beim Zutritt ins Restaurant der Schnelltest alt sein. Zulässig sind neben den kostenfreien Bürgertests auch solche, die im Rahmen einer betrieblichen Testung durch ausgebildetes Personal durchgeführt werden. Auch ein Selbsttest vor Ort unter Aufsicht der Gastwirte ist zulässig.

2G Plus in Brandenburg: Gilt die Regel auch in anderen Bereichen?

Bisher hat die Landesregierung nur angekündigt, dass 2G+ in allen gastronomischen Betrieben gelten soll. Dazu gehören auch Restaurants in Freizeiteinrichtungen wie Tierparkts und Spaßbädern. Von der Regel ausgenommen sind hingegen Restaurants mit To-Go-Betrieb, Mensen, Kantinen sowie Raststätten.
Brandenburgs Nachbarn gehen bei dieser Regelung zum Teil ihre eigenen Wege: Sachsen-Anhalt wird 2G+ in der Gastronomie nicht umsetzen. Sachsen hingegen geht noch weiter und führt 2G+ auch in Hotels und Fitnessstudios ein. Mehr Infos zu den Corona-Regeln im Freistaat Sachsen lest ihr hier nach.

Corona-Regeln in Brandenburg: Was noch gelten soll

Das Kabinett will die Corona-Schutzverordnung überarbeiten und neue Maßnahmen beschließen.
Neben der 2G-Plus-Regel soll auch eine FFP2-Maskenpflicht in Brandenburg kommen. Wo die gelten soll und warum diese Masken besonders gut schützen erfahrt ihr hier.

Neue Corona-Regeln in Brandenburg: Das sagt MP Woidke

„Das neue Jahr beginnt leider, wie das alte zu Ende ging: Mit einer notwendigen Anpassung unserer Eindämmungsverordnung. Wir haben uns nach den Beschlüssen der MPK vor einer Woche ein paar Tage Zeit genommen und noch Details beraten - und mit Berlin abgestimmt. Auch das ist wichtig für die Akzeptanz der Maßnahmen. Nur damit und mit Impfen werden wir die Pandemie besiegen. Und ich bin sicher: Wir werden das schaffen. Dank der Impfungen brauchen wir trotz der hohen Infektionszahlen keinen Lockdown wie vor einem Jahr. Wir sind heute in einer besseren Lage als im Winter 2021. Ich begrüße ausdrücklich die vom Bund beschlossenen kürzeren Quarantänezeiten, denn hohe Infektionszahlen können zu erheblichen Personalausfällen durch Erkrankung oder Quarantäne führen. Die Verkürzung kann auch die Kritische Infrastruktur entlasten. Die Booster-Impfung ist der beste Schutz gegen die Omikron-Variante und für Freiheitsrechte. Aber auch eine Erstimpfung schützt nach Aussage der Experten bereits vor einer schweren Erkrankung. Die Impfkampagne muss also fortgeführt werden. Ich bedanke mich bei allen, die dabei mithelfen."
Mehr zum Thema Corona und die Folgen für Brandenburg und Berlin lesen Sie auf unserer Themenseite.
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