Probefahrt
: Der Volvo XC60 im Autotest

2008 brachten die Schweden den XC60 auf den Markt - und das mit viel Erfolg. Der Wagen kann sich noch immer sehen lassen, auch wenn die Wahlmöglichkeiten bei der Motorisierung geschrumpft sind.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Volvo XC60

Immer wieder überarbeitet: Volvo XC60.

Hajo Zenker
  • Volvo XC60 bleibt attraktiv: seit 2017 in zweiter Generation und kontinuierlich überarbeitet.
  • Motoren schrumpfen: ein Mild-Hybrid mit 250 PS, Plug-in mit 335 PS oder 406 PS.
  • Plug-in mit Allrad beschleunigt in 5,7 s auf 100 km/h – Spitze bei 180 km/h begrenzt.
  • Innenraum bietet Platz, Google Maps per Touchscreen, viele Assistenzen ab Werk.
  • Preise: ab 57.390 Euro, Plug-in ab 67.990 Euro, Testwagen 79.440 Euro, bis 75 km elektrisch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Schweden, die zum chinesischen Geely-Konzern gehören, mussten im Jahr 2026 bei uns bisher ein Minus von 17,1 Prozent verkraften (Gesamtmarkt: plus 5,1 Prozent). Das Minus geht vor allem auf das Konto der SUV-Modelle XC40, XC60 und XC90.

Motor

Das Motorenangebot für den XC60 hat sich im Laufe der vergangenen Jahre verringert. Aktuell gibt es noch einen Mild-Hybrid mit 250 PS und zwei Plug-in-Hybride mit 335 PS und 406 PS. Allen gemein ist die Kombination eines Benzin-Vierzylinders mit zwei Litern Hubraum und Elektromotoren.

Die von uns gefahrene mittlere Motorisierung bringt den Wagen in 5,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 km/h. Für ein Familienfahrzeug schon ein kräftiger Antritt. Wie bei Volvo seit einiger Zeit üblich, wird auf der Autobahn bei 180 km/h abgeregelt. Die Automatik passt gut. Übrigens: Wer ein reines Elektroauto in dieser Größe will, bekommt bei Volvo nun den EX60.

Karosserie und Ausstattung

Volvo hatte den richtigen Riecher, als man im Jahr 2008 den XC60 auf den Markt brachte. Der Wagen traf den Geschmack vieler Kunden, gerade auch in Deutschland. Dabei half den Schweden, dass man das SUV-Modell sehr eigenständig und ansehnlich gestaltet hatte - etwa mit einer Schulter, die Anklänge an klassische Volvos aufscheinen lässt. Ein deutlicher Unterschied zu vielen optisch recht verwechselbaren SUV-Modellen der Konkurrenz. Aktuell gibt es noch immer die zweite, seit 2017 erhältliche Generation, die allerdings kontinuierlich überarbeitet wurde, zuletzt etwa mit Änderungen am Kühlergrill und an den Heckleuchten. Der 4,71 Meter lange XC60 wirkt damit noch immer frisch.

Auch innen überzeugt der Volvo mit skandinavischem Design - sachlich und schick, mit sorgfältig ausgewählten Materialien. Dazu gibt es ordentlich Platz für Passagiere und Gepäck (468 Liter). Wie bei allen aktuellen Modellen verzichtet Volvo, längst Teil des chinesischen Geely-Konzerns, auch beim XC60 mittlerweile auf ein eigenes Navigationssystem. Stattdessen lässt sich Google Maps über den Touchscreen nutzen, was gut funktioniert. Mittlerweile kann man auch das Smartphone induktiv laden.

Ab Werk gibt es unter anderem Notbremssystem, Spurhalteassistent, Schleudertraumaschutz, Verkehrszeichenerkennung, LED-Scheinwerfer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Audiosystem, elektrisch einklappbare Außenspiegel sowie Abblendautomatik für Innen- und Außenspiegel, Regensensor, Tempomat, Rückfahrkamera, Fensterheber rundum, elektrisch einstellbare Vordersitze und fernbedienbare Zentralverriegelung. Die Liste der möglichen Extras ist trotzdem lang.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist harmonisch abgestimmt, Kurven lassen sich trotzdem dynamisch durcheilen. Mit dem beim Plug-in serienmäßigen Allradantrieb findet der Wagen noch besonders gut Halt auf der Straße und man muss auch vor schlechten Wegen keine Angst haben.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen XC60 gibt es ab 57.390 Euro. Wer einen Plug-in will, startet bei 67.990 Euro. Mit allerlei Extras kam der Testwagen aus der Black Edition auf 79.440 Euro. Wer die Batterie regelmäßig nachlädt, erreicht vielleicht nicht die offiziellen drei Liter Super auf 100 Kilometer, mit einem Liter mehr lässt sich auf längeren Strecken aber durchaus hinkommen.

Für den Weg zur Arbeit kann man auch rein elektrisch unterwegs sein. 75 Kilometer verspricht Volvo, gut 60 sind auf jeden Fall drin.

Fazit

Schwedische Solidität, schwedisches Design - gepaart mit Form und Raum. Der immer wieder aufgefrischte XC60 ist trotz seiner Produktionsjahre noch immer ein wirklich attraktiver Familienwagen, für den man aber auch ein gut gefülltes Portemonnaie haben muss.