Wirtschaftsforum in Brandenburg: Klingbeil und Reiche in Bad Saarow erwartet

Lars Klingbeil (SPD), Vize-Kanzler und Bundesminister für Finanzen, und Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, werden in Bad Saarow zum Ostdeutschen Wirtschaftsforum eintreffen. Der jährliche Kongress widmet sich 2025 hochaktuellen Themen.
Kay Nietfeld/dpa- Vize-Kanzler Lars Klingbeil (SPD) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) beim OWF in Bad Saarow.
- Thema: Energiepreise senken, Bürokratie abbauen, Energiewende neu ausrichten.
- Reiche und Klingbeil sprechen über Wirtschaftspolitik, Klimaneutralität und Rezession.
- Brandenburgs Ministerpräsident Woidke und Manuela Schwesig (SPD) auch dabei.
- Bundeskanzler Merz fehlt wegen Papst-Amtseinführung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es ist die zweite Woche der neuen Bundesregierung unter der Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Insbesondere die krisengeplagte Wirtschaft hegt hohe Erwartungen. Erste Umrisse der neuen Wirtschaftspolitik haben der Kanzler als auch die neue Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), eine gebürtige Brandenburgerin, schon umrissen: Energiepreise sollen runter und die Bürokratie verschlankt werden.
Die Ministerin plant zudem eine Neuausrichtung der Energiewende und meint damit auch, neue Gaskraftwerke zu bauen. Laut Koalitionsvertrag geht es um Kapazitäten von 20 Gigawatt, was nicht unumstritten ist.
Konferenz im Zeichen der Rezession und globaler Konflikte
Weitere Konturen der neuen Energiepolitik könnten am Montag (19.5.) folgen, wenn Katherina Reiche in Bad Saarow auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum (OWF) eine Keynote halten wird. Es wird die erste große Wirtschaftskonferenz seit Regierungsbildung sein, bei der sich Vertreterinnen und Vertreter der höchsten Ebene der Bundesregierung versammeln. Nach Reiche am Montag werden Vize-Kanzler Lars Klingbeil (SPD) und die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) am Dienstag (20.5.) öffentlich auftreten.
Auch landespolitische Prominenz wird erwartet: Neben Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wird die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), beim OWF sprechen.
Die Konferenz steht ganz im Zeichen der aktuellen Herausforderungen: Rezession, Dekarbonisierung und geopolitische Konflikte.
Die Schwierigkeiten von Krieg und Handelsstreits werden direkt am Sonntag (18.5.), wenn das OWF beginnt, Thema des ersten Diskussionspanels sein. Zu den Teilnehmern gehört Generalleutnant André Bodemann. Er ist Stellvertreter des Befehlshabers Operatives Führungskommando und Kommandeur für Territoriale Aufgaben bei der Bundeswehr. Bodemann ist zuständig für den sogenannten Operationsplan Deutschland – wenn sich also Deutschland und die Nato verteidigen müssen.
Debatte um Zukunft der Industrie in Ostdeutschland
Am Montag soll es unter anderem um die Frage gehen, wie die Transformation hin zur Klimaneutralität zu schaffen ist, ohne Wirtschaftswachstum einzubüßen und eine Deindustrialisierung in Kauf zu nehmen. Hier wird unter anderem Uwe Reinecke mitreden. Er ist Werksdirektor im sächsischen Stahlwerk Riesa, das zuletzt das erste deutsche elektrische Walzwerk, das keine direkten CO2-Emissionen verursacht, eröffnet hat.
Zudem werden Netzbetreiber Mitnetz als auch das Fürstenwalder Versorgungsunternehmen E.dis an einem Podium zur Frage, wie Strom verlässlich günstig werden kann, teilnehmen.
Öffentliches Wiedersehen zwischen Tesla-Vertretern und Jörg Steinbach
Am Dienstag ist zudem ein Wiedersehen zwischen Vertretern des Tesla-Werks in Grünheide und „Mr. Tesla“, Brandenburgs früherem Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD), geplant. Unter dem Thema „Lokale Perspektiven auf eine globale Entwicklung“ soll es um die Bedeutung der Gigafactory für die wirtschaftliche Zukunft in Grünheide und der Region gehen.
In vergangenen Jahren des Ostdeutschen Wirtschaftsforums war Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz (SPD) zu Gast. Sein Nachfolger Friedrich Merz (CDU) wird es jedoch nicht schaffen, da er nach Rom zur Amtseinführung von Papst Leo XIV. reisen wird.
Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum (OWF)
Ins Leben gerufen vom Verleger und Herausgeber Frank Nehring, dient das OWF seit 2016 als wichtige Plattform für Themen rund um den ostdeutschen Wirtschaftsstandort.
In verschiedenen Formaten diskutieren und vernetzen sich Vertreter der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über mehrere Tage.
Prominente Gäste aus der Bundespolitik waren bisher Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz, Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck und Ex-Arbeitsminister Hubertus Heil.
Seit 2021 wird das OWF von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ organisiert.


