Union Berlin: Fischer hört sich Tipps von Ruhnert an – „lasse mich nicht beeinflussen“

Trainer Urs Fischer spielt mit Union Berlin am Dienstag im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart.
Andreas Gora/dpaDer 1. FC Union Berlin sucht weiter den Weg aus der Krise. Die Eisernen aus Köpenick haben zehn Spiele in Serie verloren. Am Dienstagabend besteht in der Pokalpartie beim VfB Stuttgart (18 Uhr) eine weitere Gelegenheit, die sportliche Wende einzuleiten.
„In dieser Situation müssen wir kleine Schritte machen. Wir müssen gewillt sein, in 90 Minuten alles dafür zu tun, um eine Runde weiterzukommen. Wir wollen einen Pokalfight abliefern und die Tugenden von Union abrufen“, sagte Trainer Urs Fischer.
Im Vergleich zur 0:2-Niederlage am Samstag bei Werder Bremen kündigte Fischer „die eine oder andere Veränderung“ in der Startelf an, denn: „Es muss eine gewisse Frische auf den Platz.“ Die zuletzt stark beanspruchten Nationalspieler Robin Gosens und Kevin Behrens könnten eine Pause bekommen. In jedem Fall fehlen wird Janik Haberer. Der Mittelfeldspieler ist laut Fischer erkrankt. Andras Schäfer, Danilho Doekhi und Josip Juranovic sind weiterhin verletzt.
In diesem Zusammenhang äußerte sich Urs Fischer am Montag in der Pressekonferenz auch ausführlich zur Kritik von Oliver Ruhnert, der sich nach dem Bremen-Spiel ausdrücklich für personelle Änderungen in der Startaufstellung ausgesprochen hatte („Wir werden uns genau damit auseinandersetzen müssen, ob die elf Spieler, die derzeit die ersten elf sind, auch in den nächsten Spielen auflaufen können“). Ruhnert hatte mit seinen Aussagen im Prinzip die Linie für die Pokalpartie in Stuttgart schon vorgeben.
Fischer über die Kritik von Ruhnert: „Ich glaube, es ist sein gutes Recht, als Sportdirektor nach einem Spiel eine solche Aussage zu treffen. Ich nehme sie nicht persönlich. Es geht ,Oli‘ ja auch darum, dass wir wieder in die Spur kommen. Als Sportdirektor steht er genauso in der Verantwortung. Ich teile die Aussage. Ich mache mir ja auch vor jedem Spieltag Gedanken, welche elf Spieler sind die besten für die nächste Aufgabe. Deshalb kann ich mit dieser Aussage von ,Oli‘ sehr gut umgehen.“
Fischer über eine vermeintliche Einmischung von Ruhnert in Personalfragen: „Er hat das in fünfeinhalb Jahren nicht gemacht. Und er wird das auch in Zukunft nicht machen. Austuschen tun wir uns aber die ganze Zeit schon, das ist ja völlig normal. Ich werde mich aber auch nicht beeinflussen lassen. Aber ich werde zuhören. Weil eine andere Meinung vielleicht auch eine Richtigkeit hat.“
Fischer über den Dialog mit Ruhnert: „Du bist irgendwo in deinem Tunnel. Man muss auch schon auch zulassen, auf andere zu hören. Vielleicht sind das gute Ansätze, die wir gebrauchen können. Aber wie gesagt: Dieser Austausch findet eigentlich die ganze Zeit statt.“
Keine Frage: Auch Oliver Ruhnert wird am Dienstag sehr genau auf die Startaufstellung für das Pokalspiel gegen Stuttgart schauen. Vor allem aber wird sich Ruhnert wünschen, dass der 1. FC Union endlich wieder in die Erfolgsspur findet.


