Wohnen in Spandau: Mieten werden teurer – wen die Erhöhung am härtesten trifft

Im Bezirk Berlin-Spandau stehen viele Mietwohnungen. Ab 2025 müssen die Mieter mehr zahlen. In welchem Quartier es die Menschen am schlimmsten trifft.
Wolfgang Kumm/dpa- Ab 2025 steigen die Mieten in Berlin-Spandau um bis zu 10%.
- Besonders betroffen: Quartier Spektegrünzug (9,83% Anstieg).
- Senatsanfrage von Niklas Schenker (Linke) zeigt betroffene Quartiere.
- Gewobag-Mieten in Heerstraße/Maulbeerallee steigen um 9%.
- Mieterhöhungen wegen gestiegener Modernisierungs- und Instandhaltungskosten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ab 2025 werden viele Menschen in Berlin mehr Geld für ihre Wohnungen ausgeben müssen. Sowohl private Vermieter als auch landeseigene Wohnungsunternehmen haben Mieterhöhungen angekündigt. Spandau ist davon mit am härtesten betroffen.
Welche Bezirke und Wohnquartiere in Berlin die Erhöhungen wie hart treffen, wollte kürzlich der Abgeordnete Niklas Schenker (Linke) wissen. Er stellte eine schriftliche Anfrage an den Berliner Senat. Die Antwort dürfte vor allem in Spandau nicht gut ankommen.
Berlin: Mieterhöhungen in Spandau von fast 10 Prozent
Schenker hatte konkret gefragt, welche Siedlungen ab einer Größe von 300 Wohneinheiten von welcher durchschnittlichen Mieterhöhung durch Gewobag, Degewo, Howoge und Gesobau betroffen sein werden. Berlinweit am schlimmsten trifft es das Quartier Spektegrünzug zwischen Neustaaken und dem Falkenhagener Feld. Hier soll die Miete im Durchschnitt um 9,83 Prozent ansteigen.
Die Degewo bleibt mit ihren geplanten Mieterhöhungen berlinweit unter 6,5 Prozent, die Gesobau unter 6 Prozent. Die Howoge-Mieter der Thermometer-Siedlung in Steglitz-Zehlendorf müssen ab 9,80 Prozent mehr zahlen.
Berlin-Spandau: Höhere Mieten für Gewobag-Wohnungen
Die Gewobag zieht ebenfalls ihre Mietpreise in Spandau an. Als Begründung führt die Wohnungsbaugesellschaft wirtschaftliche Rahmenbedingungen, wie gestiegene Modernisierungs- und Instandhaltungskosten, an. „Auch unsere Ausgaben sind in den vergangenen Jahren gestiegen, während die Mieten der insgesamt rund 357.000 landeseigenen Wohnungen nahezu unverändert geblieben sind“, teilt die Gewobag auf Nachfrage mit.
„Moderate Mieterhöhungen“ ließen sich daher „leider nicht vermeiden“. Für das Quartier Heerstraße/Maulbeerallee sind durchschnittlich 9 Prozent mehr vorgesehen, für Haselhorst 8,9 Prozent, für die Falkenseer Chaussee knapp 8,6 Prozent, für die Georg-Ramin-Siedlung gut 8,2 Prozent, den Graetschelsteig 7,3 Prozent und für das Quartier Waterkant fast 6 Prozent.
Auch wenn der Anstieg prozentual hoch erscheint: Die Gewobag verweist auf die „durchschnittlich geringen Mietpreise“ ihrer Bestandsgebäude (6,78 Euro pro Quadratmeter). Auch nach der Erhöhung sei die durchschnittliche Nettokaltmiete mit 6,92 Euro pro Quadratmeter „günstiger als die der [...] Schwesterunternehmen“.

