Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg: Ereignisse und Hintergründe im Überblick

Trauer am offiziellen Gedenkort an der Johanniskirche nach dem Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt.
Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa- Ein Auto fährt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt in eine Menschenmenge: mindestens ein Toter, viele Verletzte.
- Polizei geht von einem Anschlag aus; Täter festgenommen.
- Politiker wie Olaf Scholz und Robert Habeck zeigen sich bestürzt und danken den Einsatzkräften.
- Verletzte werden in Magdeburger Kliniken behandelt, Krankenhäuser überlastet.
- Weihnachtsmarkt abgeriegelt, Polizei und Rettungsdienste vor Ort.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
- Auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) ist ein Autofahrer in eine Menschengruppe gefahren, wobei mehrere Menschen getötet und über 200 verletzt wurden.
- Es war mutmaßlich ein Anschlag, jedoch gibt es laut dem Bundeskriminalamt keine Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund.
- Der Tatverdächtige, ein Psychiater aus Saudi-Arabien, der in Bernburg lebt und arbeitet, ist als islamkritischer Aktivist bekannt. Was wir über ihn bislang wissen.
- Bisherigen Berichten zufolge wurden fünf Frauen im Alter von 45, 52, 67 und 75 Jahren sowie ein neunjähriger Junge getötet. Weitere 299 Menschen wurden verletzt.
- Der Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen fortgesetzt werden, um die Hintergründe der Tat zu klären.
Ereignisse im Überblick
Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg:
Auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg ist ein Autofahrer in eine Menschenmenge gefahren. Dabei starben ein neunjähriger Junge aus Niedersachsen und fünf Frauen aus dem Großraum Magdeburg. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Der Vorfall wird als möglicher Anschlag eingestuft, laut Bundeskriminalamt gibt es aber keine Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund.
Tatverdächtiger:
Der Verdächtige ist ein 50-jähriger Psychiater aus Saudi-Arabien, der in Bernburg lebt und als islamkritischer Aktivist bekannt ist. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu seinen Motiven laufen, wobei Unzufriedenheit mit dem Umgang von Flüchtlingen aus Saudi-Arabien in Deutschland als mögliches Motiv betrachtet wird.
Reaktionen und Maßnahmen nach Anschlag in Magdeburg
Sicherheitsmaßnahmen:
Die Polizeipräsenz auf Weihnachtsmärkten in Deutschland wurde erhöht. Trauerbeflaggung wurde in Sachsen und bundesweit an den obersten Bundesbehörden angeordnet.
Gedenken und Trauer:
In Magdeburg fanden Trauerandachten statt, bei denen hunderte Menschen teilnahmen, darunter Politiker und Kirchenvertreter. Kerzen und Blumen wurden vor dem Seitenportal des Doms niedergelegt.
Öffentliche Einrichtungen und Veranstaltungen:
Öffentliche Kultureinrichtungen in Magdeburg bleiben als Zeichen der Trauer geschlossen. Sportveranstaltungen, wie ein Handball-Derby, wurden verschoben oder abgesagt. Das jährliche Weihnachtssingen in Magdeburg am 23.12. findet nicht statt. Der FC Bayern München sagte seine Weihnachtsshow ab.
Politische Reaktionen:
Bundeskanzler Olaf Scholz und andere hochrangige Politiker, einschließlich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Außenministerin Annalena Baerbock, äußerten ihr Mitgefühl und dankten den Einsatzkräften. Internationale Solidaritätsbekundungen kamen u.a. von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem israelischen Außenminister Gideon Saar.
Weiterführende Ermittlungen
Ermittlungsstand:
Laut Staatsanwaltschaft wird gegen den Verdächtigen wegen fünffachen Mordes ermittelt. Die Ermittlungsbehörden klären weiterhin, ob die Tat politisch motiviert war, jedoch wird sie derzeit nicht als Terroranschlag klassifiziert. Die Bundesanwaltschaft prüft, ob sie die Ermittlungen übernimmt.
Hintergrund des Verdächtigen:
Der Verdächtige war der Berliner Justiz bekannt und hatte sich mit rechtsextremen Plattformen beschäftigt. Er forderte in der Vergangenheit Ermittlungen gegen eine Flüchtlingshelferin und hatte Verbindungen zur AfD, war jedoch kein Mitglied.
Vor dem Anschlag eingegangenen Hinweise:
- Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erhielt im Spätsommer 2023 Hinweise zu dem mutmaßlichen Täter über Social-Media-Kanäle.
- Eine Frau hatte Ende 2023 Warnungen über den mutmaßlichen Täter an den X-Account des Bamf geschickt und zuvor versucht, die Berliner Polizei zu warnen. Ihre E-Mail erreichte versehentlich die Polizei einer Gemeinde namens Berlin in den USA.
- Die Berliner Polizei prüft derzeit Screenshots mit vermeintlichen Hinweisen, kann diese jedoch noch nicht bestätigen. Der mutmaßliche Täter war der Berliner Justiz wegen des Missbrauchs von Notrufen bekannt.
- Die Polizei hatte in der Vergangenheit eine Strafanzeige gegen den mutmaßlichen Täter aufgenommen und versucht, eine Gefährderansprache zu übermitteln. Taleb A. wurde jedoch nicht von den Beamten angetroffen. Dieses Verfahren liegt jedoch bereits ein Jahr zurück. Unklar sei auch, ob er das Schreiben unterzeichnet und zurückgesendet habe.
Hiermit beenden wir den Liveticker.
Die aktuellen Entwicklungen hier im Liveticker.
+++ 10:18 Uhr: Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, hat vor Spekulationen über den Umgang mit angeblichen Warnungen zum Attentäter von Magdeburg gewarnt.
„Jetzt ist die Zeit der Ermittlungskräfte, da könnten sich die Hobby-Polizisten einmal zurückhalten“, erklärte Wendt am Sonntag in Berlin. In Magdeburg hätten die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten eine hoch professionelle Arbeit abgeliefert, sie verdienten Respekt und Anerkennung statt absurder Verdächtigungen.
+++ 10:17 Uhr: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat nach eigenen Angaben vor der Attacke auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt einen Hinweis zu dem mutmaßlichen Täter erhalten. Der Hinweis sei im Spätsommer letzten Jahres über die Social-Media-Kanäle eingegangen, schrieb das Bamf am Samstag auf der Plattform X. „Dieser wurde, wie jeder andere der zahlreichen Hinweise auch, ernst genommen.“
Da das Bundesamt keine Ermittlungsbehörde sei, sei die hinweisgebende Person, wie in solchen Fällen üblich, direkt an die verantwortlichen Behörden verwiesen worden, hieß es.
Im Netz kursieren derzeit Screenshots, die Nachrichten einer Person mit Warnungen vor dem mutmaßlichen Täter Taleb A. an das Bamf zeigen sollen. Die Echtheit dieser Screenshots war zunächst nicht zu verifizieren.
+++ 10:15 Uhr: Bundesinnenministerien Nancy Faeser (SPD) hat nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg zusätzliche Ermittlungen angekündigt, um herauszufinden, welche Behörden zuvor Hinweise auf den Täter hatten. „Das Bundeskriminalamt unterstützt die Ermittlungen der Behörden in Sachsen-Anhalt“, sagte Faeser der „Bild am Sonntag“. „Die Ermittlungsbehörden werden alle Hintergründe aufklären. Dabei wird auch genau untersucht, welche Hinweise es in der Vergangenheit bereits gab und wie diesen nachgegangen wurde.“
+++ 06:58 Uhr: Nach der tödlichen Fahrt mit einem Auto über den Weihnachtsmarkt in Magdeburg muss der Tatverdächtige in Untersuchungshaft - die Suche nach seinem Tatmotiv steht derweil weiter im Fokus.
Die Staatsanwaltschaft Magdeburg beantragte einen Haftbefehl gegen den 50-Jährigen. Er müsse wegen des Vorwurfs fünffachen Mordes, mehrfachen versuchten Mordes und mehrfacher gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft, teilte die Polizei am frühen Sonntagmorgen mit.
+++ 22.12. 00:58 Uhr: Für den Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, ist die Motivlage des Todesfahrers von Magdeburg noch zu diffus für eine klare Bewertung. Es gebe aber - trotz der Art der Tatbegehung - keinen Hinweis auf einen islamistisch motivierten Anschlag, sagte Münch im ZDF-„heute journal“.
Auch der Generalbundesanwalt sage noch nicht eindeutig, wie der Sachverhalt einzuordnen sei. Der Tatverdächtige habe eine islamfeindliche Einstellung, er habe sich auch mit rechtsextremen Plattformen beschäftigt. Es sei heute aber nicht abschließend möglich zu sagen, dass die Tat politisch motiviert gewesen sei, sagte der Chef des Bundeskriminalamts.
+++ 20:37 Uhr: Nach dem Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt hat die Oberbürgermeisterin der Stadt, Simone Borris (parteilos), ihre Kommune dazu aufgerufen, trotz der Erschütterung zusammenzuhalten. „Ich wünsche uns allen, dass wir als Stadtgesellschaft uns davon nicht beeinträchtigen lassen“, sagte sie zum Abschluss der Trauerandacht im Magdeburger Dom. „Dass wir gemeinsam trauern, dass wir die Opfer und die Angehörigen der Opfer unterstützen in ihrer Trauer und dass die Stadtgesellschaft bitte zusammenhält.“
+++ 19:31 Uhr: Vor dem Seitenportal des Doms stellten Menschen Dutzende leuchtende Kerzen auf und legten Blumen nieder. Weil der Eingang vor Beginn des Gottesdienstes mit Gittern abgesperrt worden war, trugen Polizisten die Kerzen zu dem Portal. In das Gedenken in der Magdeburger Innenstadt mischten sich am Samstagabend aber auch rechte Parolen. Mehrere Hundert Teilnehmer versammelten sich. Zu sehen waren dort unter anderem ein Transparent mit dem Wort „Remigration“ sowie sogenannte Heimat-Fahnen. Rufe wie „Wir sind das Volk“ waren zu hören.
Nach Anschlag: Mehrere hundert Menschen trauern in Magdeburg
+++ 19:16 Uhr: Mehrere hundert Menschen haben am Samstagabend im Magdeburger Dom der Opfer des Anschlags gedacht. „Traurig und wütend, ratlos und ängstlich, unsicher und verzweifelt, sprach- und fassungslos und tief betroffen lässt uns der brutale Anschlag vom gestrigen Abend zurück. Mit Gefühlen, die sich nicht greifen lassen, sind wir heute Abend hier im Dom“, sagte der katholische Bischof Gerhard Feige.
Am Gedenkgottesdienst nahmen neben verletzten Opfern, Angehörigen und Rettungskräften auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) teil. Hunderte Menschen verfolgten auf dem Domplatz bei Kälte und Regen den Gottesdienst via Leinwand-Übertragung.
+++ 18:42 Uhr: Der israelische Außenminister Gideon Saar hat sich schockiert über den Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg geäußert. „Ich verurteile dieses verheerende Verbrechen“, schrieb er auf der Plattform X. Seiner Amtskollegin Annalena Baerbock, den Familien der Opfer und dem deutschen Volk spreche er sein Beileid aus. Den Verletzten wünschte Saar baldige Genesung. „Israel steht in Trauer an der Seite des deutschen Volkes und bietet jede erforderliche Hilfe an“, fügte der Minister hinzu.
+++ 18:17 Uhr: Der mutmaßlich Verantwortliche für die Todesfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt soll einem Haftrichter vorgeführt werden. Das solle noch am Samstag in Magdeburg erfolgen, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Der Haftrichter entscheidet, ob der Tatverdächtige in Untersuchungshaft gebracht wird. Bisher ist er nach Angaben der Ermittlungsbehörden noch in Polizeigewahrsam.
+++ 18:07 Uhr: Mit Blick auf den Anschlag in Magdeburg hält der Bonner Notfallseelsorger Albrecht Roebke Trauergottesdienste und Gedenkorte für sehr wichtig. Sie böten Angehörigen und den Bürgern die Möglichkeit, etwas zu tun und das Gefühl der Hilflosigkeit einzuschränken, sagte der evangelische Seelsorger am Samstag dem Nachrichtensender Phoenix. Man könne auf diese Weise aktive Solidarität zeigen und Gefühle der Trauer und Wut symbolisch ablegen.
Auf die Frage, ob die Menschen jetzt noch einen stimmungsvollen Advent und schöne Weihnachtstage feiern sollten, sagte Roebke: „Unbedingt.“ Man sollte der Tat und den Tätern nicht noch mehr Macht und Raum geben, als sie ohnehin schon bekommen hätten.
+++ 17:25 Uhr: Die Ermittlungsbehörden stufen die Todesfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt vorerst nicht als Terroranschlag ein. „Ob es ein Terroranschlag war, wissen wir noch nicht“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Walter Nopens in Magdeburg.
Auf die Frage eines Journalisten, ob er die Tat als Anschlag oder Amokfahrt bewerte, fragte Nopens zurück: „Worin sehen Sie den Unterschied zwischen einem Anschlag und einer Amokfahrt? Sie können beide Begriffe verwenden.»
Polizei Sachsen-Anhalt führt Ermittlungen zum Anschlag
+++ 17:14 Uhr: Nach der tödlichen Attacke auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg werden die Ermittlungen weiterhin von der Polizei in Sachsen-Anhalt geführt. Die Bundesanwaltschaft prüfe noch, ob sie die Ermittlungen übernehme, teilten die Sicherheitskräfte in Magdeburg mit. Der 50 Jahre alte Tatverdächtige sei weiterhin in Polizeigewahrsam. Er habe sich bereits geäußert.
+++ 16:58 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Magdeburg ermittelt gegen den mutmaßlichen Täter vom Weihnachtsmarkt bislang wegen fünffachen Mordes. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Walter Nopens sagte, lautet der Tatvorwurf darüber hinaus versuchter Mord in 200 Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
+++ 16:55 Uhr: Das Motiv des Todesfahrers von Magdeburg war möglicherweise Unzufriedenheit mit dem Umgang von Flüchtlingen aus Saudi-Arabien in Deutschland. Das sei der gegenwärtige Stand der Ermittlungen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Walter Nopens in Magdeburg. Der Tatverdächtige kommt aus Saudi-Arabien.
Neunjähriges Kind unter den Toten des Anschlags
+++ 16:30 Uhr: Bei der Todesfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt sind ein neunjähriges Kind und vier Erwachsene ums Leben gekommen. Das teilte der Leiter der Staatsanwaltschaft Magdeburg, Horst Walter Nopens, mit. 200 Menschen wurden verletzt.
+++ 16:26 Uhr: Beim Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg mit fünf Toten und 200 Verletzten soll der mutmaßliche Täter über den Flucht- und Rettungsweg auf den zentralen Platz gelangt sein. Die Fahrt habe rund drei Minuten bis zur Festnahme gedauert, sagte Tom-Oliver Langhans, Direktor der Polizeiinspektion Magdeburg.
+++ 16:02 Uhr: Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg wurden auch in Frankfurt (Oder) Maßnahmen ergriffen. Sicherheitsbehörden verstärkten ihre Präsenz auf Brunnen- und Rathausplatz.
+++ 15:20 Uhr: Der mutmaßliche Täter von Magdeburg war der Berliner Justiz bekannt, da ein Verfahren wegen Missbrauchs von Notrufen gegen Taleb A. vorlag. Seine Abwesenheit bei Gericht entfacht Diskussionen. Erst am vergangenen Donnerstag (19.12.) hätte der 50-Jährige am Amtsgericht Tiergarten erscheinen sollen, blieb dem Termin jedoch fern.
+++ 15:10 Uhr: Der mutmaßliche Täter des Anschlags von Magdeburg war nach Angaben der AfD kein Parteimitglied. „Wir können ausschließen, dass der Täter von Magdeburg Mitglied der AfD war“, sagte ein Sprecher von Parteichefin Alice Weidel der „Rheinischen Post“ am Samstag. „Auch ein Mitgliedsantrag hat nie vorgelegen.“
Anschlag auf Weihnachtsmarkt: Trauerbeflaggung in Sachsen
+++ 15:02 Uhr: Zum Gedenken der Opfer in Magdeburg gilt in Sachsen bis einschließlich Montag Trauerbeflaggung. Dazu würden alle Fahnen an Dienstgebäuden auf halbmast gesetzt, teilte die Landesregierung mit. „Unser Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Opfer dieses schrecklichen Vorfalls“, erklärte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). „In Gedanken sind wir bei ihnen und allen, die von diesem Ereignis betroffen sind.“
+++ 14:51 Uhr: Der Bundesopferbeauftragte Pascal Kober (FDP) übernimmt die Betreuung der Betroffenen des mutmaßlichen Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg. Dies erfolge auf Bitten von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundesjustizminister Volker Wissing (parteilos) „wegen der besonderen Bedeutung des schwerwiegenden Vorfalls und seiner Folgen“, teilte das Bundesjustizministerium mit. Er vermittle bei Bedarf psychosoziale und praktische Hilfe.
Zur psychosozialen Beratung wurde am Samstag eine kostenlose Telefonnummer 0800 - 0009546 freigeschaltet.
+++ 14:39 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist heute Abend nach Magdeburg, um der Trauerandacht für die Opfer der Todesfahrt auf dem Weihnachtsmarkt beizuwohnen. Das teilte seine Sprecherin auf Anfrage mit. Der ökumenische Gedenkgottesdienst findet im Dom der Landeshauptstadt statt. Steinmeier hatte bereits unmittelbar nach der Tat sein Entsetzen ausgedrückt, den Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl ausgesprochen und den Rettungskräften gedankt.
+++ 14:35 Uhr: Ungarns rechtspopulistischer Ministerpräsident Viktor Orban spricht nach der tödlichen Attacke in Magdeburg sein Mitgefühl aus, macht aber zugleich die Flüchtlingspolitik der EU für den Anschlag mitverantwortlich. „Wir stehen in erster Linie an der Seite der Deutschen“, sagte Orban in Budapest. Jedoch sei dies nicht nur die Angelegenheit der Deutschen.
Derartige Vorfälle gebe es „erst seit der Flüchtlingskrise“ von 2015, sagte Orban. „Da gibt es einen Zusammenhang. Manche versuchen, diesen zu leugnen.“
+++ 14:29 Uhr: Der Tatverdächtige von Magdeburg ist als islamkritischer Aktivist bekannt. Unter anderem verlangte er vergeblich die Aufnahme von Ermittlungen gegen eine Flüchtlingshelferin. Bei der Flüchtlingshelferin soll es sich um ein Vorstandsmitglied der Säkularen Flüchtlingshilfe handeln. Dieser Verein setzt sich für religiös Verfolgte und religionsfreie Flüchtlinge ein.
Ursprünglich habe die Überlegung einer Zusammenarbeit bestanden, um die Hilfe für atheistische Geflüchtete aus Saudi-Arabien zu koordinieren. Diese Kooperation sei jedoch gescheitert. Seitdem habe der Kontakt zu dem nun mutmaßlichen Täter nur noch über Anwälte und Gerichte bestanden.
+++ 14:20 Uhr: Nach dem tödlichen Anschlag in Magdeburg ist für Samstag ein Weihnachtsmarkt der Gebäudewirtschaft in Eisenhüttenstadt geplant. Findet er trotz der gestrigen Vorkommnisse statt?
+++ 14:16 Uhr: Die Tragödie von Magdeburg erschüttert weltweit. In Österreich werden ebenso Konsequenzen gezogen und die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.
+++ 14:09 Uhr: Saeed Saeeid, gebürtiger Syrer und Mitglied im syrisch-deutschen Kulturverein in Magdeburg, ist zutiefst erschüttert von dem Anschlag. „Es gibt keinen Platz für Gewalt, Hass oder Extremismus, gleich welcher Art, in unserer Gemeinschaft. Dieser Angriff ist ein Angriff auf den Zusammenhalt und Vielfalt unserer Stadt“, so Saeed Saeeid, der sich für Integration und interkulturellen Austausch einsetzt.
+++ 13:56 Uhr: Bisher keine Weihnachtsmärkte in Brandenburg geschlossen. Die Brandenburger Sicherheitsbehörden berieten mit Landräten und Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte über die Lage. Eine Schließung von Weihnachtsmärkten als Konsequenz aus der Todesfahrt in Magdeburg ist nach aktueller Lage für Brandenburg nicht ersichtlich.
Die Brandenburger Polizei unterstützt das Nachbarland. „Eine Hundertschaft aus Brandenburg ist nach Sachsen-Anhalt entsandt zur Unterstützung“, sagte die Ministeriumssprecherin.
+++ 13:46 Uhr: In den Fußball-Arenen soll an diesem Spieltag der Opfer des Anschlags von Magdeburg gedacht werden. Clubs und Spieler reagieren geschockt auf die Attacke.
Die Deutsche Fußball Liga empfiehlt den Clubs der 1. und 2. Liga bei den Spielen des Wochenendes das Tragen von Trauerflor und unterstützt im Gedenken an die Opfer des Anschlags Schweigeminuten in den Stadien, wie die DFL mitteilte.
Brandenburg schickt mehr Polizisten auf die Straße
+++ 13:32 Uhr: Brandenburg schickt nach der tödlichen Attacke auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg mehr Polizisten auf die Straße. Es gebe eine erhöhte Polizeipräsenz, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Aber: „Es liegen für Brandenburg keine konkreten Gefährdungshinweise vor.“ Die Gefährdungslage sei allerdings weiter abstrakt hoch.
+++ 13:21 Uhr: Eberswalde reagiert auf den Anschlag in Magdeburg. Die Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten im Barnim wird angepasst.
+++ 12:54 Uhr: Nach dem tödlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg kommen erste Informationen über den Täter ans Licht. Der in Bernburg lebende Arzt ist radikaler Islamgegner und teilte AfD-Inhalte. Kollegen äußern sich nun über Taleb A.
+++ 12:52 Uhr: Nach der Todesfahrt auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg hat Bundeskanzler Kanzler Olaf Scholz (SPD) eine umfassende Aufklärung der Tat angekündigt. Jetzt sei wichtig, dass man aufkläre, mit aller Präzision und Genauigkeit, sagte Scholz in Magdeburg bei einem Besuch des Tatorts. „Es darf nichts ununtersucht bleiben - und so wird es auch sein.“ Man müsse den Täter, seine Handlungen und Motive genau verstehen und darauf mit den strafrechtlichen Konsequenzen reagieren.
Anschlag auf Weihnachtsmarkt: Zahl der Toten auf fünf gestiegen
+++ 12:29 Uhr: Nach der Attacke auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg ist die Zahl der Toten auf fünf gestiegen. „Wir haben fünf Menschenleben zu beklagen und über 200 Verletzte, davon viele schwerst und schwer verletzt“, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).
+++ 12:23 Uhr: Zahlreiche Trauer und Beileidsbekundungen lassen sich in den sozialen Medien zum Anschlag in Magdeburg finden. Während einige User von Facebook, Instagram und X (ehemals Twitter) ihre Bestürzung zum Ausdruck bringen, instrumentalisieren andere das Ereignis für rechte Stimmungsmache. Doch nicht alle lassen sich das gefallen. Wir haben einige Reaktionen aus dem Netz zusammengefasst und eingeordnet.
+++ 11:55 Uhr: Die Stadt Cottbus reagiert auf den Anschlag in Magdeburg. Die Sicherheitsvorkehrungen auf Brandenburgs größtem Weihnachtsmarkt werden nach Angaben des Stadtsprechers erhöht.
+++ 11:44 Uhr: Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat nach dem mutmaßlichen Anschlag von Magdeburg bundesweit Trauerbeflaggung bei den obersten Bundesbehörden angeordnet. Dies teilte das Bundesinnenministerium am Samstag im Online-Dienst X mit. Faeser ist am Vormittag zusammen mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Justizminister Volker Wissing (parteilos) nach Magdeburg gereist, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.
+++ 11:36 Uhr: Nach dem Anschlag in Magdeburg hat die Handball-Bundesliga (HBL) das für Sonntag angesetzte Derby zwischen dem deutschen Meister SC Magdeburg und dem ThSV Eisenach verlegt. Magdeburg hatte zuvor einen Antrag auf Verlegung bei der HBL eingereicht, dem vom Verband stattgegeben wurde. Ob das für den 26. Dezember angesetzte Heimspiel gegen den HC Erlangen ausgetragen werden kann, ist noch nicht entschieden.
„Das ist 1:1 wie damals auf dem Breitscheidplatz“
+++ 11:35 Uhr: Die tödliche Attacke auf einen Weihnachtsmarkt in Magdeburg hat die Sprecherin der Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags am Berliner Breitscheidplatz 2016 erschüttert. „Das ist 1:1 wie damals auf dem Breitscheidplatz“, sagte Astrid Passin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Sie habe immer wieder Bilder und Ängste im Kopf. Am 19. Dezember 2016 war ein islamistischer Terrorist mit einem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gerast. Durch die Tat starben insgesamt 13 Menschen, einer von ihnen Jahre später an den Folgen. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt, manche von ihnen schwer.
+++ 11:25 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Anschlag mit mehreren Toten und zahlreichen Verletzten ist der Weihnachtsmarkt in Magdeburg für beendet erklärt worden. „Wir sind in tiefer Trauer und mit unseren Herzen und Gedanken bei den Opfern, Angehörigen und Helfern“, erklärten die Veranstalter am Samstag. Der Weihnachtsmarkt und die Lichterwelt seien beendet. Nach Angaben eines Stadtsprechers sollte der Weihnachtsmarkt ursprünglich bis zum 29. Dezember geöffnet bleiben.
+++ 11:21 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist am Samstagvormittag mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Tatort des mutmaßlichen Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg eingetroffen. Scholz und Haseloff wollten sich „über die Arbeit der Hilfskräfte und Ermittlungsbehörden informieren“, wie die Landesregierung zuvor am Samstag in Magdeburg mitteilte. Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Bundesjustizminister Volker Wissing (parteilos) sowie CDU-Chef Friedrich Merz sind vor Ort mit dabei.
+++ 11:08 Uhr: Die Weihnachtsmärkte im Land werden nach der Todesfahrt von Magdeburg wieder geöffnet - allerdings vielerorts unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen.
So soll etwa in Berlin, Bayern und Hamburg die Polizeipräsenz auf den Märkten erhöht werden. Das Thüringer Innenministerium berät mit den Marktveranstaltern im Freistaat mögliche Nachbesserungen der Sicherheitskonzepte. Auch in Leipzig sollen die Polizeipräsenz sichtbar erhöht und Zuwege zusätzlich gesichert werden.
In Hessen soll die Präsenz auf den Märkten deutlich hochgefahren werden, wie Innenminister Roman Poseck (CDU) ankündigte.
Der Magdeburger Weihnachtsmarkt soll nach der Todesfahrt geschlossen bleiben, wie die zuständige Gesellschaft zur Durchführung der Magdeburger Weihnachtsmärkte mitteilte.
+++ 10:46 Uhr: Nach der tödlichen Attacke auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg ist die Zahl der Toten auf vier gestiegen. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen wurden zudem 41 Menschen schwerst verletzt. Medien berichteten von insgesamt mehr als 200 Verletzten. Zuvor war von zwei Toten die Rede, darunter ein Kleinkind. Die Polizei äußerte sich zunächst auf Anfrage nicht. Am Vorabend war zunächst die Rede von mehr als 60 Verletzten gewesen.
+++ 10:29 Uhr: Die Zahl der beim Anschlag auf den Weihnachtsmarkt getöteten Menschen liegt möglicherweise höher. Wie volksstimme.de aus Magdeburg berichtet, gibt es nach bisher unbestätigten Angaben 5 Tote. Hinzu kommen laut dem Nachrichtenportal 40 Schwerstverletzte, die in Lebensgefahr schweben, 86 Schwerverletzte und 78 Leichtverletzte.
+++ 10:27 Uhr: Scholz und Faeser in Magdeburg erwartet
Scholz, Faeser und Wissing wollen heute in die Landeshauptstadt nach Sachsen-Anhalt kommen. Am Abend soll es im Dom eine Gedenkfeier geben. Das Innenministerium von Sachsen-Anhalt ordnete bis Montag Trauerbeflaggung an allen Dienstgebäuden des Landes an.
+++ 9:32 Uhr: Der AfD-Politiker Tobias Rausch ist nach eigenen Angaben Zeuge der Attacke auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt geworden.
+++ 8:49 Uhr: Das sächsische Innenministerium sieht nach der tödlichen Attacke auf dem Magdeburger Markt derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr für die Weihnachtsmärkte in Sachsen. „Wir wollen auch für die kommenden Tage den unbeschwerten Besuch der Weihnachtsmärkte möglich machen“, sagte Innenminister Armin Schuster.
Die Polizei stehe für die Gemeinden und Veranstalter parat, um nach den Geschehnissen in Magdeburg noch einmal genau zu überprüfen, wo die sorgfältig vorbereiteten Sicherheitskonzepte noch weiter angepasst werden sollten, betonte der CDU-Politiker.
„Wir werden wachsam bleiben und mit der spürbar hohen Präsenz und Einsatzbereitschaft der Polizei nicht nachlassen“, betonte der Minister. Den Sicherheitsbehörden in Sachsen-Anhalt habe man sofort nach dem Anschlag jede Unterstützung aus Sachsen zugesichert. „Unsere Gedanken sind jetzt vor allem bei den Opfern, Angehörigen und Einsatzkräften in Magdeburg“, so Schuster weiter.
Mann aus Saudi-Arabien ist als islamkritischer Aktivist bekannt
+++ 8:16 Uhr: Der nach der Attacke auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg festgenommene Mann aus Saudi-Arabien ist als islamkritischer Aktivist bekannt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bezeichnet sich der 50-jährige Arzt, der seit 2006 in Deutschland lebt, selbst als Ex-Muslim.
In sozialen Medien und Interviews erhob er zuletzt teils wirr formulierte Vorwürfe gegen deutsche Behörden. Er hielt ihnen unter anderem vor, nicht genügend gegen Islamismus zu unternehmen. Nachdem er vor Jahren mit seiner Unterstützung für saudische Frauen, die aus ihrem Heimatland fliehen, an die Öffentlichkeit gegangen war, schrieb er später auf seiner Website in englischer und arabischer Sprache: „Mein Rat: Bittet nicht um Asyl in Deutschland.“
Rettungshubschrauber Christoph 100 unterstützte Rettungskräfte
+++ 7:55 Uhr: Laut Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) kam der Rettungshubschrauber Christoph 100 am Standort Helios-Klinikum Berlin-Buch in der Nacht zum Einsatz und unterstützte die Magdeburger Rettungskräfte. Die Berliner Feuerwehr habe auch Hilfe bei der Einsatznachsorge und der psychosozialen Notfallversorgung angeboten. „Ich bin in Gedanken auch bei den vielen Verletzten, den Ersthelfenden und den Einsatzkräften vor Ort“, so die Senatorin.
+++ 7:54 Uhr: „Ich bin zutiefst erschüttert über den schrecklichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg“, sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt jetzt in dieser schweren Zeit den Opfern und ihren Angehörigen.“
+++ 7:51 Uhr: Die Polizei erhöht ihre Präsenz auf den Berliner Weihnachtsmärkten nach der tödlichen Attacke auf den Magdeburger Markt. Das teilte Berlins Innensenatorin Iris Spranger mit. Polizei und Feuerwehr hätten den Magdeburger Kolleginnen und Kollegen zudem umgehend ihre Unterstützung angeboten. Die Sicherheitsbehörden stünden im engen Austausch miteinander, um über das weitere Vorgehen zu beraten.
+++ 7:49 Uhr: In Magdeburg bleiben nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt öffentliche Kultureinrichtungen in den kommenden Tagen geschlossen. Als Zeichen der Trauer bleiben alle städtischen Kultureinrichtungen, darunter das Theater, das Puppentheater und die Museen geschlossen, teilte die Stadt am Samstag mit. Die Schließung gelte für „die kommenden Tage“ - nähere Angaben machte die Stadt nicht.
Anschlag auf Weihnachtsmarkt: Gedenkstunde im Dom
Die Stadt kündigte außerdem an, vor dem Westportal der Magdeburger Johanniskirche eine Möglichkeit zu schaffen, um innezuhalten und somit in unmittelbarer Nähe des Tatorts trauern und Blumen niederlegen zu können. Samstagabend um 19 Uhr findet im Magdeburger Dom eine Gedenkstunde statt.
+++ 6:52 Uhr: Auch Saudi-Arabien verurteilte die tödliche Attacke. „Das Königreich bringt seine Solidarität mit dem deutschen Volk und den Familien der Opfer zum Ausdruck“, schrieb das Außenministerium in einer Mitteilung auf X. In der Stellungnahme erwähnte das Land den Verdächtigen, der aus Saudi-Arabien stammt, nicht.
+++ 6:51 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron schrieb auf X, Frankreich teile den Schmerz des deutschen Volks. Er sei zutiefst erschüttert über „den Horror“, der den Weihnachtsmarkt heimgesucht habe. Die USA versicherten ihre Solidarität. Die USA seien bereit, Unterstützung zu leisten, hieß es vom Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller. Der designierte US-Vizepräsident J.D. Vance zeigte sich bei X ebenfalls betroffen: „Was für eine entsetzliche Attacke so kurz vor Weihnachten.“
+++ 6:50 Uhr: Auch in anderen Städten mit Weihnachtsmärkten ist die Polizei nun besonders achtsam. In Stuttgart sagte ein Polizeisprecher, die Polizeikräfte seien vor Ort sensibilisiert worden. In Berlin sagte ein Sprecher, man habe die Beamten aufgerufen, ein erhöhtes Augenmerk auf Weihnachtsmärkte zu richten.
+++ 6:49 Uhr: Ein Handyvideo soll die Festnahme des Verdächtigen zeigen. In dem Clip ist zu sehen, wie ein Polizist seine Waffe auf den Verdächtigen richtet und ihm zuruft, sich hinzulegen: „Die Hände auf den Rücken!“ und „Bleib liegen!“ Der Mann legt sich neben einem schwarzen – sichtbar beschädigten – Auto auf den Boden und befolgt die Anweisungen. Schließlich kommt Verstärkung, mehrere Polizisten springen aus dem Einsatzwagen und umkreisen den am Boden liegenden Verdächtigen. Der Polizist weist seine Kollegen an, „nicht so nah ran“ zu gehen.
+++ 6:42 Uhr: Nach der Todesfahrt über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gehen die Ermittler weiter von einem Einzeltäter aus. Hinweise, nach denen ein zweites, möglicherweise tatrelevantes Auto in der Innenstadt gesichtet wurde, hätten sich nicht bestätigt, teilte die Polizei auf X mit. Die Einsatzmaßnahmen dauerten an, es würden unter anderem Durchsuchungen durchgeführt, hieß es weiter. Eine Sprecherin sagte, es laufe eine Durchsuchung in Bernburg. Details nannte sie nicht. „Aktuell haben wir keine Hinweise auf Mittäter.“
+++ 00:55 Uhr: Das Theater Magdeburg hat volksstimme.de zufolge bis 23.12. alle Veranstaltungen wegen des Anschlags abgesagt. Auch ein Konzert „Comedian Harmonists“ am 21.12. um 20 Uhr in der Johanniskirche wurde demnach abgesagt.
+++ 00:31 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Attacke auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg verurteilt. „Meine Gedanken sind heute bei den Opfern der brutalen und feigen Tat in Magdeburg“, schrieb sie auf der Plattform X. Ihr Beileid gelte den Angehörigen und Freunden, ihr Dank der Polizei und den Rettungskräften. „Diese Gewalttat muss aufgeklärt und hart geahndet werden.“
+++ 21.12. 00:11 Uhr: Nach der tödlichen Attacke auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt kann die Polizei noch keine Angaben zum Tatmotiv machen. Das Geschehen könne „noch nicht abschließend klassifiziert“ werden, teilte die Polizei mit. „Wir kennen noch keine Hintergründe zur Tat, wir ziehen alles in Betracht“, sagte eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage.
+++ 23.58 Uhr: Wie die Polizei noch am Abend bekannt gegeben hat, ist in dem mutmaßlichen Tatfahrzeug kein Sprengsatz gefunden worden. Der Bereich rund um das Fahrzeug war zuvor von den Polizisten weiträumig abgesperrt worden, da Sprengstoff vermutet wurde.
+++ 23:40 Uhr: Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt Magdeburg mit mindestens zwei Toten hat die Stadt die Johanneskirche als Ort des öffentlichen Trauerns bekannt gegeben, berichtet volksstimme.de. Zudem soll es am Samstag ab 19 Uhr eine Gedenkstunde im Magdeburger Dom geben.
+++ 23:37 Uhr: Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt Magdeburg ist die Innenstadt von Magdeburg weiträumig abgesperrt. Betroffen davon ist auch der öffentliche Personennahverkehr der Magdeburger Verkehrbetriebe (MVB). Breiter Weg Süd und Nord sind laut volksstimme.de aktuell für den Straßenbahnverkehr gesperrt. Die Bahnen fahren bis Hauptbahnhof und zurück sowie bis Uniplatz und zurück.
+++ 23:36 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) der Landesregierung von Sachsen-Anhalt Hilfe des Bundes bei den Ermittlungen zugesagt. „Die Sicherheitsbehörden werden die Hintergründe aufklären“, erklärte Faeser am Freitagabend nach einem Telefonat mit Landesinnenministerin Tamara Zieschang (CDU). Sie habe ihrer Kollegin „jede mögliche Unterstützung des Bundes zugesagt“.
+++ 23:33 Uhr: Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) nannte das Geschehen „einfach furchtbar“. „Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der beiden getöteten Menschen in Magdeburg und bei den vielen Verletzten“, erklärte er.
+++ 23:32 Uhr: Der rheinland-pfälzische Regierungschef Alexander Schweitzer (SPD) sprach von erschütternden Nachrichten aus Magdeburg, wo Menschen „einen schönen Abend auf den Weihnachtsmarkt verbringen wollten“. „Wir bangen mit den Verletzten“, erklärte er.
+++ 23:31 Uhr: „Ein furchtbarer Anschlag reißt uns aus der Adventsruhe und trifft Deutschland ins Mark“, erklärte der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU). Er versicherte „den Opfern, ihren Angehörigen und den Einsatzkräften“ seine Anteilnahme.
+++ 23:31 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprach von einem „Anschlag auf die Freiheit“. Die Bilder von der Autoattacke auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg machten ihn „fassungslos, traurig und wütend“, erklärte er.
+++ 23:30 Uhr: Der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) zeigte sich „fassungslos“. Er hoffe, das die dutzenden Verletzten „vollständig genesen“ können. „Das Weihnachtsfest mit seiner Botschaft des Friedens so zu missbrauchen, ist schockierend“.
+++ 23:29 Uhr: „Heute steht die Zeit still“, erklärte der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Freitagabend. Er sprach von „schockierenden Nachrichten“ und fügte hinzu: „Gerade Weihnachtsmärkte sollen ein Ort der Familien und der Lebensfreude sein.“
+++ 23:28 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Anschlag von Magdeburg hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte nach eigenen Worten Bundeskanzler Olaf Scholz kontaktiert und ihm sein Mitgefühl ausgedrückt. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und deren Familien“, schrieb Rutte auf der Plattform X. „Die Nato steht an der Seite Deutschlands.“
Anschlag in Magdeburg: FC Bayern sagt Weihnachtsshow ab
+++ 23:23 Uhr: Der FC Bayern hat seine geplante Weihnachtsshow nach dem erfolgreichen Jahresabschluss in der Fußball-Bundesliga gegen RB Leipzig aufgrund des mutmaßlichen Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg kurzfristig abgesagt. Klubchef Jan-Christian Dreesen erklärte den Fans nach dem 5:1 die Maßnahme auf dem Rasen. Um ihn herum standen Weihnachtsbäume, die Spieler schauten betreten.
„Dass ich hier stehe, haben wir uns völlig anders vorgestellt. Der Hintergrund ist ein schrecklicher, grauenvoller Anschlag in Magdeburg. Deswegen haben wir uns kurzfristig entscheiden, auf unsere Weihnachtszeremonie zu verzichten“, sagte Dreesen und fügte hinzu: „Diese Zeremonie sollte eine fröhliche sein, und die passt nicht in diesem Moment. Ich bitte Sie alle, aufzustehen und den Angehörigen und Freunden und Opfern zu gedenken.“
+++ 23:09 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat mit Bestürzung auf den Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt reagiert. Innenministerin Katrin Lange (SPD) bot medizinische Hilfe und die Unterstützung der Polizei an. Die Sicherheitsbehörden in Brandenburg wollen sich nach ihren Angaben am Samstag über möglicherweise erforderliche Maßnahmen verständigen.
+++ 23:05 Uhr: Acht Jahre nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz hat es in Magdeburg erneut einen folgenreichen Angriff auf einen Weihnachtsmarkt gegeben. Solche Märkte gelten als potenzielles Anschlagsziel, da sie nur schwer zu sichern sind. Ein Überblick über Attacken und Angriffspläne in Deutschland und Frankreich.
+++ 22:45 Uhr: Die Polizei hat ein Bürgertelefon für Angehörige der Opfer des Anschlags eingerichtet: 0391 – 546 1690, berichtet volksstimme.de. Auch die Universitätsmedizin Magdeburg hat demnach Hotline-Nummern für Angehörige eingerichtet: 0391 - 67 25218 , 0391 - 67 25219 und 0391 - 67 15663. Psychologische Betreuung für Angehörige gibt es in Haus 8, Ebene 4.
+++ 22:38 Uhr: Was wir bislang nicht wissen: Die genaue Zahl von Verletzten ist noch unklar. Der Name des Täters ist noch nicht bekanntgegeben worden. Der Hintergrund des Vorfalls oder das Motiv des Täters ist noch unklar.
Erinnerungen an Attentat auf Weihnachtsmarkt in Berlin
+++ 22:35 Uhr: Das Geschehen in Magdeburg weckt Erinnerungen an das Attentat auf den Weihnachtsmarkt in Berlin am 19. Dezember 2016, als ein islamistischer Attentäter mit einem gestohlenen Lkw auf dem Breitscheidplatz Dutzende Besucher erfasste. Insgesamt 13 Menschen starben, 67 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
+++ 22:34 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will am Samstag nach Magdeburg fahren. Er plane im Laufe des Tages vor Ort gemeinsam mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Rainer Haseloff (CDU), ein Statement, berichtet das Nachrichtenportal t-online.
+++ 22:27 Uhr: Warum das Fahrzeug des mutmaßlichen Täters trotz Absperrungen und Sicherheitskonzept auf den Weihnachtsmarkt Magdeburg gelangen konnte, ist unklar.
+++ 22:19 Uhr: Magdeburgs katholischer Bischof Gerhard Feige hat sich erschüttert über den mutmaßlichen Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt gezeigt. „Gerade in diesen Tagen und vor einem Fest, wo uns die Botschaft von der Liebe Gottes, der Würde des Menschen und die Sehnsucht nach einer heilen Welt besonders bewegen, ist eine solche Tat umso erschreckender und abgründiger“, sagte er am Freitagabend der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). „Ich denke an die Betroffenen, ihre Angehörigen und die Einsatzkräfte und schließe sie in mein Gebet ein.“
Zugleich sieht der Bischof angesichts dieser Gewalttat auch die Gesellschaft gefordert. Sie müsse jeglichem Extremismus noch entschiedener entgegentreten und sich noch mehr für ein friedvolles Miteinander einsetzen.
Feige verwies darauf, dass die Notfallseelsorger vor Ort im Einsatz seien. Die Kathedrale Sankt Sebastian werde am Samstag geöffnet sein und biete einen Ort des Gedenkens an.
Zwei Tote bei Anschlag: Erwachsener und Kleinkind getötet
+++ 22:18 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Einsatzkräften beim mutmaßlichen Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt gedankt. „Die Vorfreude auf ein friedliches Weihnachtsfest wurde durch die Meldungen aus Magdeburg jäh unterbrochen“, erklärte Steinmeier laut Mitteilung. „Noch sind nicht alle Hintergründe der schrecklichen Tat aufgeklärt. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Ich danke allen Rettungskräften für ihren Einsatz.“
+++ 22:09 Uhr: Es sind zwei Tote zu beklagen, bestätigt Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in der ARD. Bei den Todesopfern soll es sich um einen Erwachsenen und um ein Kleinkind handeln. Weitere Tote könnten nicht ausgeschlossen werden.
Mutmaßlicher Täter ist ein aus Saudi-Arabien stammender Arzt
+++ 22:09 Uhr: Der mutmaßliche Täter soll ein aus Saudi-Arabien stammender, in Sachsen-Anhalt arbeitender Arzt sein, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in der ARD. Bei dem festgenommenen Verdächtigen handle es sich um einen Arzt, der in Bernburg lebe und arbeite. Dort läuft laut Nachrichtenportal volksstimme.de ebenfalls ein Polizeieinsatz. Der Mann sei nach bisherigen Erkenntnissen ein Einzeltäter und war den Behörden nicht als Islamist bekannt. Landesinnenministerin Tamara Zieschang sagte, sei seit 2006 in Deutschland und habe einen unbefristeten Aufenthaltstitel. Der Täter ist laut Haseloff mit einem Leihwagen in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt gerast.
Landesinnenministerin Tamara Zieschang sagte, der Mann stamme aus Saudi-Arabien, sei seit 2006 in Deutschland und habe einen unbefristeten Aufenthaltstitel. Der Täter ist laut Haseloff mit einem Leihwagen in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt gerast.
+++ 22:05 Uhr: Innenministerin Nancy Faeser hat ihr Mitgefühl mit Opfern und Angehörigen des mutmaßlichen Anschlags von Magdeburg zum Ausdruck gebracht. „Die Nachrichten aus Magdeburg sind zutiefst erschütternd“, schrieb sie auf X. „Die Rettungsdienste tun alles, um die Verletzten zu versorgen und Menschenleben zu retten“, so die SPD-Politikerin. „Die Sicherheitsbehörden werden die Hintergründe aufklären.“

Mutmaßlicher Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg: Sondereinsatzkräfte der Polizei im Einsatz.
Heiko Rebsch/dpa+++ 22:01 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hat bestürzt auf den mutmaßlichen Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt reagiert. „Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Mein Dank den Rettungskräften und Helfern“, schrieb die Grünen-Politikerin auf X. Sie sei erschüttert von den Bildern in Magdeburg.
+++ 21:57 Uhr: Der festgenommene Verdächtige ist den deutschen Behörden nach Informationen aus Sicherheitskreisen bislang nicht als Islamist bekannt gewesen. Der Mann soll nach ersten Erkenntnissen etwa 50 Jahre alt sein und aus Saudi-Arabien stammen.
Ein Toter, 70 zum Teil schwer Verletzte
+++ 21:53 Uhr: Bei dem mutmaßlichen Anschlag mit einem Auto auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt ist nach Angaben der Stadtverwaltung mindestens ein Mensch getötet worden. Es gebe 15 Schwerstverletzte, 37 mittelschwer Verletzte und 16 Leichtverletzte, teilte die Stadt am Freitagabend mit
+++ 21:48 Uhr: Der Bereich rund um das mutmaßliche Täterfahrzeug soll nach Informationen des MDR weiträumig abgesperrt worden sein. Die Polizei vermute einen Sprengsatz in dem Fahrzeug, berichtet der MDR und beruft sich dabei auf Polizeiangaben. Ein Hubschrauber der Polizei Sachsen-Anhalt kreist unterdessen über Magdeburg.
+++ 21:34 Uhr: Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner ist bestürzt über den mutmaßlichen Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt. „In Magdeburg wurden viele Menschen Opfer eines tödlichen Anschlags“, schrieb Lindner bei X. „Die Bilder haben mich schockiert. Ich denke an die Opfer, ihre Familien und die Einsatzkräfte vor Ort.“
+++ 21:31 Uhr: Der Kanzlerkandidat der Grünen, Robert Habeck, hat bestürzt auf den mutmaßlichen Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt reagiert. „Welch furchtbare Nachrichten aus Magdeburg, wo Menschen die Adventszeit in Frieden und Gemeinschaft verbringen wollten“, schrieb Habeck bei X. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen. Ich danke allen Einsatzkräften, die vor Ort alles geben, um zu helfen und die Hintergründe aufzuklären.“
+++ 21:29 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich betroffen von dem mutmaßlichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Magdeburg gezeigt. „Die Meldungen aus Magdeburg lassen Schlimmes erahnen“, schrieb Scholz am Freitagabend im Online-Dienst X. Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen, sein Dank gelte „den engagierten Rettungskräften in diesen bangen Stunden“.
+++ 21:25 Uhr: Unterdessen wird in Erfurt der Weihnachtsmarkt geräumt. MDR-THÜRINGEN-Reporter berichten von entsprechenden Lautsprecher-Durchsagen, heißt es beim MDR. Zudem sei die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort.

Einsatzkräfte von Rettungsdiensten sind im Einsatz auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg.
picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Dörthe Hein+++ 21:18 Uhr: Es wimmele auf dem Weihnachtsmarkt von Rettungswagen und Sanitätern, sagte ein Augenzeuge. Der Magdeburger Weihnachtsmarkt befindet sich auf dem Alten Markt, direkt am Magdeburger Rathaus in der Nähe der Elbe. In der Nähe des Weihnachtsmarkts liegt ein großes Einkaufszentrum. Auf der Plattform X waren am Abend Videos zu sehen, in denen zahlreiche Einsatzfahrzeuge vor Ort waren. Es gebe „60 bis 80 Verletzte“, teilte die Leitstelle des Rettungsdienstes in Magdeburg am Freitagabend mit. Mehrere von ihnen erlitten demnach schwere Verletzungen.
+++ 21:18 Uhr: Das Auto, mit dem der Täter „mindestens 400 Meter über den Weihnachtsmarkt“, so ein Polizeisprecher, in die Menschenmenge gerast war, sei noch vor Ort. Es soll sich um einen BMW handeln. Der Weihnachtsmarkt wurde abgeriegelt.
Uniklinik Magdeburg versorgt Verletzte vom Weihnachtsmarkt
+++ 21:11 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt Verletzte im Universitätsklinikum Magdeburg behandelt. Die ersten zehn bis 20 Patienten würden aktuell versorgt, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Man stelle sich jedoch auf deutlich mehr Verletzte ein. „Wir rüsten gerade auf“, sagte der Sprecher der Uniklinik. „Intensivbetten stehen bereit.“ Die Krankenhäuser der Stadt seien überlastet, teilte unterdessen ein Sprecher der Polizei weiter mit.
+++ 20:55 Uhr: Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz hat mit Bestürzung auf den mutmaßlichen Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt reagiert. „Das sind sehr bedrückende Nachrichten aus Magdeburg“, schrieb Merz bei X. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Ich danke allen Einsatzkräften, die sich vor Ort um die Verletzten kümmern.“
+++ 20:55 Uhr: AfD-Chefin Alice Weidel schrieb auf der Plattform: „Die Bilder aus Magdeburg sind erschütternd! In Gedanken bin ich bei den Hinterbliebenen und Verletzten. Wann hat dieser Wahnsinn ein Ende?“
+++ 20:34 Uhr: Auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt sind nach dem mutmaßlichen Anschlag zahlreiche Sanitäter im Einsatz. Sie versorgen die Verletzten, die vor den Marktbuden auf dem Boden liegen, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Zur Versorgung der Verletzten wurden Zelte aufgebaut. Überall ist Blaulicht zu sehen. Der Weihnachtsmarkt war nach der Tat geschlossen worden, auch der Straßenbahnverkehr wurde eingestellt.
+++ 20:44 Uhr: Auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt ist nach Einschätzung der Innenbehörden von Sachsen-Anhalt ein Anschlag verübt worden. Eine Sprecherin des Innenministeriums von Sachsen-Anhalt sagte am Freitagabend der Nachrichtenagentur AFP, die Behörden gingen „davon aus, dass es ein Anschlag“ gewesen sei.
+++ 20:37 Uhr: Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sei auf dem Weg nach Magdeburg. „Das ist ein furchtbares Ereignis, gerade jetzt in den Tagen vor Weihnachten“, sagte Haseloff der Deutschen Presse-Agentur.
Auf einem Überwachungsvideo, das MOZ.de vorliegt, ist zu sehen, wie ein dunkler Pkw kurz nach 19 Uhr zwischen den Weihnachtsmarktständen in die Menschenmenge fuhr. Dabei sind Menschen von dem Wagen erfasst worden und blieben regungslos am Boden liegen. Der Fahrer versuchte daraufhin, mit dem Auto zu entkommen. Auf einem weiteren Video, das kurze Zeit später in der Nähe des Weihnachtsmarktes entstand, ist zu sehen, wie ein Mann von der Polizei abgeführt wird.






















