Stefan Zierke (SPD): Wer sitzt im Kreistag Uckermark – Steckbrief

Stefan Zierke von der SPD ist bereits seit einigen Jahren in der Politik aktiv.
Oliver Voigt- Stefan Zierke (SPD), 53, ist seit 2019 im Kreistag Uckermark und seit 2008 in der Stadtpolitik aktiv.
- Er setzt sich für soziale Teilhabe, wirtschaftliches Wachstum und die Energieregion Uckermark ein.
- Zentrale Themen: Bildung, Arbeit, Wirtschaft, Energietransformation, und gerechte Verteilung von Flüchtlingen.
- Zukünftige Projekte: Innovationspark am PCK, Unterstützung für Missbrauchsopfer.
- Stärkung lokaler Wirtschaft und Infrastruktur, Förderung von Bürgerbeteiligung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit den Kommunalwahlen wurden die Mitglieder des Uckermärkischen Kreistages neu gemischt. Seit den Wahlen im Juni haben die neuen und alten Mitglieder ihre Arbeit in den verschiedenen Ausschüssen aufgenommen. Die MOZ stellt die Abgeordneten in Steckbriefen vor. Heute: Stefan Zierke.
Name, Alter, Partei
Stefan Zierke, 53 Jahre, Sozialdemokrat
Beruf?
Werkzeugmacher, Reiseverkehrskaufmann und Tourismusfachwirt
Wie viele Perioden im Landkreis tätig? Wie viele Perioden in der Kommunalpolitik insgesamt?
Zweite Periode im Kreistag Uckermark, also seit 2019. In der Stadtpolitik seit 2008 engagiert.
Wichtigstes kommunalpolitisches Ziel:
Ein gutes Zusammenleben für alle Generationen in unserer schönen Heimat. Keine Ausgrenzung, soziale Teilhabe, wirtschaftliches Wachstum und als Energieregion weiter erfolgreich sein.
Weshalb bin ich in der Kommunalpolitik aktiv?
Weil wir in der SVV und im Kreistag Entscheidungen treffen, die uns alle jeden Tag beschäftigen. Seien es Gebühren, Spielplätze, Bau-, Wohnungs- oder Verkehrsangelegenheiten. Ich möchte dafür gerne meine Expertise einbringen und unser Zusammenleben zum Positiven verändern.
Was macht meine Kommune liebenswert?
Prenzlau und die Uckermark haben so ziemlich alles, um sich hier wohl zu fühlen. Wir haben eine gute Infrastruktur (zwischen den Ballungsräumen Ostsee, Stettin und Berlin), eine fantastische Naturlandschaft und nachhaltigen Tourismus. Unsere Seen, Fahrrad- und Wanderwege sowie unsere Kulturangebote sind absolute Highlights, die ich immer wieder gerne nutze.
Welche politischen Themen sind in der Uckermark in der angelaufenen Wahlperiode am wichtigsten?
Bildung, Arbeit und Wirtschaft – Gerhard Schröder meinte einst, geht es der Wirtschaft gut, geht es uns allen gut. Deswegen setze ich mich für gute Standortfaktoren ein, um weitere unternehmerische Ansiedelung zu fördern, Arbeitsplätze zu erhalten und auszubauen. Dazu gehören auch gute Tarife und Löhne. Wir haben viel Potenzial, das noch besser abgerufen werden kann.
Welche Projekte wollen Sie in den kommenden fünf Jahren umgesetzt haben?
Stärkung der Uckermark als Energie- und Wasserstoffregion und einen Innovationspark am PCK. Außerdem finde es absolut erschreckend, dass sich der Kreistag in der letzten Wahlperiode nicht für Hilfen für Kinder als Opfer für sexuellen Missbrauch entschieden hat. Das würde ich gerne nochmal auf die Tagesordnung setzen.
In welche Projekte investiert die Uckermark zurzeit zu wenig Kraft und warum?
Ich wünsche mir, dass wir den Transformationsprozess und unsere Eigenständigkeit im Energiebereich noch deutlicher forcieren und viele Arbeitskräfte hier ausbilden und halten können. Wir brauchen noch mehr Innovation und auch mutige Entscheidungen, um unsere Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig davon zu profitieren.
Die Verteilung von Flüchtlingen in der Uckermark erfolgt äußerst ungleich. Angermünde und Schwedt nehmen deutlich weniger Menschen auf, als sie müssten. Wie stehen Sie dem gegenüber?
Ich war schon immer ein Freund von dezentralen Lösungen, die eine bestmögliche Verteilung und Integration bieten. Es nützt nichts, Geflüchtete zu isolieren. Geflüchtete mit Bleibeperspektive können helfen, unseren Arbeitskräftemangel zu reduzieren. Außerdem sind die prognostizierten Zahlen längst nicht so hoch, wie immer gesagt wird. Das gegenseitige Ausspielen von Menschen und Interessen, das Lügen und Schwarzmalen bringt uns da nicht weiter. Ich stehe für vernünftige und pragmatische Entscheidungen.
Im Zuge der Transformation fließt viel Geld in die Region. Das Gros an Investitionen geht allerdings nach Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass die anderen Teile der Uckermark wirtschaftlich abgehängt werden? Bitte begründen Sie Ihre Antwort.
Nein. Einerseits gibt es schon in der gesamten Uckermark innovative Unternehmen, die unabhängig von Schwedt erfolgreich sind. Andererseits gelten die Bundesbeschlüsse für die gesamte Energieregion Uckermark und nichts nur für Schwedt.
Der Landkreis steckt aktuell viel Geld und Kraft in Projekte in Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass andere Teile der Uckermark in diesem Zuge zu wenig Beachtung finden?
s.o.
Welche Projekte müssen außerhalb der Stadtgrenzen Schwedt eine stärkere Beachtung finden?
Ich würde es begrüßen, wenn noch mehr Gemeinden oder kleinere Städte, ein Bürgerbudget einführen würden und darüber abstimmen ließen. Denn oftmals sind es nicht die großen Projekte, die die Bürger interessieren, sondern ein neuer Brunnen, ein neuer Schattenplatz oder eine neue Parkbank in der Nachbarschaft.
Wie kann die Wirtschaft die Region Uckermark weiter stützen und unterstützen?
Das hängt zum einen an einem attraktiven Lebensumfeld, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, an lebenswerten Innenstädten mit Handel und Dienstleistungen sowie einer intakten Natur. Wir müssen aber unser eigenes Potenzial an Arbeitskräften verbessern, Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten geben, sodass wir hier Knowhow ausbilden, das dann auch hierbleibt. Politisch muss man aufpassen, dass die Region keinen AfD-Stempel bekommt. Denn das würde der Wirtschaft am meisten schaden.
Alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark
Aufgelistet sind alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark in alphabetischer Reihenfolge:
- Birgit Bader (Bündnis 90/Die Grünen)
- Klaus-Martin Bastert (AfD)
- Thomas Bieche (AfD)
- Kerstin Bischoff (SPD)
- Mike Bischoff (SPD)
- Christian Bork (AfD)
- Knut Büttner-Janner (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Aribert Christ (AfD)
- Robert Dalchow (DIE LINKE)
- Barbara Ebert-de Wit
- Harald Engler (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Ellen Fährmann (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Sylvio Felske (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Hans-Otto Dr. Gerlach (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Hannes Gnauck (AfD)
- Monty Gutzmann (AfD)
- Christian Hartphiel (SPD)
- Herbert Heinemann (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Heike Heise-Heiland (DIE LINKE)
- Susan Jahr (SPD)
- Jörg Kath (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Mirko Koschel (AfD)
- Walter Kotzian (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Axel Krumrey (DIE LINKE)
- Cornelia Lambrecht-Süßenbach (DIE LINKE)
- Peggy Lindemann (AfD)
- Sebastian Markhoff (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Ludger Melters (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Josef Menke (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Andreas Meyer (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Hanka Mittlestädt (SPD)
- Thomas Neumann (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Ariane Nitze (AfD)
- Enrico Nitze (AfD)
- Luca Phillip Piwodda (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Jörg Rakow (AfD)
- Gerd Regler (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Norbert Rescher (AfD)
- Marc Retzlaff (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Tony Riller (AfD)
- Martin Röthke (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Peter Schneider (AfD)
- Tobias Schween (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Reinhard Simon (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Felix Teichner (AfD)
- Olaf Theiß (SPD)
- Roman Weihser (AfD)
- Melanie Winkler (SPD)
- Michael Witt (SPD)
- Stefan Zierke (SPD)



