Wohnung in Berlin-Spandau
: Luxus in ehemaligen Speichern der Wehrmacht

Ein Ort mit Geschichte wird in Berlin-Spandau zu Wohnraum. Für Besserverdienende wird 2024 ein weiterer Teil des Quartiers Speicherballett fertig. Die Fakten über das Projekt.
Von
Jessica Neumayer
Spandau
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Quartier Buwog Speicherballett

In sechs Bauabschnitten wird das Quartier BUWOG Speicherballett fertiggestellt. Neben den drei ehemaligen Getreidespeichern entsteht auf dem Areal auch Wohnraum mit ganz besonderer Architektur.

Claudia Hechtenberg

Einst waren es historische Lager, nun wurde ein Stück Geschichte zu luxuriösen Eigentumswohnungen umgebaut. Direkt am Wasser und zudem zentral gelegen entsteht das Quartier BUWOG Speicherballett. Dort zu wohnen, kann sich nicht jeder leisten.

Seit drei Jahren wird an der Parkstraße in Berlin-Spandau gebaut. Auf über 46.000 Quadratmetern entsteht in sechs Bauabschnitten ein Wohnquartier mit 690 Wohnungen. „Etwa die Hälfte der Wohnungen werden bis Ende des Jahres 2024 fertiggestellt und bezogen“, bestätigt Michael Divé, Sprecher der BUWOG Bauträger GmbH. Die Finalisierung des gesamten Baus sei für 2026 geplant.

Luxuswohnungen in historischem Ambiente in Spandau

Namensgebend für das Quartier am Havelufer, abgehend von der Neuendorfer Straße, ist der historische Hintergrund des Geländes. Im Zweiten Weltkrieg dienten die drei großen Getreidespeicher direkt am Havelufer der Versorgung der Wehrmacht. Während des Kalten Krieges wurden die Speicher als Notversorgung für die Bevölkerung im Westen von Berlin genutzt.

Neben diesen ehemaligen Speichern, die in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde saniert und zu Wohnraum umgestaltet wurden, gehören zum gesamten Areal auch die Gebäude „Havelspeicher“ und „Havelkiesel“. Im direkt am Wasser liegenden „Havelspeicher“ sind alle Wohnungen schon vergeben. Ebenso in einem der drei runden Gebäuden namens „Havelkiesel“. Die zwei weiteren Gebäude in Tropfenform mit über 60 Wohneinheiten sollen jedoch bald in den Vertrieb gehen.

Erwerbbare Wohnungen gibt es derzeit in den Komplexen „Havelgalerie“ sowie „Havelbogen“. Vom Gebäude „Havelbogen“, direkt neben den historischen Speichergebäuden, bietet sich ein offener Blick auf die Havel. Das Objekt liegt direkt gegenüber der Insel Eiswerder.

Das Mehrfamilienhaus am nördlichen Ende der Siedlung zeichnet sich durch eine besondere Architektur mit grünen, geschwungene Außenwänden aus. Diese bilden einen Kontrast zu den geraden Kanten der historischen Speicher nebenan. Ein ähnliches Gebäude begrenzt die Siedlung auch am südlichen Ende.

Die jüngst in den Vertrieb gegangen 44 Eigentumswohnungen im „Havelbogen“ mit ein bis fünf Zimmern sind zwischen 43 bis knapp 170 Quadratmeter groß. „Dadurch entstehen möglichst verschiedene Wohnangebote für unterschiedliche Wohnbedarfe und Zielgruppen von Singles, Studierenden über Paare und Familien bis zu älteren Menschen mit besonderem, zum Beispiel barrierefreiem, Wohnbedarf“, erläutert Divé.

Kaufpreis der Wohnungen liegt bei über einer Million Euro

Wohnen am Wasser in idyllischer Lage, dennoch öffentlich gut angebunden sein und in unmittelbarer Nähe zu sozialen Einrichtungen, wie zum Beispiel das Vivantes Klinikums, zu leben, kostet jedoch auch etwas. Eine Drei-Zimmer-Wohnung beginnt im Quartier bei einem Kaufpreis von fast 650.000 Euro. Für eine Vier- oder Fünf-Zimmer-Wohnung liegt der Preis bei 900.000 Euro bis über eine Million Euro.

Ähnlich sieht es mit dem Angebot in der „Havelgalerie“ mit insgesamt 130 Wohnungen aus. Der Preis für eine Vier-Zimmer-Wohnung mit 105 Quadratmetern liegt bei knapp 6000 Euro pro Quadratmeter.

Quartier BUWOG Speicherballett

Harte Kanten der ‚Havelgalerie‘ treffen auf abgerundete Wände der „Havelkiesel“. Im Quartier BUWOG Speicherballett sollen insgesamt 690 Wohnungen sowie eine Kita, ein Café und eine Seniorenresidenz entstehen.

Claudia Hechtenberg

Jede Wohnung hat einen Balkon, eine Loggia, eine Terrasse oder einen Privatgarten mit Blick auf die Havel oder den begrünten Innenhof. Auch die Ausstattung der Wohnungen ist eher luxuriös, mit Fußbodenheizung und Vinylfußböden in Eichen-Optik sowie einer hochwertigen Keramik-Ausstattung im Bad mit teilweise frei stehender Badewanne.

Soziale Einrichtungen im Quartier Speicherballett

Das Quartier wird von den Entwicklern als Mischung aus Wohnen und sozialer Infrastruktur angepriesen. Im Zuge der Quartiersentwicklung entstehe auch ein Café, eine Kita und ein für Seniorinnen und Senioren konzipiertes Gebäude mit barrierefreien Apartments sowie zwei Demenz-Wohngruppen und einer Tagespflege. Residenz inklusive Pflegedienst werden voraussichtlich im Frühjahr 2025 eröffnet, teilt Divé mit.

Das Quartier Speicherballett ist derzeit nicht das einzige Bauprojekt für Eigentümer und Eigentümerinnen im Spandauer Bezirk Hakenfelde. Im Frühjahr 2024 sind ebenfalls Luxuswohnungen und Reihenhäuser im Wohnquartier „Havelmarina“ fertig geworden. Wohnungen mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten, wie unter anderem eine Sauna oder eine Kletterwand, können seit diesem Jahr auch im Havelufer-Quartier bezogen werden.

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