Delay Sports Berlin
: 2025 mit Aufstieg, Rückschlägen und großen Visionen

Ein Aufstieg, diverse Rückschläge und ein Millionenprojekt 2025 prägen das bislang ambitionierteste Jahr in der noch jungen Vereinsgeschichte von Delay Sports.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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Delay Sports - BFC Dynamo: 16.11.2024, Berlin: Fußball: Pokal Berlin, Delay Sports - BFC Dynamo, Achtelfinale, Sportforum Hohenschönhausen, Vereinsgründer Elias Nerlich (l) und Co-Trainer Kevin Pannewitz (r) von Delay Sports geben während des Spiels Anweisungen. Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Links Vereinsgründer und Influencer Elias Nerlich, rechts Trainer Kevin Pannewitz: Delay Sports blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zwischen sportlichem Anspruch und großen Zukunftsplänen zurück.

Soeren Stache/dpa
  • Delay Sports Berlin steigt 2025 in die Bezirksliga auf und plant ein Millionenprojekt.
  • Klub erwarb Gelände von Viktoria Berlin für über 20 Millionen Euro, Stadionbau bis 2028 geplant.
  • Spieler bleiben in der Bezirksliga unbezahlt, Bezahlung erst ab der Landesliga-Teilnahme geplant.
  • Pokal-Aus gegen Regionalligist Hertha 03 Zehlendorf, dennoch sportliches Potenzial gezeigt.
  • Zur Winterpause 2025/26: Platz drei, drei Punkte Rückstand auf den ersten Aufstiegsplatz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gegründet im Jahr 2021 von den Influencern Elias Nerlich und Sidney Friede, hat sich Delay Sports in kürzester Zeit zu einem der spannendsten Fußballprojekte Berlins entwickelt.

Seit der Vereinsgründung ging es Jahr für Jahr eine Liga nach oben. Friede, ehemaliger Profi unter anderem bei Hertha BSC und Wehen Wiesbaden, steht dabei weiterhin regelmäßig selbst auf dem Platz – und verkörpert den sportlichen Anspruch des Klubs.

Das Jahr 2025 wurde für Delay Sports zum nächsten Meilenstein. Sportlich mit einem historischen Aufstieg, strukturell mit einer Entscheidung, die den Verein langfristig verändern soll.

Delay Sports Berlin: Historischer Durchmarsch in die Bezirksliga

Die Saison 2024/25 in der Kreisliga A verlief nahezu perfekt. Delay Sports dominierte die Liga nach Belieben, gewann 29 von 30 Spielen und musste lediglich eine Niederlage hinnehmen. Der souveräne Aufstieg in die Bezirksliga war frühzeitig gesichert. Schon damals wurde deutlich: Delay Sports denkt nicht in kleinen Schritten, sondern plant konsequent nach oben.

Im Sommer folgte die wohl größte Nachricht der noch jungen Vereinsgeschichte. Delay Sports erwarb ein weitläufiges Gelände, das zuvor Viktoria Berlin gehörte. Der Kaufpreis soll im achtstelligen Bereich liegen. „Ich kann euch sagen, dass wir über 20 Millionen da sind, auf über 25 Jahre“, heißt es von Nerlich dazu.

Delay Sports plant einen kompletten Umbau: Ein eigenes Stadion, eine Kunstrasenhalle, moderne Trainingsbedingungen sowie Catering- und Eventflächen sind vorgesehen. Bereits ab 2026 sollen erste Heimspiele dort stattfinden, bis 2028 soll das Projekt vollständig abgeschlossen sein. Für einen Klub aus der Bezirksliga ist das Vorhaben außergewöhnlich – selbst im Berliner Fußball.

Kein Geld für Bezirksliga-Spieler

Trotz der großen Investitionen bleibt der sportliche Kurs klar definiert. Spieler werden in der Bezirksliga weiterhin nicht bezahlt. Erst im Falle eines erneuten Aufstiegs in die Landesliga soll sich das ändern. Elias Nerlich machte zudem öffentlich, wer im Verein Geld verdient. Auf die Gerüchte, dass doch Geld gezahlt werde, entgegnete er in einem Livestream: „Kein einziger Spieler von Delay Sports wird von Delay bezahlt. Wenn doch, soll ich sofort tot umfallen. Ich schwöre auf meinen Tod, keiner bekommt Geld.“

Der Start in die erste Bezirksliga-Saison der Vereinsgeschichte verlief zunächst nicht optimal. Zum Auftakt gab es ein 1:1 gegen Landesliga-Absteiger Wittenauer SC Concordia. Danach fand Delay Sports jedoch schnell in die Spur – und wie. Ein Highlight war das 15:1 gegen den Mitaufsteiger Berliner TSC, der höchste Bezirksliga-Sieg der Vereinsgeschichte. Auch personell hatte sich Delay Sports im Sommer prominent verstärkt.

Unter anderem kamen:

  • Marco Rademacher (Hertha BSC U23, Union Fürstenwalde – Regionalliga Nordost)
  • Lukas Betz, Torwart aus dem Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach und deutscher Kleinfeld-Nationalkeeper
  • Egzon Ismaili, mit Regionalliga-Erfahrung bei Optik Rathenow

Mini-Krise und ein folgenschwerer Fehler bei Delay Sports

Anfang Oktober trennte sich Delay Sports 1:1 vom Spitzenreiter FC Stern Marienfelde II. Kurz darauf folgte die erste sportliche Delle: eine überraschende 0:2-Niederlage gegen den BSV Heinersdorf, der eher im unteren Tabellendrittel angesiedelt ist.

Der eigentliche Einschnitt kam jedoch wenig später. Zwar gewann Delay Sports das Spiel gegen den Spandauer FC Veritas, doch ein Fehler im Spielberichtsbogen – ein nicht eingetragener Spieler wurde eingewechselt – führte dazu, dass das Sportgericht die Partie für Spandau wertete. Der Klub verlor die Punkte am grünen Tisch.

Seitdem agiert Delay Sports offiziell nicht mehr als Ligaprimus, sondern als Verfolger der Aufstiegsplätze.

Pokal-Aus auf Augenhöhe mit einem Regionalligisten

Im Achtelfinale des Berliner Landespokals wartete mit Hertha 03 Zehlendorf ein Regionalligist. Der Klassenunterschied von fünf Ligen war auf dem Platz kaum zu erkennen. Delay Sports ging sogar 1:0 in Führung, ehe der Favorit in der Schlussviertelstunde das Spiel drehte und mit 3:1 gewann.

Wie schon im Vorjahr – damals gegen den BFC Dynamo – war gegen einen Regionalligisten Schluss. Dennoch bestätigte das Spiel erneut das sportliche Potenzial des Projekts.

Nach dem Pokal-Aus zeigte sich Delay Sports wieder stabil und torhungrig. Es folgten mehrere deutliche Siege, einzig gegen den Abstiegskandidaten Grünauer BC ließ man beim 1:1 nochmals Punkte liegen.

Zur Winterpause steht Delay Sports auf Tabellenplatz drei. Der Rückstand auf den ersten Aufstiegsplatz beträgt drei Punkte, auf den Tabellenführer sechs Zähler. Die Ausgangslage für die Rückrunde ist damit klar: Der nächste Aufstieg bleibt realistisch – aber kein Selbstläufer. Ob der nächste Schritt in Richtung Landesliga gelingt, wird das Jahr 2026 zeigen.

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