Promis aus Oranienburg: Drei Berühmtheiten aus der Stadt, die jeder kennen sollte

Sänger Tyrell Hagedorn belegte 2026 bei „DSDS“ den dritten Platz. Er ist nicht der einzige gebürtige Oranienburger, der es zu großer Bekanntheit gebracht hat. Welche Promis haben noch ihre Wurzeln in der Stadt?
Christoph Soeder, Rolf Vennenbernd / dpa, Collage: Michael Heider- Drei Promis mit Wurzeln in Oranienburg: Kathrin Angerer, Annett Kruschke und W. Michael Blumenthal.
- Kathrin Angerer: in Oranienburg geboren, prägt Theater und TV, ausgezeichnet mit Alfred-Kerr-Preis 2000.
- Annett Kruschke: in Oranienburg geboren, spielte in „Kein Pardon“ und in Serien wie „Lindenstraße“.
- W. Michael Blumenthal – in Oranienburg geboren: US-Finanzminister 1977 bis 1979, Leitung Jüdisches Museum ab 1997.
- Aus Oranienburg kommen auch Sport- und Musiknamen, etwa Ruder-Olympiasieger Bernd Eichwurzel und Tyrell Hagedorn.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Einen Namen gemacht haben sich viele Oranienburgerinnen und Oranienburger – und das in den unterschiedlichsten Bereichen. Im Sport etwa: Bernd Eichwurzel gewann 1988 in Seoul olympisches Gold im Rudern. Oder in der Musik: Sänger Tyrell Hagedorn trat in diesem Jahr vor die „Deutschland sucht den Superstar“-Jury um Dieter Bohlen und belegte am Ende Platz 3.
Doch auch im Theater und Fernsehen sind Persönlichkeiten aus der Stadt regelmäßig zu sehen. Und die Unterschrift eines Oranienburgers zierte einst sogar US-Banknoten. Ihn und zwei weitere Promis mit Oranienburger Wurzeln stellen wir vor.
Wer die Behörden-Mockumentary „Nine to Five – das Amt“ im ZDF schon gesehen hat, kam an der kettenrauchenden Ur-Berlinerin Doris nicht vorbei. Gespielt wird die Bürgeramt-Mitarbeiterin mit Vorliebe für Leopardenfellmuster von Kathrin Angerer. Es ist die jüngste Rolle in einer langen Filmografie, die neben zahlreichen Krimi-Formaten wie „Polizeiruf 110“ auch Filme wie „Russendisko“ und „Gundermann“ umfasst.
Geboren wurde Kathrin Angerer in Oranienburg
In der deutschen Theaterszene ist die 1970 in Oranienburg geborene Schauspielerin ebenfalls nicht wegzudenken. Nach ihrer Ausbildung zur Facharbeiterin für Schreibtechnik und einer Stelle beim Verband Bildender Künstler der DDR absolvierte Angerer, die in Berlin-Friedrichshain aufgewachsen ist, eine Schauspielausbildung beim Theaterverein „neunzehn neunzig“.

Egal ob Theater, Fernsehen oder Kino: Die in Oranienburg geborene Schauspielerin Kathrin Angerer (r., hier 2012 mit Sylvester Groth in der Volksbühne Berlin) versteht es, ihr Publikum zu begeistern.
Claudia Esch-Kenkel/dpaWas folgte, war ein Engagement an der Berliner Volksbühne. Unter Regisseuren wie Frank Castorf und René Pollesch machte sie sich mit außergewöhnlichen Rollen einen Namen. Für ihre Darstellung in Castorfs Inszenierung „Dämonen“ erhielt sie im Jahr 2000 sogar den Alfred-Kerr-Darstellerpreis. Heute zählt Kathrin Angerer zu den profiliertesten Schauspielerinnen Deutschlands.
Diese Oranienburgerin drehte Kultfilm mit Hape Kerkeling
„Kein Pardon“ von Hape Kerkeling ist Kult. Der Film über den unscheinbaren Peter Schlönzke, der von einer Karriere beim Fernsehen träumt, führt in die absurde Welt deutscher Unterhaltungsshows. Mit dabei ist eine Schauspielerin, deren Wurzeln nach Oberhavel führen: Annett Kruschke. Sie spielte die sympathische Geräuschemacherin Ulla.
Geboren wurde Kruschke am 25. Februar 1964 in Oranienburg. Ihre ersten Kinderjahre verbrachte sie im heutigen Hohen Neuendorfer Ortsteil Borgsdorf. Schon früh schlug sie eine künstlerische Laufbahn ein. Von 1980 bis 1984 studierte sie Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg.
Vor der Kamera stand Annett Kruschke bereits in der DDR. Ihr Debüt gab sie in der DEFA-Produktion „Der Baulöwe“, dem letzten Film mit Rolf Herricht. Auch Engagements an renommierten Bühnen folgten, darunter das Deutsche Nationaltheater Weimar, das Maxim-Gorki-Theater und die Berliner Volksbühne. Wenn sie nicht selbst in eine Rolle schlüpft, arbeitet Annett Kruschke auch als Theaterregisseurin. Zuletzt inszenierte sie Stücke am Theater Vorpommern in Stralsund.

Von Oranienburg auf die Bühnen Deutschlands: Schauspielerin und Regisseurin Annett Kruschke (l., mit Stephan Schad 2013 bei den Festspielen in Bad Hersfeld)
Uwe Zucchi/dpaDem deutschen Fernsehpublikum dürfte Kruschke aber vor allem aus zahlreichen Serien bekannt sein. Die 62-Jährige spielte in populären Formaten wie der „Lindenstraße“, „Rote Rosen“ oder „In aller Freundschaft“. Auch in bislang sechs Ausgaben der Krimi-Reihe „Polizeiruf 110“ war sie zu sehen.
Von Oranienburg ins Weiße Haus
Ein Finanzminister der Vereinigten Staaten, der aus Oranienburg stammt? Ja, den gibt es: W. Michael Blumenthal. Es ist wohl eine der bemerkenswertesten Biografien, die mit der Stadt in Oberhavel verknüpft ist. Ihren Anfang nahm sie am 3. Januar 1926, als Blumenthal als Sohn eines Textilkaufmanns in Oranienburg geboren wurde. Als er drei Jahre alt war, zog die Familie nach Berlin.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten veränderte sich das Leben der jüdischen Familie dramatisch. 1938 wurde Blumenthals Vater Ewald ins KZ Buchenwald verschleppt. Nach seiner Freilassung gelang den Blumenthals 1939 die Flucht nach Shanghai. 1947 wanderte der gebürtige Oranienburger in die USA aus. Er studierte an der renommierten Princeton University und arbeitete zunächst als Dozent für Volkswirtschaftslehre. Später machte er Karriere in der Wirtschaft und als Berater der US-Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson.

Ein Oranienburger mit Weltrang: W. Michael Blumenthal im Dezember 2025, kurz vor seinem hundertsten Geburtstag, in Berlin
Jens Kalaene/dpaDen Höhepunkt seiner politischen Laufbahn erreichte W. Michael Blumenthal – das W steht übrigens für Werner – 1977: Präsident Jimmy Carter holte ihn als Finanzminister in sein Kabinett. Bis 1979 bekleidete Blumenthal das Amt. Während seiner damaligen Amtszeit herausgegebene US-Banknoten tragen also die Unterschrift des gebürtigen Oranienburgers.
1997 übernahm er die Leitung des Jüdischen Museums Berlin, dessen Aufbau er entscheidend mitprägte. Bis 2014 stand er an der Spitze des Hauses. Im Januar 2026 feierte W. Michael Blumenthal seinen 100. Geburtstag.



