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: Wissen und Freizeit – MS Wissenschaft lädt zu Forschungsreise

Wissen vom Schiff: Wie können wir mit Erdwärme heizen, aus Abgas Treibstoff gewinnen? Um Energie der Zukunft geht es auf dem Schiff MS Wissenschaft in Berlin und Potsdam. Der Besuch mit Kind lohnt sich.
Von
Maria Neuendorff
Berlin
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Die MS Wissenschaft steuert zwischen Mai und September rund 30 größere und kleinere Städte in Deutschland an. Derzeit ankert es in Berlin, ein paar Schritte vom S-Bahnhof Friedrichstraße entfernt.

Maria Neuendorff
  • Die MS Wissenschaft ist ein Frachtschiff mit einer Ausstellung über Zukunftsenergien in Berlin und Potsdam.
  • 30 Mitmachstationen erklären u.a., wie Erdwärme genutzt wird und grüner Wasserstoff entsteht.
  • Die Ausstellung ist für Kinder ab 12 Jahren und Schulklassen geeignet; Eintritt kostenlos.
  • Geöffnet täglich von 10 bis 18.30 Uhr, Sonderführungen ab 10 Personen buchbar.
  • Diskussionsveranstaltung am 16. Mai über Fusionsenergie.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Schiffbauerdamm an der Friedrichstraße in Berlin hat ein besonderer Dampfer angelegt. Die MS Wissenschaft ist ein umgebautes Frachtschiff. Unter Deck hat es viel Wissen geladen. 30 Mitmachstationen, an denen man lernt, wie zum Beispiel ein Stromspeicher im Meer funktioniert, wie grüner Wasserstoff erzeugt wird und in welchen Regionen Deutschland gut mit Erdwärme geheizt werden könnte.

Wie heiß es im Erdinneren ist, können Besucher der temporären Ausstellung zu Zukunftsenergien am eigenen Leib erfahren. An einer Weltkugel kann man Punkte und Länder rund um den Globus anschalten. Wer seine Hand auf die entsprechende Stelle legt, kann fühlen, wie warm es dort wird. An einer anderen Station fahren ein E-Auto und ein Wasserstoff-Auto um die Wette.

Ausstellung eignet sich für Kinder ab zwölf Jahren

Durch die spielerischen Elemente eignet sich die kostenlose Ausstellung besonders für Familien und Schulklassen mit Kindern ab einem Alter von zwölf Jahren. „Ich freue mich über jeden, der hier ein Stück weit klüger herausgeht, als er hineingekommen ist“, sagte Dorothee Bär. Die frisch gebackene Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt eröffnete am Mittwoch (14.5.) persönlich die mobile Ausstellung, die bis September durch Deutschland tourt.

Welches hohe Gut Wissenschaftskommunikation sein kann, erfährt die CSU-Politikerin gerade auch in ihrer bayrischen Heimat Bad Kissingen. „Das ist der ländlichste Wahlkreis, den wir überhaupt haben, und dort muss ich sehr stark erklären, warum ich plötzlich Raumfahrtministerin bin“, berichtet die 47-Jährige.

Denn die Herausforderungen der Menschen vor Ort seien andere. „Da geht es darum, ob die Pendlerpauschale erhöht wird, und nicht, ob wir zum Mond fliegen.“ Doch wenn sie erkläre, dass die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ihre feuerfesten Schutzanzüge nur hätten, weil diese aufgrund der Raumfahrt überhaupt erst erfunden wurden, dann sei das ein ganz positives Signal, was Wissenschaft leisten könne - nicht nur für die Großstädte, sondern für alle 84 Millionen Bürger, betonte die Ministerin.

So will die Politik mit der MS Wissenschaft, die seit Sommer 2012 im Auftrag des Bundesministeriums durch ganz Deutschland schippert und schon am 19. Mai in Potsdam anlegt, vor allem auch Akzeptanz in der Bevölkerung für neue Technologien schaffen und Ängste abbauen.

Im Frachtraum der umgebauten MC Wissenschaft gibt es 30 Mitmach-Stationen wissenschaftlicher Institutionen.

Im Frachtraum der umgebauten MC Wissenschaft gibt es 30 Mitmach-Stationen wissenschaftlicher Institutionen.

Maria Neuendorff

„Kann durch Geothermie das Trinkwasser verschmutzt werden? Oder ein Erdbeben ausgelöst werden?“, lauten zwei Fragen an der Station, die sich mit der Gewinnung von Erdwärme beschäftigt. Wer die Holzschilder beiseite schiebt, wird beruhigt und darüber aufgeklärt, wie sorgsam Bohrungen, Leitungen und Seismografen überwacht werden.

Viele interaktive Bildschirme sind angereichert mit realen Modellen von Blockheizkraftwerken, Windrädern und Biogasanlagen. So kann man auch einen Bioenergiepark erkunden, mit dessen erzeugter grüner Energie man täglich 450.000 Millionen Handys laden könnte.

CO₂-Ausstoß durch Video-Streaming

Ob das Essen-Erwärmen in der Mikrowelle inzwischen weniger verbraucht als das Video-Streamen oder die ChatGPT-Abfrage, soll erraten werden. „Wäre das Internet ein Land, hätte es den sechsthöchsten CO₂-Ausstoß weltweit“, heißt es auf der Erklär-Tafel der Mitmachstation.

Die Exponate stammen direkt aus der Forschung und werden unter anderem von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft sowie der Max-Planck-Gesellschaft zur Verfügung gestellt.

Das Institut für Thermodynamik der Technischen Universität in Graz hat ein Modell zur nachhaltigen Schifffahrt beigesteuert. Dass man sich selbst auf einem Schiff befindet, merkt man unter Deck in dem fensterlosen Ausstellungsraum leider nicht mehr.

MS Wissenschaft – Veranstaltungen an Deck

Wer zusätzlich an Bord der MS Wissenschaft Spree-Flair genießen will, kann am Freitag, 16. Mai, von 18 bis 19.30 Uhr die Diskussionsveranstaltung „Fusionsenergie – Fortschritt, Herausforderungen und Visionen“ besuchen. Dann geben vier Forschende oben an Deck Einblicke in den Stand der Technik. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Stationen und Öffnungszeiten

Die MS Wissenschaft ist täglich von 10 bis 18.30 Uhr (für Schulklassen ab 9 Uhr) geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Berlin-Mitte: Anlegestelle: Schiffbauerdamm zwischen Bahnbrücke Friedrichstraße und Marschallbrücke bis 18. Mai 2025.

Potsdam: Anlegestelle: Yachthafen, am Ende der Kastanienallee 19. bis  21. Mai, 10 bis 18.30 Uhr (am 19.5. erst ab 12 Uhr),

Täglich um 17 Uhr, am Wochenende sowie feiertags zusätzlich 11 Uhr gibt es kostenlose Führungen.  Ab zehn Personen ist eine Anmeldung unter der jeweiligen Station auf ms-wissenschaft.de/tour erforderlich.

Informationen zu Abweichungen auf einen Blick: ms-wissenschaft.de/tour