Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026
: Aktuelle Umfrage - Wer mit wem regieren könnte und auch will

In wenigen Wochen wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Wie sehen die neuesten Umfragen aus und wer würde mit wem koalieren?
Von
Daniel Steiger
Magdeburg
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Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt: ARCHIV - 20.11.2024, Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Abgeordnete sitzen im Plenarsaal des Landtages von Sachsen-Anhalt. Dort begann am Morgen zur 77. Sitzung des Landtages. (zu dpa: «Landtag pocht auf Reformen bei ARD und ZDF») Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt der neue Landtag gewählt. Was sagen die aktuellsten Umfragen?

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Am Sonntag, 6. September 2026, wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Der Wahlkampf startet jetzt also in die heiße Phase. Wie sehen die aktuellsten Umfragen aus? Und wer würde mit wem koalieren?

Aktuelle Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

In der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von „Focus Online“ veröffentlicht am 23. Juli 2026 kommen die einzelnen Parteien auf folgende Werte:

  • AfD: 41 Prozent
  • CDU: 24 Prozent
  • Linke: 14 Prozent
  • SPD: 5 Prozent
  • Grüne: 4 Prozent
  • FDP: 4 Prozent
  • BSW: 4 Prozent

Die bisherige schwarz-rot-gelbe Koalition hätte nach diesen Zahlen keine Mehrheit mehr. Aber Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat seinen Willen bekräftigt, die Koalition mit SPD und FDP nach der Landtagswahl fortsetzen zu wollen. Natürlich sei es Aufgabe der Wähler zu entscheiden, aber sein Wunsch sei es, in dieser Konstellation auch in Zukunft weiter regieren zu können, sagte Schulze vor Kurzem in Magdeburg.

Wer will mit wem? - Mögliche Koalitionen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Sechs Wochen vor der Landtagswahl haben die im Landtag vertretenen Parteien ihre Koalitionsoptionen abgesteckt. Ein Bündnis mit der AfD schlossen CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke beim Wahlforum „RND vor Ort“ in Magdeburg aus.

CDU-Ministerpräsident Sven Schulze sagte, er werde sich „politisch von niemandem abhängig machen“. Für die CDU seien Koalitionen „sowohl mit ganz links als auch mit ganz rechts ausgeschlossen“.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund strebt dagegen eine Alleinregierung seiner Partei an. „Wir möchten die erste AfD-geführte Alleinregierung hier in Sachsen-Anhalt möglich machen“, sagte er. Auf die Nachfrage der Moderation, ob damit Koalitionen mit anderen Parteien ausgeschlossen seien, antwortete Siegmund: „In dieser aktuellen Situation schon.“

SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann erklärte, eine Koalition mit der AfD sei ausgeschlossen. Auch mit dem BSW könne er sich ein Bündnis nicht vorstellen. „Über alles andere wird man reden müssen.“

Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz sagte, für ihre Partei seien Koalitionen mit allen demokratischen Parteien grundsätzlich möglich. Mit Blick auf das BSW ergänzte sie jedoch: „Mit dem BSW kann ich es mir im Moment auch schwer vorstellen.“

FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens schloss Koalitionen „ganz rechts, ganz links“ aus.

Linken-Spitzenkandidat Hendrik Lange erklärte, eine Koalition mit der AfD sei „selbstverständlich ausgeschlossen“. Seine Partei werde „alles daran setzen, dass die AfD dieses Land nicht regieren wird“.

(mit Material von dpa)