Party in Fürstenwalde: Tipps für Tanzwütige – wo in den nächsten Wochen die Post abgeht

Fesch im Dirndl: Liane Fischer vom „Küstriner Wappen“ in Fürstenwalde freut sich auf das Oktoberfest am Samstag (30.September).
Christoph MannFeiern muss jeder mal, von jung bis alt. Einfach mal den Beat aufdrehen und abtanzen. Doch wo gibt es in Fürstenwalde Angebote für Tanzwütige? Die sind tatsächlich nicht so reichlich gesät. Nach den Dorffesten und Sommer Open Airs der vergangenen Monate ist der Veranstaltungskalender ausgedünnt. Auch im Julius-Pintsch-Ring 11 ist es ruhig geworden.
Unterschiedliche Besitzer betrieben dort über Jahre Diskotheken. Die letzte, das P11, geriet 2020 wegen einer Razzia gegen Mitglieder des Rockermilieus in die Schlagzeilen. Doch ein paar Höhepunkte gibt es in diesem Jahr noch und das für Tanzwütige jeden Alters, von 18 bis 80.

„Jugendliebe“ in Fürstenwalde: Bernd Norkeweit und Lars Lorenzen wollen am Samstag (30. September) ordentlich abfeiern. Es gibt Musik zum Tanzen und viel Geschichte aus alten Gästebüchern der ehemaligen Gaststätte „Rathauskeller“.
Christoph MannGeschichte und Tanz im Brauereikeller
Schon an diesem Wochenende geht es los. In Keller des Alten Rathauses, den seit fünf Jahren die Brauereifreunde wieder bespielen, wird am Sonnabend (30. September) Party gemacht. Um 18 Uhr geht es los. Berndt Norkeweit und Lars Lorenzen, letzterer bekannt auch als DJ Beer, haben einen Abend mit Musik und Fürstenwalder Geschichte vorbereitet. Dazu gibt es Bier, Brezeln und Schmalzstullen mit Gurken. „Jugendliebe“, wie der bekannte Ute-Freudenberg-Schlager heißt ihre Veranstaltung und weist damit schon auf den nostalgischen Charakter hin. Die beiden Männer haben sich vorgenommen, die Geschichte des Rathauskellers wieder aufleben zu lassen.
Erinnerungen an Kultkneipe
Von 1969 bis 2001 war der Rathauskeller eine beliebte Gaststätte in der Stadt, betrieben von Ehrhardt und Marion Römer. Egal ob Weihnachtsfeier, Jugendweihe oder Hochzeit, viele Fürstenwalde haben Erinnerungen an ganz besondere Stunden, die mit dem Rathauskeller zusammenhängen.

Stoff zum Schmökern: Ein altes Brigadebuch der Gaststätte „Rathauskeller“ in Fürstenwalde.
Christoph MannUnd diese Erinnerungen werden jetzt wieder rausgeholt. Norkeweit und Lorenzen haben alte Gäste- und Brigadetagebücher aufgestöbert, die sie den Besucher am Samstag präsentieren werden. Dazu gibt es den ganzen Abend Tanzmusik. „Alles, was die Leute wollen“, verspricht DJ Beer, „ich kann mich gut anpassen.“ Natürlich will er sich, wie in es der DDR vorgeschrieben war, an die 60-40-Regel halten, also 60 Prozent Ostmusik, 40 Prozent aus dem Westen. Die Karten für diesen Abend waren so heiß begehrt, dass es keine mehr zu kaufen gibt.
Freikarten gewinnen!
Wer noch welche ergattern will, kann mit etwas Glück dank MOZ.de sogar Freikarten gewinnen. Zwei mal zwei Karten werden an die Glücklichen vergeben. Einfach am Freitag (29. September) von 12 bis 17 Uhr unter der Nummer 0162 9656825 anrufen und dann vielleicht einen tollen Abend erleben. Eine nächste Veranstaltung dieser Art ist schon für den 27. Januar 2024 geplant, berichten die Braufreunde.
Oktoberfest im „Küstriner Wappen“
Wer keine Karten fürs Brauereimuseum bekommen, hat die Chance auf Tanzmusik beim Oktoberfest im „Küstriner Wappen“ am gleichen Tag. „Ab achte lassen wir es knallen“, verspricht die Wirtin Liane Fischer. Neben dem Genuss von Haxen und Weißwurst, können die Gäste einen lustigen Abend mit Stimmungsmusik, Schlagern und allem, was sie sich beim DJ wünschen erleben. „Bei uns ist immer gute Stimmung und der DJ stellt sich auf die Gäste ein“, sagt Liane Fischer. Sie erzählt, dass Tanzveranstaltungen, wie diese immer stark bei den Fürstenwaldern nachgefragt sind und gut ankommen. Der Eintritt für diesen Abend kostet 5 Euro und es wird um Reservierung gebeten, wenige Plätze sind noch frei. Essen gibt es ab 17 Uhr, getanzt wird dann ab 20 Uhr.
Disco in der Marmorscheune
Und auch im Umland wird der Disko-Gänger auf der Suche nach Tanzvergnügen fündig. „Die Party geht wieder los“– heißt es in der Marmorscheune in Rauen. Am 7. Oktober wird den Gästen auf zwei Dancefloors die Luft unter den Sohlen heiß. „Gute Laune mitbringen“, mehr verlangt der Betreiber der mehr als 30 Jahre bestehenden – und nur noch sporadisch geöffneten – Marmorscheune Oliver Savoly vom Partyvolk nicht. Seine Gäste sind zwischen 18 und 60 Jahre alt, erzählt er und wer zum Einlass um 21 Uhr aufschlägt, kommt auch ganz entspannt rein.
Unten im Keller wird die etwas modernere Musik für die jungen Leute gespielt, oben gibt´s Party-Queerbeet. Die Leute kommen von überall, „wir haben einen großen Einzugsbereich“, sagt Savoly. Viele sind natürlich aus Fürstenwalde da, aber auch aus Beeskow, Storkow, Strausberg und Berlin. Der Eintritt an der Abendkasse kostet 14 Euro, wer Geburtstag hat, darf umsonst rein und sogar noch zwei Gäste mitbringen. Und dann heißt es abtanzen so lange es geht. „Bis sie umfallen.“ Noch viermal in diesem Jahr wird es in Rauen noch so krachen, kündigt Savoly an.

Heiße Party in Fürstenwalde: Am 28. Oktober steigt die Fete in der Pneumanthalle.
Raik Ruscher/Fun&Bass EventsVenga Venga in der Pneumanthalle
Backstreet Boys, Hip-Hop und Elektro-Sounds. Am 28. Oktober ist wieder Venga Venga in Fürstenwalde zu Gast und verspricht eine musikalische Zeitreise in die 90er und 2000er Jahre. In der Pneumanthalle können sich bis zu 1500 Partybegeisterte zu dieser Musik völlig verausgaben. Raik Ruscher von der Veranstaltungsagentur freut sich auf eine volle Hütte. „In mittelgroßen Städten, wie Fürstenwalde, die keine feste Diskothek haben, funktioniert das immer gut“, sagt er und erwartet einen Riesen-Hype.
Die meisten der Venga Venga-Besucher seien zwischen 25 und 45 Jahren alt, offen sei die Veranstaltung aber für alle ab 18. Karten dafür bekommt man im Internet ab 11,90 Euro oder an der Abendkasse, wenn nicht ausgebucht, für 15 Euro. Trillerpfeifen nicht vergessen.




