• Welche Corona-Regeln beschließen Bund und Länder bei der MPK heute am 24.01.2022?
  • Und welche Maßnahmen leitet Brandenburg daraus ab?
  • Ministerpräsident Dietmar Woidke gibt im Anschluss an den Corona-Gipfel ein Statement ab

Statement von Ministerpräsident Dietmar Woidke zu neuen Corona-Regeln in Brandenburg

Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach haben heute, am Montag (24. Januar), gemeinsam mit den Länderchefs beim Corona-Gipfel über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Die Coronazahlen und Inzidenzwerte steigen in weiten Teilen Deutschlands weiter an. Die meisten der nachgewiesenen Neuinfektionen gehen auf die Omikron-Variante zurück. Doch welche Maßnahmen helfen gegen die fünfte Welle und die weitere Ausbreitung des Coronavirus? Und was gilt zukünftig in Brandenburg – kommen neue Corona-Regeln? Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke will sich erneut im Anschluss an die MPK zu den Beschlüssen äußern.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält frühestens im Februar eine Perspektive für Lockerungen der Corona-Regeln für denkbar. „Wir sind (...) sicher, das sagen auch die Experten, dass im Februar der Höhepunkt erreicht sein kann und dass wir - wir treffen uns das nächste Mal am 16. Februar - dann wahrscheinlich auch über Öffnungen nicht nur reden, sondern hoffentlich auch Öffnungen beschließen können“, sagte Woidke am Montag nach Beratungen der Länder-Regierungschefs mit Kanzler Olaf Scholz (SPD). Dafür müsse aber die Situation in den Krankenhäusern in den Blick genommen werden. Brandenburg hat unter den Flächenländern inzwischen die höchste Corona-Inzidenz.
Woidke sieht derzeit keine Notwendigkeit für geänderte Regeln. „Wir haben eine Eindämmungsverordnung, die hat sich bewährt“, sagte er. Bund und Länder haben vereinbart, zunächst auf schärfere Maßnahmen zu verzichten. In Brandenburg gelten seit dem 17. Januar strengere Corona-Regeln. Dazu zählt die 2G-plus-Regel für den Besuch von Gaststätten, die bei einer Entspannung der Lage in Krankenhäusern ausgesetzt wird. Der Regierungschef rief zu Booster-Impfungen auf.
Der Städte- und Gemeindebund indes rief die Bürger wie Woidke zum Impfen auf. „Die Lage ist besorgniserregend“, sagte Geschäftsführer Jens Graf am Montag nach der Präsidiumssitzung. Angesichts der Gefahr schwerer Verläufe für Ungeimpfte und möglicher Versorgungsengpässe in den Krankenhäusern sollten Bürger die kommunalen Angebote in den Impfzentren sowie von mobilen Impfteams unbedingt nutzen. Damit Schulen und Kindertagespflege trotz der Omikron-Welle offen bleiben könnten, gelte dies auch für Kinder und Jugendliche.
Knapp 1,7 Millionen Brandenburgerinnen und Brandenburger verfügen über eine Grundimmunisierung gegen Corona, das entspricht 66,8 Prozent der Bevölkerung. Bundesweiter Durchschnitt sind laut RKI allerdings 73,4 Prozent.

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In Brandenburg haben Potsdam und die Uckermark mit Sieben-Tage-Inzidenzen von mehr als 1600 die höchsten Zahlen. Für den Kreis Oberspreewald-Lausitz dagegen wurde die Inzidenz am Montag mit 511,1 angegeben. Brandenburgs Gesundheitsämter meldeten landesweit 1332 neue Corona-Fälle an einem Tag, wie das Institut mitteilte. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich 301.927 Brandenburgerinnen und Brandenburger angesteckt.

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