Ariane Nitze (AfD): Wer sitzt im Kreistag Uckermark – Steckbrief

Ariane Nitze von der AfD sitzt zum ersten Mal im Kreistag. Die MOZ stellt Nitze per Steckbrief vor.
MOZ/Oliver VoigtMit den Kommunalwahlen wurden die Mitglieder des Uckermärkischen Kreistages neu gemischt. Seit den Wahlen im Juni haben die neuen und alten Mitglieder ihre Arbeit in den verschiedenen Ausschüssen aufgenommen. Die MOZ stellt die Abgeordneten in Steckbriefen vor. Heute: Ariane Nitze.
Name, Alter, Partei?
Ariane Nitze, 44, Alternative für Deutschland (AfD)
Beruf?
Assistentin der Geschäftsführung, Angestellte bei einem MdB
Wie viele Perioden im Landkreis tätig? Wie viele Perioden in der Kommunalpolitik insgesamt?
Erste Periode im Kreistag sowie in der Prenzlauer Stadtverordnetenversammlung.
Wichtigstes kommunalpolitisches Ziel?
Im Sinne der Uckermärker entscheiden, Bürger mehr einbinden (z.B. durch Umfragen), transparentes Arbeiten. Der Bürger soll wissen, worüber und wie Entscheidungen getroffen werden. Mein größtes Anliegen ist die Bildung unserer Kinder, mit der es in den letzten Jahrzehnten stetig bergab ging.
Weshalb bin ich in der Kommunalpolitik aktiv?
Weil es Zeit ist für Veränderungen, und ich möchte daran teilhaben, die Geschicke unseres Landkreises in die richtige Richtung zu lenken.
Was macht meine Kommune liebenswert?
Ich bin hier geboren und aufgewachsen, verbinde mit der Uckermark eine tolle Kindheit. Wir haben viele Seen, tolle Landschaften und wunderschöne gepflegte Gemeinden sowie positiv entwickelte Städte.
Welche politischen Themen sind in der Uckermark in der angelaufenen Wahlperiode am wichtigsten?
Migration und Flüchtlinge, Infrastruktur, Bildung, Tourismus sowie regionale Entwicklung.
Welche Projekte wollen Sie in den kommenden fünf Jahren umgesetzt haben?
Die ausgeuferte Bürokratie überfordert viele Menschen, insbesondere ältere. Es ist dringend notwendig, sie zurückzufahren, anstatt darüber zu philosophieren, unsere Muttersprache durch sogenanntes „Gendern“ zu ersetzen. Zudem müssen wir die Uckermark weiterhin für junge Ärzte interessant machen.
In welche Projekte investiert die Uckermark zurzeit zu wenig Kraft und warum?
In die Bevölkerung selbst. In der Politik geht es oft mehr um Kapitalerträge als darum, dafür zu sorgen, dass in der Bevölkerung mehr Zufriedenheit herrscht. Die Meinung der Bürger wird nicht respektiert und über sie hinweg entschieden.
Die Verteilung von Flüchtlingen in der Uckermark erfolgt äußerst ungleich. Angermünde und Schwedt nehmen deutlich weniger Menschen auf, als sie müssten. Wie stehen Sie dem gegenüber?
Das Bürgerbegehren von 2023 gegen ein zweites Asylheim in Prenzlau hat es gezeigt - es ist genug! Dieses Thema treibt die Menschen um, fand auf Kreisebene bislang aber wenig Gehör. Angermünde und Schwedt mögen weniger aufgenommen haben. Generell jedoch ist zu sagen: Die Uckermark hat genug.
Im Zuge der Transformation fließt viel Geld in die Region. Das Gros an Investitionen geht allerdings nach Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass die anderen Teile der Uckermark wirtschaftlich abgehängt werden?
Viele Firmen wandern ab oder geben ganz auf. In Prenzlau stehen u.a. der Milchhof sowie Boryszew aufgrund gestiegener Produktionskosten vor dem Aus, vom PCK in Schwedt ganz zu schweigen. Zeitgleich gibt es Projekte, die mehr kosten als nützen. Fördergelder müssen nach Sinnhaftigkeit verteilt werden.
Der Landkreis steckt aktuell viel Geld und Kraft in Projekte in Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass andere Teile der Uckermark in diesem Zuge zu wenig Beachtung finden?
Siehe die Antwort zur vorherigen Frage.
Welche Projekte müssen außerhalb der Stadtgrenzen Schwedt eine stärkere Beachtung finden?
Die Uckermark besteht aus Städten und Gemeinden mit unterschiedlichen Gegebenheiten und Strukturen. Hier ist je nach Bedarf zu fördern, wobei der Blick auf Synergieeffekte, wie sie insbesondere zwischen dem PCK und weiten Teilen der Uckermark bestehen, stets im Auge behalten werden müssen.
Wie kann die Wirtschaft die Region Uckermark weiter stützen und unterstützen?
Auftragslagen gehen zurück, Stellen werden abgebaut, Traditionsbetriebe schließen. Mittelständische Unternehmer sind kaum mehr in der Lage, z.B. Vereine finanziell zu unterstützen. Windkraft als liebster ‚Wirtschaftszweig‘ der Politik sollte da künftig mehr in die Pflicht genommen werden.
Alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark
Aufgelistet sind alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark in alphabetischer Reihenfolge:
- Birgit Bader (Bündnis 90/Die Grünen)
- Klaus-Martin Bastert (AfD)
- Thomas Bieche (AfD)
- Kerstin Bischoff (SPD)
- Mike Bischoff (SPD)
- Christian Bork (AfD)
- Knut Büttner-Janner (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Aribert Christ (AfD)
- Robert Dalchow (DIE LINKE)
- Barbara Ebert-de Wit
- Harald Engler (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Ellen Fährmann (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Sylvio Felske (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Hans-Otto Dr. Gerlach (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Hannes Gnauck (AfD)
- Monty Gutzmann (AfD)
- Christian Hartphiel (SPD)
- Herbert Heinemann (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Heike Heise-Heiland (DIE LINKE)
- Susan Jahr (SPD)
- Jörg Kath (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Mirko Koschel (AfD)
- Walter Kotzian (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Axel Krumrey (DIE LINKE)
- Cornelia Lambrecht-Süßenbach (DIE LINKE)
- Peggy Lindemann (AfD)
- Sebastian Markhoff (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Ludger Melters (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Josef Menke (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Andreas Meyer (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Hanka Mittlestädt (SPD)
- Thomas Neumann (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Ariane Nitze (AfD)
- Enrico Nitze (AfD)
- Luca Phillip Piwodda (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Jörg Rakow (AfD)
- Gerd Regler (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Norbert Rescher (AfD)
- Marc Retzlaff (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Tony Riller (AfD)
- Martin Röthke (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Peter Schneider (AfD)
- Tobias Schween (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Reinhard Simon (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Felix Teichner (AfD)
- Olaf Theiß (SPD)
- Roman Weihser (AfD)
- Melanie Winkler (SPD)
- Michael Witt (SPD)
- Stefan Zierke (SPD)



