Neuer Bundestag
: Wer ist der fraktionslose Abgeordnete im neuen Parlament?

Nach der Bundestagswahl 2025 sitzt auch (wieder) ein Abgeordneter des SSW im neuen Bundestag? Wer ist das SSW?
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Landesparteitag SSW: 11.01.2025, Schleswig-Holstein, Schleswig: Stefan Seidler (SSW), fraktionsloser Bundestagsabgeordneter des SSW,, spricht beim Landesparteitag des SSW in Schleswig. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) wurde 1948 als Partei der dänischen Minderheit und der nationalen Friesen in Nordfriesland gegründet. Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Stefan Seidler sitzt als fraktionsloser Bundestagsabgeordneter des SSW ins neue Parlament ein.

Axel Heimken/dpa
  • Neuer Bundestag seit 25. März 2025.
  • Stefan Seidler (SSW) ist fraktionsloser Abgeordneter.
  • SSW: Partei der dänischen und friesischen Minderheiten.
  • SSW erhielt 76.126 Zweitstimmen in Schleswig-Holstein.
  • Sitzverteilung: CDU/CSU: 208, AfD: 152, SPD: 120, Grüne: 85, Linke: 64, fraktionslos: 1.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit dem 25. März 2025 gibt es einen neuen Bundestag. Bei der Wahl am 23. Februar wurde die bisherige Regierung von SPD-Kanzler Olaf Scholz abgewählt und FDP und BSW flogen aus dem Parlament. Wer ist der fraktionslose Abgeordnete im neuen Bundestag?

Die Sitzverteilung im neuen Bundestag

Insgesamt sitzen im neuen Bundestag 630 Abgeordnete. Die Sitzverteilung sieht zwischen den Parteien so aus:

  • CDU/CSU: 208 Sitze
  • AfD: 152 Sitze
  • SPD: 120 Sitze
  • Grüne: 85 Sitze
  • Die Linke: 64 Sitze
  • fraktionslos: 1 Abgeordneter

Das ist der fraktionslose Abgeordnete im neuen Parlament

Als einziger fraktionsloser Abgeordneter geht Stefan Seidler in die neue Legislaturperiode. Er gehört dem SSW an. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) erhielt bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 76.126 Zweitstimmen in Schleswig-Holstein und verbesserte damit ihr Ergebnis von 55.578 Stimmen aus dem Jahr 2021 klar. Der SSW ist als Partei der anerkannten nationalen Minderheiten der Dänen und Friesen aufgrund einer Sonderregelung im Bundeswahlgesetz von der ansonsten geltenden Fünfprozenthürde ausgenommen. Die für sie abgegebenen Zweitstimmen werden bei der Mandatszuteilung auch bei einem Gesamtstimmenanteil unterhalb der Sperrklauselgrenze berücksichtigt. Reicht deren Anzahl rechnerisch zum Erwerb eines oder mehrerer Sitze im Bundestag, kommt die Partei zum Zug.

Der SSW wurde 1948 als politische Interessenvertretung der dänischen und friesischen Minderheiten gegründet. Er versteht sich traditionell als eine soziale und liberale Partei, die sich an politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Skandinavien orientiert. Der SSW ist seit Jahrzehnten im schleswig-holsteinischen Landtag vertreten und war von 2012 bis 2017 an der Landesregierung in Kiel beteiligt. Damals koalierte er mit SPD und Grünen.

Generell verzeichnet der SSW seit etwa 20 Jahren einen allgemein steigenden Wählerzuspruch. Bei der schleswig-holsteinischen Landtagswahl 2021 erreichte er mit 5,7 Prozent sein bisher bestes Landesergebnis. Vor diesem Hintergrund entschied die Partei 2021, sich erstmal seit Jahrzehnten wieder an einer Bundestagswahl zu beteiligen. Bereits dem 1949 gewählten ersten Bundestag hatte ein SSW-Abgeordneter angehört. Er schied 1953 aus dem Parlament aus.

Das ist der neue Bundestag

Und diese Politiker sitzen für die anderen Parteien im Bundestag: