Wahl 2024 in Eberswalde, Bernau, Barnim live
: Ergebnisse, Stimmen, alles Wichtige

Der Barnim hat gewählt. Jetzt werden die Stimmen der Europa- und Kommunalwahlen ausgezählt. Der Stand der Dinge im Überblick.
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Bunt geht es zu im Wahlkampf: Auch im Barnim, hier an der Eisenbahnstraße in Eberswalde, nutzen die Parteien und Bündnisse jeden Laternenmast für ihre Plakate.

Wahl 2024: Auch im Barnim, hier an der Eisenbahnstraße in Eberswalde, nutzen die Parteien und Bündnisse jeden Laternenmast für ihre Plakate.

Sven Klama<strong>nn</strong>

+++ 15.30 Uhr: Liebe Leser! Wir schließen jetzt diesen Wahlticker. Auf moz.de, moz.de/bernau und moz.de/eberswalde halten wir Sie aber im Rahmen der üblichen Berichterstattung weiterhin auf dem Laufenden. Wir bedanken uns für Ihr zahlreiches Interesse!

Panketal hat es jetzt auch geschafft

+++ 15.25 Uhr: Jetzt sind auch die Stimmen im letzten verbliebenen Wahllokal in Panketal ausgezählt. Große Veränderungen ergeben sich dadurch nicht mehr. Die AfD ist mit 20,6 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der CDU (19,1) und BVB/Freie Wähler (16,7). Verluste müssen SPD (12,7), Linke (10,8) und Grüne (9,9) hinnehmen. Das Bündnis 100% Panketal bekam 5,1 Prozent der Stimmen, die FDP 2,3 und Die Partei 2,7. Was das für die Sitzverteilung in der Gemeindevertretung von Panketal bedeutet, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

+++11.57 Uhr: In Eberswalde kommt die neue Stadtverordnetenversammlung am 4. Juli um 18 Uhr in der Stadthalle im Familiengarten zu ihrer ersten Sitzung in der neuen Wahlperiode zusammen. Der Ablauf des Treffens ist durch Regularien bestimmt. Unter anderem gilt es, eine neue Vorsitzende/einen neuen Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung zu küren.

Bündnis Schorfheide weiter stärkste Kraft in Schorfheide

+++11.57 Uhr: Jetzt liegt auch das komplette vorläufige Ergebnis für die Gemeindevertretung von Schorfheide vor. Große Veränderungen gibt es nicht mehr. 1. Bündnis Schorfheide (28,8 Prozent), 2. AfD (22,2), 3. CDU (10,7), 4. Die Linke (9,6), 5. WIR (9,1), 5. Freie Wähler Schorfheide (8,9), 6. SPD (5,9), 7. Bündnis90/Die Grünen (3,0), 8. Pro Eichhorst (1,7 Prozent). Damit bleibt das Bündnis Schorfheide die stärkste Kraft in der Gemeindevertretung.

+++ 11.55 Uhr: Die Stimmenauszählung in Panketal wird sich wohl noch den ganzen Montag über hinziehen. Das sind zumindest die neusten Infos aus dem Büro der Wahlleitung. Mit den Ergebnissen für die Ortsbeiratswahlen in Zepernick und Schwanebeck sei erst am Abend zu rechnen, heißt es. In der nächsten Stunde sollen allerdings die Resultate aus dem letzten verbleibenden Wahllokal für die Wahl der Gemeindevertretung vorliegen.

Jetzt gibt es auch in Wandlitz ein Wahlergebnis

+++ 11.52 Uhr: Es ist vollbracht: Wandlitz hat die Stimmen für die Gemeindevertretung ausgezählt. Die meisten Stimmen holte die AfD (25 Prozent) vor der CDU (15,2) und der Freien Bürgergemeinschaft Wandlitz (13 Prozent). Auf Platz vier landet die neu formierte UWG (11,4). Es folgen die SPD (7,1), das Bündnis Klosterfelde (6,1), die Linken (5,5), die Grünen (5,4), BVB/Freie Wähler (4,1). Auch Einzelkandidat Andreas Kinski schaffte den Sprung in das Kommunalparlament.

Irritationen nach der Wahl in Biesenthal

+++ 11.25 Uhr: Die Biesenthaler Wahl zur Stadtverordnetenversammlung wirft  interessante Fragen auf. BVB/Freie Wähler holten 25,1 Prozent der Stimmen und wurden damit stärkste Fraktion. Die CDU folgt mit 20,7 Prozent. 15,1 Prozent der Wählerstimmen gingen an die AfD und 11,3 Prozent der Stimmen an die Linken. Biesenthals aktive Mitte (BAM) holte 9,4 Prozent, die Grünen 7,7 und die SPD 3,4 Prozent. Soweit, so gut.

Doch bei der Verteilung der Sitze gibt es am Montagvormittag offenkundig Unklarheiten. Laut Kreiswahlleiter erhält BVB/Freie Wähler fünf Sitze, die CDU vier Sitze. Drei Sitze gehen an die AfD, jeweils zwei Sitze an BAM und Linke. SPD und Pro Danewitz sind mit jeweils einen Stadtverordneten vertreten.

Aber diese Rechnung sei falsch, sagt jetzt Bürgermeister Carsten Bruch (CDU), der am Sonntag mit 60,8 Prozent wiedergewählt wurde. „Die SVV hat nur 18 Sitze, der Landkreis hat aber 19 Sitze zugrunde gelegt. Das ist nicht richtig“, so Bruch. Demnach würde BVB/Freie Wähler nicht fünf, sondern nur vier Sitze erhalten und wären damit mit der CDU formal gleich stark vertreten. Allerdings pflegte die CDU in den letzten fünf Jahren eine Gemeinschaft mit Pro Danewitz und die Zusammenarbeit mit SPD und Grüne, sodass die tatsächliche Mehrheit in der SVV teilweise erdrückend wirkte. Laut Bruch müsse der Kreis die Berechnung korrigieren.

Wahlleiter Dirk Siebenmorgen konnte am Montagvormittag noch keine abschließende Auskunft dazu geben. „Die Mitarbeiter in den Wahlvorständen waren teilweise bis gegen 5 Uhr aktiv, um EU- und Kreistagswahlergebnisse sicher auszuzählen. Das Thema SVV steht noch aus, wenn korrigiert werden muss, dann wird das geschehen. Die SVV hat aber tatsächlich 18 und nicht 19 Sitze“, bat Siebenmorgen bei den Biesenthalern um Verständnis und Zeitaufschub.

In Wandlitz steht weiter ein Ergebnis aus – woran liegt es

+++ 11.14 Uhr: In Wandlitz tut sich bei der Auszählung der Stimmen zum Gemeindeparlament immer noch nichts. Das Problem: Der Wahlbezirk Schönwalde Sporthalle muss noch einmal neu gezählt werden. Da es sich um einen großen Wahlbezirk handelt, dauert die Kontroll-Zählung. Man sei aber dran, sagt der Wahlleiter Christopher Stähr. Sechs Teams würden weiter zählen, um Schönwalde, aber auch die beiden noch fehlenden Wahllokale so schnell wie möglich zu liefern.

+++11:01 Uhr: In Schorfheide wird weiterhin ausgezählt. Aktuell haben 17 von 18 Wahlvorständen für die Wahl der Gemeindevertretung ihre Ergebnisse gemeldet. Mit 28,1 Prozent führt weiterhin das Bündnis Schorfheide vor der AfD (22,2) und der CDU (10,8 Prozent).

Auch Panketal zählt weiter Stimmen aus

+++ 10.45 Uhr: Auch am Montag geht in Panketal das Stimmenzählen weiter. Seit 9 Uhr morgens werden in Zepernick und Schwanebeck die Stimmen für die Ortsbeiratswahlen ausgezählt, im Wahllokal Katholisches Gemeindezentrum Gehrenberge stehen außerdem die Ergebnisse für die Gemeindevertretung noch aus. Für die Ortsbeiräte liegen bereits die Resultate aus fünf der sechs Briefwahl-Bezirke vor: In Zepernick ist aktuell BVB/Freie Wähler stärkste Kraft (19,8 Prozent), in Schwanebeck Die Linke (21,0 Prozent).

Noch immer wird ausgezählt

+++08:23 Uhr: Auch für die Gemeindevertretung von Schorfheide wird noch gezählt. 16 von 18 Wahlvorständen haben ihre Ergebnisse gemeldet. Folgender Zwischenstand: Bündnis Schorfheide führt mit 28,3 Prozent, dahinter folgt die AfD mit 22,3 Prozent. Auf dem dritten Platz die CDU mit 10,9 Prozent. Die weiteren Ergebnisse: Die Linke (10,9), WIR (9,2), Freie Wähler Schorfheide (8,8), SPD (6,1), Bündnis90/Die Grünen (3,1), Pro Eichhorst (1,8 Prozent).

+++08:15 Uhr: Das Ergebnis für die Wandlitzer Gemeindevertretung steht noch nicht fest. Die Auszähler haben in den frühen Morgenstunden eine Pause eingelegt. Ab 9 Uhr soll weitergezählt werden. 23 von 25 Wahlbezirklen sind bereits in das Ergebnis eingeflossen. Es fehlten nur noch die Wahllokale Schönwalde Sporthalle und Kita Pusteblume in Wandlitz. Damit ist eine aussagefähige Prognose möglich. An dem Wahlsieg der AfD (aktuell 24,9 Prozent) wird sich wohl nichts mehr ändern. Dahinter geht es knapp zu, auch wenn die CDU mit 15,2 Prozent ihren Vorsprung etwas ausbauen konnte vor der Freien Bürgergemeinschaft Wandlitz (F.Bg.W.) mit derzeit 13 Prozent und der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) mit 11,6 Prozent. Es folgen die SPD (6,9), Bündnis Klosterfelde (6,5), Die Linken (5,4), die Grünen (5,3) und BVB/Freie Wähler (3,9). Einzelkandidat Andreas Kinski hätte nach aktuellem Stand ebenfalls den Sprung in das Gemeindeparlament geschafft.

So hat Joachimsthal gewählt

+++8:07 Uhr: Vorläufige Zahlen liegen auch für die Stadtverordnetenversammlung von Joachimsthal vor. Wahlsieger ist die CDU mit 29,4 Prozent. Pro Joachimsthal erreicht 23,8 Prozent, gefolgt von der AfD mit 20,8 Prozent auf Platz 3. Die weiteren Ergebnisse: SPD (7,5), PUB (5,5), FDP (5,2), Einzelbewerberin Hanna Machel (2,8), BVB (1,5 Prozent).

+++7:51 Uhr: Und hier ist das vorläufige Ergebnis für die Stadtverordnetenversammlung von Oderberg. Klarer Wahlsieger ist das Bündnis für Oderberg mit 66,2 Prozent. Die SPD konnte 17,3 Prozent erzielen, die CDU 13,8 Prozent. Bündnis90/Die Grünen landeten mit 2,7 Prozent abgeschlagen auf dem 4. Platz.

Vorläufiges Ergebnis für Eberswalde ist da

+++7.39 Uhr: So sieht das vorläufige Ergebnis für die Stadtverordnetenversammlung Eberswalde aus: Platz 1: AfD mit 24,1 Prozent. Den zweiten Platz teilen sich CDU, Die Linke und das Bündnis Eberswalde mit 11,8 Prozent. Die weiteren Ergebnisse: SPD (11,1), BfE - Bürger für Eberswalde (7,6), Bündnis 90/Die Grünen (7,1), FDP (6,0), Die PARTEI/ALE/BI Radwege (3,1 Prozent) und die Einzelbewerber Jens Fiedler und Matthias Ludewig mit jeweils 0,7 Prozent.

AfD gewinnt im Kreistag

+++7.25 Uhr: Das vorläufige Wahlergebnis für den Kreistag Barnim ist da: Wahlsieger ist die AfD mit 24,6 Prozent. Auf dem zweiten Platz die CDU mit 17,2 Prozent. Auf dem dritten Platz: BVB/Freie Wähler mit 12,1 Prozent. Weitere Ergebnisse: SPD und Linke mit jeweils 10,9 Prozent, Bündnis90/Die Grünen (6,9) und FDP (2,8).

+++ 4.23 Uhr: In Ahrensfelde setzt sich die AfD nach dem vorläufigen Endergebnis mit 23 Prozent an die Spitze. Die AWG kommt mit 17,7 Prozent auf Platz 2, die CDU von Bürgermeister Wilfried Gehrke mit 15,5 Prozent auf Platz 3. Die weiteren Ergebnisse: SPD (10,2), Bürgerverein Eiche (8,6), Bürger für Ahrensfelde (8,4), BVB/Freie Wähler (7,6), Die Linke (4,8) und Grüne (4,2 Prozent).

Panketal bricht Auszählung ab – ein Bezirk fehlt noch

+++ 4.07 Uhr: Anders als geplant kann in Panketal nicht schon in der Nacht zu Montag das Ergebnis für die Wahl zur Gemeindevertretung präsentiert werden. In 22 der 23 Wahllokalen konnte die Auszählung der Stimmen abgeschlossen werden, im Katholischen Gemeindezentrum Gehrenberge wurde sie dagegen unterbrochen und auf Montagmorgen verschoben. Grund dafür ist der dortige, deutlich spätere Start der Auszählung. Das berichtet Wahlleiter Steffen Langnickel: „In Gehrenberge wurde nicht nur bis um 18 Uhr, sondern bis um 19.30 Uhr gewählt. Die Schlange vor dem Wahllokal war einfach noch so lang.“ Das Ergebnis dürfte dennoch feststehen: Auch in Panketal wird die AfD wohl stärkste Kraft. Die CDU dürfte knapp dahinter auf Rang 2 landen. Die SPD verliert ihren Status als größte Fraktion und rutscht hinter BVB/Freie Wähler auf Rang 4 ab.

Noch kein weißer Rauch in Wandlitz: Es bleibt spannend

+++ 2.57 Uhr: In Wandlitz bleibt es weiter spannend. Zwar bleibt die AfD auch nach 17 von 25 Wahlbezirken stärkste Kraft (23,9 Prozent), aber auf den Plätzen dahinter wechseln die Positionen je nach Stand der Auszählungen. Lange sah es nach einem zweiten Platz für die neu besetzte UWG aus. Derzeit auf Platz zwei: die CDU mit 15 Prozent. Dahinter liegen weiter Kopf-an-Kopf die zwei Lager, die sich nicht gerade wohlgesonnen sind: die Freie Bürgergemeinschaft Wandlitz (13,7 Prozent) und die UWG mit (13,1 Prozent). Es folgt die SPD (7,1 Prozent), Linke (5,6 Prozent), Bündnis Klosterfelde (5,5 Prozent) und die Grünen (5,2 Prozent). Stand jetzt reicht es auch für Einzelkandidat Andreas Kinski für einen Sitz im Gremium (2,3 Prozent). Einzelkandidat Andreas Fischer und das Bündnis 1a Bürgernah wären nicht vertreten. Aber es sind auch noch acht Wahlbezirke auszuzählen. Es kann noch viel passieren.

Péter Vida gewinnt mit BVB/Freie Wähler und hält AfD auf Distanz

++ 2.22 Uhr: Die Wahl in Bernau ist entschieden: Die Stimmen für das Stadtparlament sind seit 2 Uhr ausgezählt. Péter Vida und BVB/Freie Wähler sind die klaren Sieger nach dem Urnengang in der Hussitenstadt. Mit 5227 Stimmen konnte Vida seine Stimmenzahl bei der letzten Kommunalwahl 2019 sogar noch um über 1000 steigern. Damit sorgte der Landtagsabgeordnete und Landesvorsitzende der Freien Wähler wohl im Alleingang dafür, dass die AfD in Bernau nicht wie in vielen anderen Brandenburger Kommunalparlamenten stärkste Kraft wurde. Die größte Fraktion stellen jetzt BVB/Freie Wähler mit 22,1 Prozent. Die AfD folgt mit 19,7 Prozent auf Platz 2. 15,5 Prozent der Stimmen gehen an die CDU, gefolgt von den Linken, die mit nur 15 Prozent reichlich Federn lassen mussten. Die SPD holt 8,9 Prozent, das Bündnis für Bernau 7,5 und die Grünen 6,3 Prozent.

Péter Vida, Fraktionsvorsitzender BVB/Freie Wähler Brandenburg, übt am Dienstag (7.11.) bei einer Pressekonferenz im Landtag Brandenburg Kritik am Wechsel von Philip Zeschmann zur AfD.

07.11.2023, Brandenburg, Potsdam: Peter Vida, Fraktionsvorsitzender BVB/Freie Wähler Brandenburg, spricht während einer Pressekonferenz im Brandenburger Landtag. Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Péter Vida wurde im Wahlkampf für seine Apfelsinen-Kampagne belächelt. In Bernau haben er und BVB/Freie Wähler ihren Status als größte Fraktion aber erfolgreich verteidigt.

Soeren Stache/dpa

Bürgermeister von Werneuchen ist abgewählt

+++ 2.15: Jetzt ist es amtlich. Frank Kulicke ist als Bürgermeister der Stadt Werneuchen abgewählt. Um 2.04 Uhr meldete auch das letzte der 17 Wahllokale die Zahl der abgegebenen Stimmen. Ergebnis: 4124 Werneuchener (73 Prozent) haben für die Demission des Rathauschefs gestimmt. Nur 1523 Bürger der Stadt (27 Prozent) hätten Kulicke gern weiter im Amt gesehen. Das nötige Abwahl-Quorum von 1990 Stimmen doppelt übertroffen. Damit wird nun eine Neuwahl nötig. Die ersten Kandidaten haben sich schon vor der Abwahl in Stellung gebracht.

Der Bürgermeister von Werneuchen, Frank Kulicke, muss sich vorzeitig seinen Wählern stellen – die Amtszeit läuft eigentlich noch einige Jahre.

Muss seinen Schreibtisch im Rathaus räumen: Frank Kulicke wurde als Bürgermeister von Werneuchen abgewählt. Das vorläufige Ergebnis stand am Montagmorgen kurz nach 2 Uhr fest.

Kai-Uwe Krakau

+++ 1.55 Uhr: Die AfD wird als stärkste Fraktion in die neue Stadtverordnetenversammlung von Werneuchen einziehen. Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt sie auf 28,8 Prozent. Es folgen die UWW/BVB/Freie Wähler mit 14,8 Prozent und die CDU mit 14 Prozent. Die Linke kommt auf 9,4 Prozent, die SPD auf 8,4 und die Bündnisgrünen auf 4,6 Prozent.

Carsten Bruch setzt sich in Biesenthal durch

+++ 1.47 Uhr: Carsten Bruch (CDU) bleibt Bürgermeister der Stadt Biesenthal. Er setzte sich nach dem vorläufigen Endergebnis mit 60,8 Prozent der Stimmen gegen Herausforderer Detlef Klix (BVB/Freie Wähler) durch. In Breydin steht inzwischen die Nachfolge von Petra Lietzau, die nicht mehr angetreten war, fest Neuer Bürgermeister ist dort Thomas Höhns (Pro Breydin). Er setzte sich mit 59,5 Prozent gegen Andreas Ullrich (IG Breydin) durch.

Carsten Bruch, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Die Kommunikation und Verfahrensweise der Kreisverwaltung zur neuen Gebührenkalkulation war mehr als unglücklich. Die Abstimmungsergebnisse in den jeweiligen Ausschüssen spiegeln dies eindeutig wieder.“

19.06.2019   Mitglied im neugewählten Kreistag Barnim : Carsten Bruch  , CDU

Bleibt Bürgermeister in Biesenthal: Carsten Bruch (CDU).

Thomas Burckhardt

Werneuchens Bürgermeister kann Abwahl kaum noch abwenden

+++ 0.35 Uhr:  Werneuchens Bürgermeister Frank Kulicke ist offenbar so gut wie abgewählt. Nach der Auszählung von 10 der insgesamt 17 Wahlbezirke votierten für eine Abwahl 2106 Wahlberechtigte. Das sind 68,3 Prozent. Für einen Verbleib Kulickes im Amt sprachen sich 977 Werneuchener aus (31,7 Prozent). Das Quorum liegt bei 1990. Dass sich der bisherige Trend nach Auszählung der übrigen Wahllokale noch umkehrt, ist nicht zu erwarten. Die Frage, die sich ab Montag dann wohl stellt. Wer soll Kulicke als Bürgermeister folgen?

Ergebnisse der Europawahlen aus dem Barnim liegen jetzt vor

+++ 00:14 Uhr: Die Ergebnisse für die Europawahlen im Barnim liegen jetzt für alle 252 Wahlkreise vor. Demnach ist die AfD gegenüber den ersten Ergebnissen etwas zurückgefallen auf 26,9 Prozent der Stimmen. Zweite Kraft ist die CDU (16,6 Prozent), gefolgt vom BSW (15,4 Prozent). Die SPD erreicht 11,1 Prozent, die Grünen 6,1 Prozent, die Linke 5,9 Prozent, die Freien Wähler 3,3 Prozent und die FDP 3,0 Prozent. Gewinner sind das BSW und die AfD, die stärksten Verluste haben die Linke und die Grünen.

Bündnis Schorfheide holt in Böhmerheide 100 Prozent

+++ 23:59 Uhr: 100 Prozent Zustimmung für das Bündnis Schorfheide in Böhmerheide bei 80 Prozent Wahlbeteiligung. Es gab allerdings offenbar auch keine anderen Kandidaten. Sollte es hier eine Unzufriedenheit unter den Wählern gegeben haben, zeigten sie dies auf subtilem Weg. Immerhin 13 Böhmerheider, neun Prozent der Wählenden, gaben ungültige Stimmzettel ab.

+++ 23.55 Uhr: 4 der 23 Wahlvorstände aus Panketal haben inzwischen ihre Ergebnisse zur Wahl der Gemeindevertretung gemeldet. Es handelt sich dabei um vier der sechs Briefwahl-Bezirke. Aus diesen geht die CDU bislang als stärkste Kraft hervor (20,3 Prozent), gefolgt von BVB/Freie Wähler (18,2 Prozent). AfD (13,9), SPD (13,4), Linke (12,9) und Grüne (12,1) liegen nahezu gleichauf. Das Bündnis 100% Panketal steht bei 5,4 Prozent, Die Partei bei 2,0 und die FDP bei 1,7.

UWG legt in Wandlitz deutlich zu, die AfD aber auch

+++ 23.47 Uhr:  Einen ersten Trend gibt es aus Wandlitz. Nach der Auszählung von 4 der 25 Wahlbezirke kann die UWG einen satten Sieg für sich verbuchen. Die Wählergemeinschaft bringt es auf 13,6 Prozent der Stimmen und kann damit ihr Ergebnis nach jetzigem Stand verfünffachen (2019: 2,8 Prozent). Auf Platz eins liegt bislang die AfD mit 21,1 Prozent (2019: 15,7) vor dem Bündnis Klosterfelde mit 16,6 Prozent. Schon jetzt deutet sich an: Für Bürgermeister Oliver Borchert, gegen den im vergangenen Jahr ein Abwahlbegehren gescheitert ist, wird es damit nicht einfacher, innerhalb des Gemeindeparlaments Mehrheiten zu finden.

CDU bleibt im Amt Joachimsthal stärkste Kraft

+++ 23:43 Uhr: Im Amt Joachimsthal bleibt die CDU mit 30,8 Prozent stärkste Kraft bei den Kreistagswahlen – die AfD folgt mit 29 Prozent aber auf dem Fuß. Deutliche Verluste verbuchen die Grünen (-5,2 Punkte auf 3,6 Prozent) und die Linkspartei (-4,2 Punkte auf sechs Prozent).

+++ 23:23 Uhr: Der Trend in der Schorfheide, nach dem die AfD anfänglich dort bei den Kreistagswahlen weniger Stimmen bekommen hatte als im Rest des Barnim, hat sich nicht bestätigt. Nachdem nunmehr 13 von 16 Wahlbezirke in der Schorfheide ausgezählt sind, kommt die AfD sogar auf 31,7 Prozent der Stimmen. Das sind 18,7 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Wahl und mehr als im Durchschnitt des Barnim. Die CDU holt 12,6 Prozent, das Bündnis Schorfheide 11,3 Prozent.

Linke liegen in Eberswalde vorn

+++ 23.12 Uhr: In Eberswalde sind mittlerweile sieben der 43 Wahlbezirke für die Stadtverordnetenversammlung ausgezählt. Es gibt nach wie vor Verschiebungen: CDU 12,1, Linke 16,3. AfD 13,2, SPD 12,2, Bündnis 90/Die Grünen 11,8, FDP 7,8, Bündnis Eberswalde 7,4, Bürgerfraktion Barnim 3,0, Bürger für Eberswalde 9,5, BVB Freie Wähler Eberswalde 2,0, Einzelbewerber Fiedler 0,7, Einzelbewerber Ludewig 0,6 und DIe Partei/ALE/BI Radwege 3,0 Prozent.

Bürgermeister-Wahlen in vier Gemeinden entschieden

+++ 23.10 Uhr: Im Amt Biesenthal-Barnim wurden am Sonntag auch die Bürgermeister der Gemeinden Melchow, Marienwerder, Rüdnitz, Sydower Fließ und Breydin gewählt. Inzwischen liegen die Ergebnisse vor. In der Gemeinde Sydower Fließ gibt es einen Wechsel. Bürgermeisterin Simone Krauskopf (WSF) verliert knapp, aber eben doch wieder deutlich, gegen ihren bisherigen Stellvertreter Stefan Seemke (BBSF). Dieser liegt mit 52,2 Prozent aller Stimmen vorn, Krauskopf bleibt mit 47,8 Prozent das Nachsehen.

In Melchow sind die Mehrheiten weniger knapp verteilt. Bürgermeister Ronald Kühn (PROM) zieht mit 61,7 Prozent Zuspruch klar an seinem Gegenkandidaten Thorsten Kleinteich (NfM) 38,3 Prozent vorbei. Damit kann Kühn in seine dritte Amtsperiode als Bürgermeister starten.

Ein denkbar knappes Ergebnis verhilft in Rüdnitz dem bisherigen Bürgermeister Andreas Hoffmann zur weiteren Amtszeit. 622 Stimmen bekam Hoffmann (WAR), 604 Stimmen der Herausforderer Sven Grothe (FRW). In Prozent ausgedrückt: Hoffmann bekommt 50,7 Prozent Zustimmung, Grothe 49,3 Prozent.

In Marienwerder darf Annett Klingsporn fast schon erwartungsgemäß weiterregieren, nachdem sie als Bürgermeisterin ohne Gegenkandidat 69,2 Prozent Zuspruch einfahren konnte. Dass sie neben den 746 Stimmen auch 332 Gegenstimmen kassierte, dürfte der SPD-Frontfrau allerdings zu denken geben. Unbestritten ist es ihr mit dem Wahlergebnis gelungen, die nötige Zustimmung klar einzufahren, sodass von einer Wiederholung der Bürgermeisterwahl überhaupt keine Rede sein kann.

In Eberswalde geht es Schlag auf Schlag

+++ 23.04 Uhr: Plötzlich geht es in Eberswalde Schlag auf Schlag. Inzwischen sind vier der 43 Wahlbezirke für die Stadtverordnetenversammlung ausgezählt. Die Schwankungen halten an: CDU 14,7, Linke 13,5. AfD 12,8, SPD 13,0, Bündnis 90/Die Grünen 9,6, FDP 8,5, Bündnis Eberswalde 6,6 Bürgerfraktion Barnim 4,1, Bürger für Eberswalde 10,5, BVB Freie Wähler Eberswalde 2,1, Einzelbewerber Fiedler 0,7, Einzelbewerber Ludewig 02 und DIe Partei/ALE/BI Radwege 2,2 Prozent.

+++ 22.52 Uhr: Jetzt sind in Eberswalde zwei der 43 Wahlbezirke für die Stadtverordnetenversammlung ausgezählt. Es gibt nur leichte Verschiebungen: CDU 16,8, Linke 15,6. AfD 13,2, SPD 15,7, Bündnis 90/Die Grünen 8,4, FDP 6,6, Bündnis Eberswalde 7,4, Bürgerfraktion Barnim 3,1, Bürger für Eberswalde 7,5, BVB Freie Wähler Eberswalde 2,6, Einzelbewerber Fiedler 0,4, Einzelbewerber Ludewig 0,3 und DIe Partei/ALE/BI Radwege 2,5 Prozent.

+++ 22.50 Uhr: So richtig ausgelassene Stimmung gibt es momentan nur auf der Wahlparty des „Bündnis für Bernau“. „Unser Ziel war 6,9 Prozent“, sagt Fraktionsvorsitzender Detlef Maleuda bei der Wahlparty in Bernau. 6,9 war das Ergebnis der Kommunalwahl 2019. Und momentan sieht es so aus, als wenn das übertroffen würde. Nach der Auszählung von 16 der 59 Wahlbezirke steht das Bündnis bei 8,7 Prozent. Zwischenzeitlich lagen sie sogar bei 11 Prozent. „Alles über zehn Prozent wäre natürlich absolut super“, sagt Detlef Maleuda.

+++22:41 Uhr: Feierabend in Eichhorst und Werbellin in der Schorfheide, wo sogar die Ortsbeiräte bereits ausgezählt sind. Auch hier schneiden lokale Bündnisse oder Einzelbewerber bei den Gemeindewahlen am besten ab: in Eichhorst „Pro Eichhorst“ mit 81,3 Prozent, in Werbellin der Einzelbewerber Stefan Schweidler mit 37,6 Prozent.

Bündnis für Bernau

Das Bündnis für Bernau kann offenbar zufrieden sein. BfB kann den Stimmenanteil offenbar ausbauen.

Britta Gallrein

Landrat Kurth äußert sich zu Stimmengewinnen für die AfD

+++ 22:38 Uhr: Barnims Landrat Daniel Kurth hofft, dass sich mit dem weiteren Auszählen der Stimmen für den Kreistag das Ergebnis der AfD noch relativieren wird. Gleichwohl gehe es jetzt um die große Frage, wie sich dennoch in der Zukunft eine gute Politik für den Landkreis organisieren lasse. „Aktuell will aber vor allem denen danken, die gerade Stimmen auszählen. Und allen, die wählen gegangen sind und damit zu einer hohen Wahlbeteiligung beigetragen haben“, sagt der Sozialdemokrat.

Im Oberbarnim dominieren die Wählervereinigungen

+++ 22:20 Uhr: In den Dörfern des oberen Barnim dominieren die Wählervereinigungen. So auch in Ziethen: Dort erzielt die Wählergemeinschaft Klein Ziethen in der Wahl zur Gemeindevertretung 41,1 Prozent, der 27-jährige Einzelbewerber Robin Wölk kommt auf 36,7 Prozent. Ausgezählt wurde einer von zwei Wahlbezirken.

+++ 22.10 Uhr: Mit 121 von 252 Wahlvorlokalen ist für den Kreistag fast die Hälfte ausgezählt. Für Landrat Daniel Kurth (SPD) zeichnen sich schwierige Zeiten ab. Seine eigene Partei kommt aktuell nur auf 10,2 Prozent. Die AfD liegt mit 29,5 Prozent klar vorn. Vor der CDU, die mit 16,2 Prozent als einzige Partei ihr Ergebnis der vorherigen Wahl halten kann. Vor allem Linke und Grüne müssen herbe Verluste hinnehmen.

+++ 22:09 Uhr: Bei den Grünen in Bernau gibt es ein neues Führungsduo. Stefanie Bernsee und Barbara Brecht-Hadraschek wollen „in Bernau gute neue Strukturen schaffen“, kündigen sie an. „Wir haben einen sehr sichtbaren Wahlkampf gemacht und hatten viele Unterstützer", sagen die beiden. Man habe aber bislang noch kein Gefühl, wie sich die Lage in Bernau entwickele. Nach 14 von 59 ausgezählten Bezirken liegen die Grünen bei 7,2 Prozent. Die Verluste sind damit überschaubar. 8,2 Prozent gab es 2019 und damit drei Sitze im Stadtparlament.

Wahlparty der Grünen in Bernau

In Bernau sind die Verluste überschaubar: Wahlparty der Grünen in Bernau.

Britta Gallrein

Tiefensee stimmt für die Abwahl von Bürgermeister Kulicke

+++ 22:06 Uhr: Tiefensee hat sich als erster Ortsteil entschieden – und für eine Abwahl des Werneuchener Bürgermeisters Frank Kulicke gestimmt. 147 wahlberechtigte Einwohner plädierten dafür, dass der Rathauschef sein Amt verliert. Das sind 66,7 Prozent. 49 Tiefenseer stimmten mit Nein (33,3 Prozent). Das Quorum liegt bei 1990 Stimmen.

AfD bleibt bei Kreistagswahlen weiter vorn

+++ 22:05 Uhr: 40 Prozent der Wahlbezirke (101 von 252) für den Kreistag ist ausgezählt. Die AfD bleibt vorn mit 29,5 Prozent der Stimmen, die CDU hat gegenüber den ersten Ergebnissen etwas gewonnen mit 16,2 Prozent. Die Bauern konnten ihren Überraschungserfolg nicht halten und landen mittlerweile bei 3,4 Prozent. Die BVB/Freie Wähler kommen entgegen der ersten Auszählungen doch auf 12,5 Prozent. SPD: 10,2 Prozent, Linke: 9,7 Prozent, Grüne: 5,5 Prozent, FDP: 2,3 Prozent.

+++ 22:03: Auf der Wahlpartys der Bernauer Linken zeigt man sich ebenfalls entsetzt über das AfD-Ergebnis zur Europawahl. „Katastrophe“, kommentiert es Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung, Dominik Rabe, kurz und knapp. Auf der kommunalen Ebene hofft man hier, das Ergebnis von 2019 halten zu können. 20,7 Prozent waren es 2019 bei der Wahl zum Stadtparlament. Nach Auszählung von 14 der 59 Bezirke sind es derzeit rund 11 Prozent für die Linke. Es sieht also auch hier nach deutlichen Verlusten aus.

+++ 21:55 Uhr: Bleibt für die Stadtverordnetenversammlung von Eberswalde der erwartete Durchmarsch der AfD aus? Eine Antwort auf diese Frage kann es derzeit noch nicht geben, weil erst einer von 43 Wahlvorständen ein vorläufiges Ergebnis gemeldet hat. Demnach kommt die CDU auf 17,5, die Linke auf 17,8, die AfD auf 11,0, die SPD auf 16,6, Bündnis 90/Die Grünen auf 8,7, die FDP auf 6,4, Bündnis Eberswalde auf 7,2, Bürgerfraktion Barnim auf 1,8, Bürger für Eberswalde auf 7,4, BVB/Freie Wähler Eberswalde auf 2,4, Einzelbewerber Fiedler auf 0,0, Einzelbewerber Ludewig auf 0,4 und Die Partei/ALE/BI Radwege auf 2,9 Prozent.

+++ 21:47 Uhr: Die Wähler im Amt Britz-Chorin-Oderberg sind nach rechts gerückt. Die AfD vergrößert die Anteile bei den Europawahlen um 11,5 Punkte auf 34,5 Prozent, das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt auf 16,4 Prozent, die CDU auf 15,5 Prozent. Die Linke büßt 6,9 Punkte auf 4,5 Prozent ein, die SPD kommt auf 10,4 und die Grünen auf 5,1 Prozent (-6,4 Prozentpunkte). FDP und Freie Wähler liegen bei 2,6 und 2,2 Prozent. Die „Partei für schulmedizinische Verjüngungsforschung“ erhält vier Stimmen. Die Europawahl ist somit im Amt fertig ausgezählt.

BVB/Freie Wähler gewinnen in Weesow / Grüne holen 37 Prozent

+++21.47 Uhr: In Weesow ist als erstem Werneuchener Ortsteil die Auszählung der Stimmen für den Ortsbeirat beendet. Die Unabhängige Wählergruppe Werneuchen /BVB-Freie Wähler kam auf 62,2, Prozent der Stimmen. Bündnis 90/Die Grünen erhielten 37,8 Prozent. Wahlberechtigt waren 192 Einwohner, die Beteiligung lag bei 74,5 Prozent.  Die meisten Stimmen bekamen Linda Rindt (106), Thomas Wenzel (94, beide UWW/BVB-FR) sowie Sebastian Gellert (88, Bündnis 90/Die Grünen). Dieser war bisher auch Ortsvorsteher.

Erste Ergebnisse für die SVV in Bernau trudeln ein

+++ 21.41 Uhr: Nach und nach trudeln die ersten Ergebnisse für die Stadtverordnetenversammlung von Bernau ein. Acht von 59 Wahllokale sind mit der Auszählung bereits durch. Aktuell liegen BVB/Freie Wähler mit 22,5 Prozent ganz vorn, knapp dahinter landen Die Linke mit 17,2 Prozent und die CDU mit 16,8 Prozent. Schon 2019 wurde BVB/Freie Wähler stärkste Kraft in Bernau. Gelingt das 2024 erneut? Leichte Verlusten verzeichnen aktuell die AfD mit 11,5 Prozent (-0,6), die SPD mit 10,0 Prozent (-0,6) und die Grünen mit 7,4 Prozent (-0,8). Das Bündnis für Bernau steht bei 10,6 Prozent und damit deutlich besser als noch vor fünf Jahren (+3,7).

Briefwahl Bernau Wahlleiter Clemens Pfütz nimmt Briefwahlunterlagen von Wahlhelferin Franziska Radom entgegen.

Kraftakt: In Bernau sind die ersten Briefwahllokale ausgezählt. Wahlhelferin Franziska Radom übergibt die ausgezählten und versiegelten Stimmzettel an Wahlleiter Clemens Pfütz..

Tilman Trebs

+++ 21:29 Uhr: In der Stadt Joachimsthal behält die CDU mit 31,8 Prozent der Stimmen für die Stadtverordnetenversammlung ihre dominante Stellung. Die AfD kommt hier auf 10,4 Prozent und liegt hinter der SPD mit 11,2 Prozent. Die Wählervereinigung Pro Joachimsthal erzielt 23,3 Prozent, das neue Bündnis „Parteiunabhängige Bürger Joachimsthal“ (PUB) erreicht aus dem Stand 7,5 Prozent. Ausgezählt hat bisher einer von fünf Wahlvorständen.

+++ 21.28 Uhr: In 18 der 21 Wahlbüro im Amt Biesenthal-Barnim sind gegen 20.52 Uhr die EU-Wahlen zum großen Teil ausgezählt, das Ergebnis ist eindeutig. Die AfD liegt mit 31,4 Prozent klar vorn und überbietet das Ergebnis aus 2019 mit 11,4 Prozent. Zweitstärkste Kraft wird die CDU mit 16,5 Prozent und einem geringfügigen Verlust von 0,4 Prozentpunkten. Die SPD pendelt sich bei 10,6 Prozent Zuspruch ein und verliert damit im Vergleich zu 2019 3,6 Prozentpunkte. Ein katastrophales Ergebnis erzielt die Linke. Mit 5,1 Prozent erleidet die Partei einen Rückgang von 9,5 Prozentpunkten in der Wählergunst. Die Grünen landen bei 5,8 Prozent und müssen immerhin 6,9 Prozent weniger Zuspruch verbuchen. Das Wahlergebnis der FDP reduziert sich selbst auf niedrigem Niveau. Mit 2,5 Prozent der Wählerstimmen verringert sich das Wahlergebnis um 0,9 Punkte. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt aus dem Stand auf 12,5 Prozent.

+++ 21:00 Uhr: Einer von zwei Wahlvorständen in Lunow-Stolzenhagen ganz im Nordosten des Barnims ist mit der Auszählung der Gemeindevertretung fertig. Die Allgemeine Interessengemeinschaft Lunow-Stolzenhagen holt satte 60,8 Prozent der Stimmen, sie hat damit das Aktionsbündnis Lunow-Stolzenhagen überholt (21,6 Prozent). Bisher waren beide Gruppierungen mit je vier Vertretern gleichauf. Die Wahlbeteiligung ist mit 81,6 Prozent der Stimmen hoch.

+++20.53 Uhr: Keine Probleme, aber die Auszählung braucht Zeit, heißt es in Eberswalde. In der Kreisstadt sind 37 von 46 Wahllokale für die EU-Wahl ausgezählt. Demnach führt in der Waldstadt deutlich die AfD mit 30 Prozent. Es folgen die CDU und das BSW. Ergebnisse für die Stadtverordnetenversammlung liegen noch nicht vor. Die Wahlbeteiligung liegt nach jetzigem Stand bei gut 46 Prozent.

+++ 20:52 Uhr: In der Schorfheide hat die AfD bisher nur 22,7 Prozent der Stimmen bei den Kreistagswahlen geholt, deutlich weniger als im sonstigen Trend im Barnim. Die CDU kommt auf 17,1 Prozent. Ausgezählt sind dort bisher 2 der 16 Wahlbezirke.

+++ 20.45 Uhr: Die Bernauer SPD feiert ihre Wahlparty auf dem Dach des Rathauses. Gute Stimmung sieht allerdings anders aus. Die ersten Ergebnisse der Europawahl, in der sich die AfD als stärkste Kraft abzeichnet, hat man besorgt zur Kenntnis genommen. „Es ist alarmierend. Mit so einem Ergebnis habe ich bei uns nicht gerechnet“, sagt Fraktionsvorsitzende Cassandra Lehnert. Und mit Blick auf die Kommunalwahl: „Ich hoffe, dass wir unser Ergebnis von 2019 halten.“ Die AfD habe in Bernau in den letzten fünf Jahren nichts bewegt. Es wäre schlimm, wenn das belohnt werde.

Der SPD-Stadtverordnete Michael Herrmann verfolgt den Wahlabend mit seinen Genossen auf dem Dach des Rathauses in Bernau.

Der SPD-Stadtverordnete Michael Herrmann verfolgt den Wahlabend mit seinen Genossen auf dem Dach des Rathauses in Bernau.

Tilman Trebs

+++ 21:15 Uhr: Die bisherigen Ergebnisse der EU-Wahl im Barnim würden ihn mit Fassungslosigkeit erfüllen, sagt Kurt Fischer, SPD-Stadtverordneter aus Eberswalde und Landtagskandidat. „Noch sind ja die Zahlen für den Kreistag nicht belastbar. Und für die Stadtverordnetenversammlung wurde bislang keine einzige Stimme ausgezählt“, erklärt der Sozialdemokrat. Es sei zu hoffen, dass die demokratischen Kräfte im Kommunalen besser abschneiden würden.

+++ 21:05 Uhr: Für die Linke sei das sich abzeichnende schlechte Abschneiden bei der EU-Wahl im Kreis Barnim ganz klar eine politische Niederlage, sagt Sebastian Walter aus Eberswalde, der für seine Partei im Brandenburger Landtag sitzt und bisher auch Vorsitzender der Linksfraktion in der Stadtverordnetenversammlung war. „Leider schlägt der Rechtsruck trotz aller Skandale, die sich die AfD in den vergangenen Wochen und Monaten geleistet hat, auch im Barnim voll durch“, wertet er. Ähnliches zeichne sich bei der Wahl zum Kreistag Barnim ab.

Verhaltene Freude bei Barnims Christdemokraten

+++ 20:43 Uhr: Die Auszählung der Kreistagsergebnisse im Barnim ist schleppend. Bisher sind 29 von 252 Bezirken ausgezählt. In der Prignitz sind es schon 89 von 185 Wahlbezirken. Dort ist die AfD etwas schwächer als im Barnim, die Bauern erreichen 19,8 Prozent – die Grünen nur 3,8 Prozent.

+++ 20.35 Uhr: Verhaltene Freude bei den Christdemokraten, die sich im Eberswalder Altstadtkarree treffen. Deutschlandweit bei der EU-Wahl klar vorn, im Barnim aktuell bei 16,5 Prozent. Also auf dem Niveau der vorigen Wahl. Kreisvorsitzender Danko Jur spricht von einem „soliden Ergebnis", auch wenn das keinen Anlass für Jubelschreie biete. Vor allem aber stellt man sich bei der CDU, ebenso wie bei den Grünen, die Frage: Woher kommen die Zugewinne für die AfD?

+++ 20.15 Uhr: Ernüchterung und Enttäuschung bei den Grünen, die in der Eberswalder Geschäftsstelle die Ergebnisse verfolgen. Unter ihnen Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel. Für die Landtagswahl gelte es, das Wählerverhalten genau zu analysieren, sagt Vogel: „Wir müssen deutlich machen, warum eine starke grüne Stimme in Brandenburg zwingend erforderlich ist.“

+++ 20:11 Uhr: Nachdem nunmehr elf der 252 Wahlbezirke für die Kreistagswahlen im Barnim ausgezählt sind, hat die AfD ihren Vorsprung auf 31,6 Prozent ausgebaut. Die Bauern sind mittlerweile auf 6,9Prozent geklettert. Die Grünen erreichen 7,2 Prozent. Die Linkspartei kommt auf 10,3 Prozent, die CDU auf 14,6 Prozent, die SPD auf 10,1 Prozent.

+++ 19.55 Uhr: Verliert Werneuchens Bürgermeister Frank Kulicke  seinen Job? Mit großer Spannung wird in Werneuchen das Ergebnis des Abwahl-Bürgerentscheids erwartet. Allerdings: die Auszählung der Stimmen findet erst ganz zum Schluss statt. Zunächst geht es um die Europawahl, dann um den Kreistag, die Stadtverordnetenversammlung und die Ortsbeiräte. „Wir wollen alle Ergebnisse noch in der Nacht vorlegen“, zeigte sich Wahlleiterin Gabriele Sperling am Abend optimistisch. Ansonsten sei die Wahl reibungslos verlaufen. In einigen Wahllokalen in den Ortsteilen hätten sich auch kurzzeitig längere Schlangen gebildet. Stimmzettel mussten teilweise nachgeliefert werden. Auffällig: Zahlreiche Wähler kamen anscheinend nicht mit den Briefwahlunterlagen zurecht.  Die Stimmzettel wurden beispielsweise nicht in den dafür vorgesehenen Umschlag gesteckt. „Wir mussten sie dann für ungültig erklären“, so Gabriele Sperling. Rund 100 Wahlhelfer waren in Werneuchen in den Wahlvorständen tätig. In der Verwaltung waren es fünf Mitarbeiter.

+++ 19:48 Uhr: Mittlerweile sind im Barnim drei Wahlbezirke für die Kreistagswahlen ausgezählt. Stärkste Kraft ist die AfD mit 26,2 Prozent, gefolgt von der Linkspartei mit 25,9 Prozent. Die CDU kommt auf 12.8 Prozent, die SPD und die Grünen sind eingebrochen auf 6,3 und 5,7 Prozent. Stark verloren haben auch die BVB/Freien Wähler um 6,7 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Einen Überraschungserfolg verzeichnen die Bauern mit 7,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei über 70 Prozent.

Hälfte der Stimmbezirke für Europawahl ausgezählt

+++ 19.38 Uhr: Mehr als die Hälfte der Wahllokale für die EU-Wahl sind im Barnim ausgezählt. Die AfD liegt weiter klar vorn. Vor der CDU und dem BSW.

+++ 19.35 Uhr: Für das erste Barnimer Wahllokal flattert das Ergebnis für die Kreistagswahl ein.

+++ 19.26 Uhr: Martin Günther aus Bernau hatte sich große Hoffnungen gemacht, für Die Linke ins EU-Parlament einzuziehen. Von der Partei auf Listenplatz sechs gesetzt, hätten dafür schon etwa sechs Prozent der bundesweit abgegebenen Stimmen gereicht. Erste Prognosen geben für Die Linke allerdings nur knapp drei Prozent an. „Mein Traum ist geplatzt“, sagte Günther in einer ersten Reaktion dazu.

+++ 19.25 Uhr: 78 der 252 Wahllokale für die EU-Wahl im Barnim sind ausgezählt. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt aus dem Stand auf gut 14 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei mehr als 51 Prozent.

AfD führt bei Europawahlen im Landkreis Barnim deutlich

+++19.20 Uhr: Die ersten Ergebnisse der Europawahl trudeln ein. Bundesweit gibt es laut einer ersten Hochrechnung der ARD einen klaren Trend. Danach ist die CDU mit 29,6 Prozent stärkste Kraft vor der AfD mit 16,4 Prozent. Es folgen die SPD mit 14 und die Grünen mit 12 Prozent.
Die Ergebnisse aus dem Landkreis Barnim zeigen ein komplett anderes Bild. Nach der Auszählung von 65 der 252 Wahlvorstände liegt im Barnim die AfD zur Europawahl mit 32,5 Prozent vorn vor der CDU mit 16,2 und der SPD mit 10,6 Prozent. Es folgen die Linke, die mit 5,3 Prozent weit zurückfällt , die Grünen mit 4,6, die Freien Wähler mit 3,0 und die FDP sowie Die Partei mit je mit 2,6 Prozent.

224 Wahlhelfer in Ahrensfelde im Einsatz

+++ 19.13 Uhr: Für Ahrensfeldes Wahlleiter Marcel Becker begann der Wahlsonntag bereits um 6 Uhr morgens. „Wir haben die verschlossenen Unterlagen an die Wahlvorsteher herausgegeben, die Schlüssel für die Wahllokale und gelegentlich noch ein Mobiltelefon“,  so der Fachbereichsleiter. Insgesamt waren 224 Wahlhelfer im Einsatz, im Rathaus beschäftigten sich weitere 15 Mitarbeiter den Tag über mit der Wahl. „Es hat alles gut funktioniert“, so Becker. Größere Probleme habe es nicht gegeben. Die Wahlbeteiligung, so sein erster Eindruck, sei diesmal höher gewesen als bei den letzten Wahlen.

+++ 19.12 Uhr: In Spechthausen beginnt die Auszählung der Kreistagswahlen.

In Spechthausen wird mit einer Schere die Wahlurne für die Kreistagswahl geöffnet. Diese Aufgabe erledigt die Wahlvorsteherin Annegret Grundmann.

In Spechthausen wird mit einer Schere die Wahlurne für die Kreistagswahl geöffnet. Diese Aufgabe erledigt die Wahlvorsteherin Annegret Grundmann.

Sven Klamann

+++ 19.02 Uhr: Martin Hoeck muss sich eingestehen, dass es ihm nicht gelingen wird, für die FDP nach Straßburg ins Europaparlament einzuziehen. Er steht auf Listenplatz 8, seine Partei aber nur bei rund fünf Prozent. Dass sich das Blatt noch wendet, daran glaubt Hoeck nicht. Er will sich mit der FDP nun auf die Landtagswahlen konzentrieren. Er sagt: „Es lohnt sich, zu kämpfen.“

+++ 18.55 Uhr: Stadthalle im Familiengarten Eberswalde. Seit genau 55 Minuten läuft hier die Auszählung. Und zwar für die sechs Briefwahllokale der Kreisstadt. Dies sogleich für die Stadtverordnetenversammlung Eberswalde und den Ortsbeirat Clara-Zetkin-Siedlung. Während die Briefwahllokale sonst häufig die letzten sind, die Ergebnisse liefern, könnten sie heute in Sachen Kommunalwahl die ersten sein. Gleichwohl ist man im Familiengarten auf einen langen Abend oder sogar lange Nacht eingestellt. Denn die Beteiligung in Sachen Briefwahl ist hoch. Um die 5600 Eberswalder haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Der letzte Bürger war um 17.59 Uhr gekommen, um seinen Umschlag abzugeben. Gerade noch rechtzeitig.

Briefwahl

In der Eberswalder Stadthalle im Familiengarten haben die sechs Briefwahllokale ihren Sitz. Hier wird gleich die Kommunalwahl ausgezählt.

Viola Petersson

+++ 18.54 Uhr: Für jeden der 108 Bewerber im Wahlkreis 1 und für jeden der 80 Kandidaten im Wahlkreis 2 gibt es eine Zählliste, erklärt Robby Segebarth, der für die Briefwahl verantwortlich zeichnet, das Procedere. „Die Helfer lesen die Stimmen jedes Zettels vor.“ Bei bis zu 1200 Stimmzetteln pro Briefwahllokal könne dies dauern.

Urne

Jede Menge Arbeit für die Helfer in den Briefwahllokalen: Um die 5600 Eberswalde haben von der Option der Briefwahl Gebrauch gemacht. Punkt 18 Uhr begann, wie in den Urnenwahllokalen, die öffentliche Auszählung.

Viola Petersson

+++ 18.53 Uhr: Tilo Weingardt beobachtet für die Alternative für Deutschland die Auszählung der Stimmen vor Ort. Sein besonderes Interesse, so sagt er, gelte den ungültigen Stimmen. Während die ersten Hochrechnungen bei der EU-Wahl die AfD bei gut 16 Prozent sehen, hofft er für die Stadtverordnetenversammlung auf sieben Mandate.

+++ 18.51 Uhr: Wer gedacht hat, dass nach dem Auszählen der Stimmen für die EU sofort der Kreistag Barnim an der Reihe ist, wird in Spechthausen, dem Eberswalder Stimmbezirk 33, eines Besseren belehrt: Erst gibt es eine telefonische Schnellmeldung an die Wahlleitung im Rathaus, dann werden die Stimmen für jeden Wahlvorschlag einzeln in Briefumschläge gesteckt und versiegelt.

Hunderte Wahlhelfer in Bernau im Einsatz

+++ 18.50 Uhr: Auch in Bernau waren Helfer am Morgen damit beschäftigt, weitere Wahlkabinen und Wahlunterlagen an die 44 Wahllokale zu verteilen, um jedem Wahlberechtigten die Möglichkeit zu geben, seine insgesamt elf Stimmen für die Kommunal- und Europawahl abzugeben. Dadurch, dass insgesamt vier Wahlzettel auszufüllen waren, brauchen die Wähler länger Zeit als sonst in der Wahlkabine. Das führte zu Wartezeiten vor den Wahllokalen von rund einer Stunde. Die meisten Menschen hätten das aber entspannt hingenommen, berichtet eine Wahlhelferin.

Von den 45.000 Bernauern waren 36.400 berechtigt, ihre Stimme abzugeben. Davon machten sie auch reichlich Gebrauch. Bis 14 Uhr hatten im Wahlbezirk Schönow 62 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben.

Mehr als 530 Wahlhelfer sind in Bernau im Einsatz. Sie haben kurz nach 18 Uhr mit der Auszählung der Stimmen begonnen. Gegen etwa 20 Uhr werde mit den Ergebnissen der Europawahl zu rechnen sein, teilt die stellvertretende Wahlleiterin Claudia Herrmann mit.

Kommunalwahlen 2024 in Bernau. 350 Wahlhelfer waren am Sonntag in der Hussitenstadt im Einsatz.

Kommunalwahlen 2024 in Bernau. 350 Wahlhelfer waren am Sonntag in der Hussitenstadt im Einsatz. In der Stadtbibliothek kippten die Wahlhelferinnen Andrea Harder (l.) und Gabriele Bergelt  zunächst die Wahlurne zur Europawahl aus.

Conradin Walenciak

+++ 18.48 Uhr: „Sehr zufrieden“ ist in Wandlitz Wahlleiter Christopher Stähr mit der Wahlbeteiligung. 20.654 Menschen waren im Gemeindegebiet Wandlitz aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Bis 14 Uhr haben in den 20 Wahlbezirken über 30 Prozent von ihnen ihre Stimme vor Ort abgegeben, kann der Wahlleiter berichten. Rechnet man die rund 24 Prozent der Menschen dazu, die Briefwahlunterlangen beantragt haben, sind das im Schnitt bereits weit knapp 60 Prozent, die bis zum Mittag gewählt haben.

Schlangen vor den Wahllokalen in Wandlitz

Auch in Wandlitz hatten sich vor den Wahllokalen oft Schlangen gebildet. „Wir hatten im Vorfeld extra viele Wahlkabinen angefordert, die wir dann nachrüsten konnten“, sagt Stähr. Das habe die Wartezeiten verkürzt. „Aber es gibt natürlich immer Stoßzeiten, zu denen es dann voller wird. Das lässt sich nicht ganz vermeiden.“

In Panketal wurde auch nach 18 Uhr noch gewählt

+++ 18.38 Uhr: In Panketal wird auch teilweise nach 18 Uhr noch gewählt. Das berichtet der Wahlleiter der Gemeinde, Steffen Langnickel. „Es stehen immer noch Menschen vor der Wahllokalen an und wollen ihre Stimmen abgegeben“, sagte er gegen 18.30 Uhr. Die Möglichkeit dazu würden sie auch bekommen. Anstellen dürfe sich nach dem offiziellen Wahlende aber niemand mehr, stellt er klar. „Wer bis 18 Uhr vor Ort war, darf seine Kreuzchen noch setzen“, so Langnickel. Die Leiter der jeweiligen Wahllokale würden allerdings darauf achten, dass die Schlangen nicht mehr länger werden.

+++ 18.32 Uhr: Einen Bilderbuch-Start in den Wahlsonntag bilanziert Dirk Siebenmorgen, Wahlleiter im Amt Biesenthal-Barnim. Einzig in Sophienstädt habe es ein kleines Problem gegeben, da vor Beginn der Wahl seitens eines Wahlhelfers eine Krankmeldung ins Haus kam. „Das war aber völlig unproblematisch im Wahllokal, wir konnten sofort einen Ersatz stellen“, so Siebenmorgen. Immerhin 200 Wahlhelfer waren am Sonntag in den Wahllokalen im Amtsgebiet im Einsatz.

Wartezeiten in den Wahllokalen im Amt Biesenthal-Barnim

Aufgrund der teilweise sehr langen Kandidatenliste kam es, wie anderorts auch, zu Wartezeiten. Siebenmorgen selbst musste beispielsweise im Wahllokal Bahnhofstraße Biesenthal knapp 30 Minuten warten. Die Bürger hätten die Wartezeit mit Geduld ertragen, so die Einschätzung des Wahlleiters.

+++ 18.30 Uhr: Im Amt Biesenthal-Barnim wurden heute auch die Bürgermeister der Stadt Biesenthal sowie der Gemeinden Melchow, Rüdnitz, Marienwerder, Sydower Fließ und Breydin gewählt. Deren Stimmen werden nach der Kreistagswahl ausgezählt.

+++ 18.27 Uhr: Die Stimmen zur EU-Wahl sind ausgezählt. 133 Wahlberechtigte haben ihre Stimme abgegeben, zwei Stimmen waren ungültig. 30 Spechthausener haben die AfD gewählt, 25 Die Linke, jeweils 14 Bündnis 90/Die Grünen und BSW, 11 CDU, 10 Die Partei, 7 die Freien Wähler und 5 die SPD. Der Rest ist auf sonstige Parteien entfallen.

+++ 18.23 Uhr: Nach den Europawahlen geht es mit der Auszählung der Stimmen für den Kreistag im Barnim weiter. Allein für das Parlament hatten 500 Bewerber von 19 Parteien und Wählervereinigungen ihren Hut in den Ring geworfen. Anschließend werden die Stadtverordnetenversammlungen bzw. Gemeindevertretungen ausgezählt. Die Ortsbeiräte sind zum Schluss dran.

Schlechte Prognosen für EU-Kandidaten aus Bernau und Eberswalde

+++18.20 Uhr: Nach den ersten Prognosen sieht es schlecht aus für die Barnimer Europakandidaten Martin Hoeck (FDP) und Martin Günther (Linke). Die Linke käme auf drei Prozent, die FDP auf fünf. Das würde für die beiden nicht für den Einzug ins EU-Parlament reichen.

+++ 18.05 Uhr: Die erste Urne in Spechthausen wird geleert. Ab jetzt wird ausgezählt. Zuerst die Stimmen der Europawahl, anschließend die Kreistagswahl. Auch wenn die Ergebnisse als erste an diesem spannenden Abend feststehen, bleibt offen, ob sich daraus schon Trends ablesen lassen.

Die erste Wahlurne in Spechthausen wird geleert (von links): Nancy Fiedler, Isabelle Fischer und Annegret Grundmann.

Die erste Wahlurne in Spechthausen wird geleert (von links): Nancy Fiedler, Isabelle Fischer und Annegret Grundmann.

Sven Klamann

+++ 18.00 Uhr: Guten Abend! Bei den Europa- und Kommunalwahlen sind die Würfel die gefallen, die Wahllokale im Barnim sind geschlossen. Die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer beginnen nun mit den Auszählungen. Wir halten Sie hier im Liveblog auf dem Laufenden.

Zunächst wird die Europawahl ausgezählt. Zwei Barnimer Politiker machen sich Hoffnungen auf den Einzug ins EU-Parlament. Martin Günther (Linke) aus Bernau wurde von seiner Partei auf Platz 6 der Bundesliste gesetzt. Martin Hoeck (FDP) startet auf Platz 8 der Bundesliste der Liberalen. Die Linken müssten auf rund sechs Prozent in Deutschland kommen, damit Martin Günther das Ticket löst. Für Hoeck müsste die FDP etwa 8 Prozent holen. Werden es die beiden schaffen?

Siedlung ist jetzt ein eigener Ortsteil

Sonntag gegen 15 Uhr in der Clara-Zetkin-Siedlung, Wahllokal 30: das einzige der insgesamt 37 Wahllokale in Eberswalde, der Barnimer Kreisstadt, in dem die Wahlberechtigten vier Stimmzettel haben. Denn in der Siedlung, die seit Kurzem den Status eines eigenständigen Ortsteiles hat, wird erstmals ein Ortsbeirat gewählt. Wahllokal ist die Feuerwache.

Die Kameraden haben das große Feuerwehrfahrzeug aus der Halle gefahren. Während das Auto auf dem Anger parkt, stehen die Wähler der Siedlung Schlange, um ihre Stimmen abzugeben. Anneliese Schifter (79) hat im Rahmen der Nachbarschaftshilfe die 88-jährige Edith Raetz, die auf einen Rollator angewiesen ist, mitgebracht. Wegen der Schlange überlegt sie, ob sie nicht besser um 17 Uhr mit ihrer Nachbarin wiederkommen soll. Der Andrang ist groß in der Siedlung. Vom Vorstand heißt es nur: „Das geht den ganzen Tag schon so. Wir kommen gar nicht Zählen." Überschläglich läge man wohl schon bei einer Wahlbeteiligung von mehr als 50 Prozent. Wahlberechtigt sind knapp 950 Bürger.

Siedlung

Wahllokal 30 in Eberswalde: In der Clara-Zetkin-Siedlung in Eberswalde wird in der Feuerwache gewählt. Und hier haben die Wähler gleich vier Stimmzettel. Denn die Siedler wählen erstmals auch einen Ortsbeirat. Das Interesse ist groß. Die Bürger stehen Schlange.

Viola Petersson

Anneliese Schifter hat seit den 1980er Jahren einen Bungalow in der Siedlung. Und seit 2002 wohne sie dort. Eine „ordentliche Straße zum Oder-Havel-Kanal" würde sie sich wünschen. Und dass die Busse häufiger fahren. Dass die Siedlung jetzt offiziell Ortsteil sei, begrüße sie. Dies entspreche in etwa dem einstigen Siedlerbund.

Wähler stehen auch in der Clara-Zetkin-Siedlung Schlange

Clara Kunze (30) wählt indes zum ersten Mal in der Siedlung. Sie habe voriges Jahr am Bärbel-Wachholz-Weg, dem neuen Eigenheimstandort, gebaut und sei von Finow hergezogen. Sie fühle sich „gut angekommen". Der Ortsteilstatus sei schon gut, er könne die Interessen stärken. Wünschenswert wäre sicher eine kleine Einkaufsmöglichkeit vor Ort. Und bessere Busverbindungen. Die Wahl ist für die Lehrerin, die in Finowfurt unterrichtet, eine Selbstverständlichkeit. „Meine eigene Klasse darf das erste Mal überhaupt wählen gehen." Weshalb man natürlich auch im Unterricht über Demokratie und Rechte gesprochen habe.

Vor fünf Jahren hatte die Wahlbeteiligung an der Kommunalwahl für die Stadt Eberswalde bei 45,8 Prozent gelegen. Es könnte sei, dass 2024 ein deutlich höherer Wert erreicht wird. Beobachter sprechen von Schlangen vor den Wahllokalen und von sich daraus ergebenen längeren Wartezeiten bis zur Stimmabgabe.

So sind die Kommunalwahlen im Mai 2019 ausgegangen

2019 hatte die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung in Eberswalde folgendes Ergebnis gebracht: Linke 13,27 Prozent, CDU 12,15 Prozent, SPD 14,55 Prozent, Gegen B 167 neu 1,6 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen 10,61 Prozentm Bürgerfraktion Barnim 3,93 Prozent, FDP 7,23 Prozent, AfD 13,34 Prozent, Die Partei/ALE 3,32 Prozent, Einzelbewerber Carsten Zinn 1.56 Prozent, BfE 8,93 Prozent und Bündnis Eberswalde 9,50 Prozent.

Bei den Kreistagswahlen 2019 im Barnim war die CDU mit 16,2 Prozent die stärkste Kraft geworden, gefolgt von der Linken (15,9 Prozent) und der AfD (15,0 Prozent). Nicht aufs Treppchen hatten es die SPD (13,3 Prozent), BVB/Freie Wähler (13,1 Prozent), Bündnis 90/Die Grünen (10,9 Prozent), die FDP (4,1 Prozent), die Bürgerfraktion Barnim (3,1 Prozent), der Bauernverband Barnim (2,8 Prozent), das Bündnis Schorfheide (1,7 Prozent), BfB (1,2 Prozent) und der Einzelbewerber Carsten Zinn (0,3 Prozent) geschafft.

Am 9. Juni 2024 steht in ganz Deutschland die Wahl zum Europäischen Parlament an. In Brandenburg sind zudem Kommunalwahlen. Die Menschen im Barnim bestimmen die Zusammensetzung des Kreistages neu, in Eberswalde und Bernau geht es um die Stadtverordnetenversammlungen.