Sylvio Felske (BVB/Freie Wähler/BfVG)
: Wer sitzt im Kreistag Uckermark – Steckbrief

Der Kreistag Uckermark hat nach der Wahl im Juni seine Arbeit aufgenommen. Die MOZ stellt alle Abgeordneten vor. Heute: Sylvio Felske.
Von
Josephine Theodor
Prenzlau
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Prenzlau, 25.09.2024: Sylvio Felske, BVB Freie Wähler/BfVG

Sylvio Felske ist Mitglied der BVB Freie Wähler/BfVG-Fraktion im Kreistag Uckermark.

MOZ/Oliver Voigt
  • Sylvio Feske, 48, ist Mitglied der BVB/Freie Wähler im Kreistag Uckermark.
  • Beruflich ist er Bezirksschornsteinfeger und seit 2009 in der Kommunalpolitik aktiv.
  • Ziele: Uckermark attraktiver machen, bessere Förderung für Kitas und Schulen.
  • Wichtige Themen: kostenlose Kita-Betreuung, bessere Unterstützung für ehrenamtliche Arbeit.
  • Projekte: Ausbau von Rad-, Reit- und Wanderwegen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit den Kommunalwahlen wurden die Mitglieder des Uckermärkischen Kreistages neu gemischt. Seit den Wahlen im Juni haben die neuen und alten Mitglieder ihre Arbeit in den verschiedenen Ausschüssen aufgenommen. Die MOZ stellt die Abgeordneten in Steckbriefen vor. Heute: Sylvio Felske.

Steckbrief Landkreis UM:

Name, Alter, Partei

Sylvio Felske, 48 Jahre, BVB Freie Wähler

Beruf?

Bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger

Wie viele Perioden im Landkreis tätig? Wie viele Perioden in der Kommunalpolitik insgesamt?

Erste Periode im Kreistag, seit 2009 in der Kommunalpolitik (Amt Oder Welse)

Wichtigstes kommunalpolitisches Ziel:

Die Uckermark muss attraktiver und unwiderstehlicher für Kinder, Jugendliche, Familien und Zuwachs werden. Kitas, Schulen und Vereine müssen mehr gefördert werden. Dem ländlichen Raum muss mehr Aufmerksamkeit und vor allem Gehör gegeben werden. Wir müssen die Dörfer mit Rad-Reit und Wanderwegen vernetzen und das beschlossene Tourismuskonzepte anfangen umzusetzen.

Weshalb bin ich in der Kommunalpolitik aktiv?

Mit positiven wie negative Belangen sprechen die Bürger mich täglich wegen meines Berufs als bev. Bezirksschornsteinfeger an, haben aber überwiegend das Gefühl nicht gehört und verstanden zu werden. Als gewählter Vertreter des Ortsbeirates Berkholz-Meyenburg, der SVV Schwedt und dem Kreistag Prenzlau, werde ich genau diese Komplexität ansprechen und Lösungen vorschlagen. Einen besseren Antrieb, mit dem geschenkten Vertrauen der Bürger im Rücken, gibt es nicht und motiviert mich noch mehr.

Was macht meine Kommune liebenswert?

„Wenn eine Stadt lebenswert ist, dann ist sie liebenswert.“ In einer liebenswerten Stadt fühlen sich die Bürger mit ihrer Heimat verbunden, eingebunden und wollen mitgestalten. Hier ist die unermüdliche Arbeit der freiwilligen Ehrenamtler besonders zu würdigen. Ob in Schulen, der Feuerwehr, Sportvereinen, der Behindertenhilfe oder der Kommunalpolitik. Noch nie war das Ehrenamt so vielfältig.

Welche politischen Themen sind in der Uckermark in der angelaufenen Wahlperiode am wichtigsten?

  • Kostenlose Kita und Hort Betreuung sowie kostenloses Mittagessen der Kinder und Schüler in der Uckermark.
  • Die ehrenamtliche Vereinsarbeit der z.Bsp. Senioren-, Sport-, Feuerwehr- und Jugendfeuerwehr- und weiteren ehrenamtlichen Vereinen muss mehr Wertschätzung und Unterstützung gewährt werden. So wächst der Zusammenhalt weiter.

Welche Projekte wollen Sie in den kommenden fünf Jahren umgesetzt haben?

Alle, die ich hier aufzähle.

In welche Projekte investiert die Uckermark zurzeit zu wenig Kraft und warum?

Bauern und Landwirte, unsere Lebensgrundlage, muss bei Problemen zugehört und geholfen werden. Zu sehr wurde hier die Uckermark von Windkraft- Photovoltaik und Biogasanlagen abgelenkt. Was nützt mir der Strom, wenn in der Pfanne nichts drin ist zum Zubereiten. Straßen, Rad- Reit und Wanderwege müssen saniert und ausgebaut werden. Der Tourismus und die Wirtschaft würden davon profitieren.

Die Verteilung von Flüchtlingen in der Uckermark erfolgt äußerst ungleich. Angermünde und Schwedt nehmen deutlich weniger Menschen auf, als sie müssten. Wie stehen Sie dem gegenüber?

Flüchtlinge bedürfen nicht nur einer Unterbringung, sondern auch Personal, die sich um diese kümmern. Sie dürfen nicht auf sich allein gestellt bleiben. Integration funktioniert nicht ohne Begleitung. Eine Kita, Hort oder Vereine können auch nur so viele Kinder aufnehmen wie der Personalschlüssel zulässt. Wenn wir hier nicht schnellstens nachbessern, wird uns das nicht gelingen.

Im Zuge der Transformation fließt viel Geld in die Region. Das Gros an Investitionen geht allerdings nach Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass die anderen Teile der Uckermark wirtschaftlich abgehängt werden?

Abgehängt wird niemand in der Region. Aktuell ist das PCK Schwedt natürlich seit mehreren Jahren Thema Nummer 1 in der Uckermark. Ich sehe positiv in die Zukunft und dementsprechend muss man die Fördergelder des Bundes und der EU natürlich für die Region beantragen und investieren. Es muss ein Blick in die anderen Regionen bleiben und gleichzeitig handeln.

Der Landkreis steckt aktuell viel Geld und Kraft in Projekte in Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass andere Teile der Uckermark in diesem Zuge zu wenig Beachtung finden?

Neben dem Hauptaugenmerk der Stadt Schwedt darf man die Projekte der Städte und Dörfer rund um Angermünde, Templin und Prenzlau nicht verlieren. Der Amtsbereich Gartz formiert sich gerade neu. Die Wunschliste der Dörfer und Gemeinden ist lang. Das muss umgesetzt werden.

Welche Projekte müssen außerhalb der Stadtgrenzen Schwedt eine stärkere Beachtung finden?

ÖPNV zur Kita, Hort, Schule, die medizinische Versorgung, bezahlbaren Wohnraum, bezahlbare Energie (Öl, Gas, Strom), Versorgungsmöglichkeiten im ländlichen Raum müssen weiter verbessert und ausgebaut werden. Rahmenbedingungen für Pädagogen, Ärzte, Fachkräfte aus der Wirtschaft und Heimat verbundenen signifikant umsetzen.

Wie kann die Wirtschaft die Region Uckermark weiter stützen und unterstützen?

  • Rahmenbedingungen für Pädagogen, Ärzte, Fachkräfte aus der Wirtschaft und Heimat Verbundenen signifikant umsetzen.
  • Die besten Ideen und Erfahrungen kommen von der Basis. Ich fordere, die Betroffenen und Unternehmer/in des Mittelstandes in die Planungen einzubeziehen und einzubinden sowie Kritik zuzulassen.

Alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark

Aufgelistet sind alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark in alphabetischer Reihenfolge:

  • Birgit Bader (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Klaus-Martin Bastert (AfD)
  • Thomas Bieche (AfD)
  • Kerstin Bischoff (SPD)
  • Mike Bischoff (SPD)
  • Christian Bork (AfD)
  • Knut Büttner-Janner (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Aribert Christ (AfD)
  • Robert Dalchow (DIE LINKE)
  • Barbara Ebert-de Wit
  • Harald Engler (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Ellen Fährmann (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Sylvio Felske (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Hans-Otto Dr. Gerlach (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Hannes Gnauck (AfD)
  • Monty Gutzmann (AfD)
  • Christian Hartphiel (SPD)
  • Herbert Heinemann (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Heike Heise-Heiland (DIE LINKE)
  • Susan Jahr (SPD)
  • Jörg Kath (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Mirko Koschel (AfD)
  • Walter Kotzian (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Axel Krumrey (DIE LINKE)
  • Cornelia Lambrecht-Süßenbach (DIE LINKE)
  • Peggy Lindemann (AfD)
  • Sebastian Markhoff (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Ludger Melters (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Josef Menke (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Andreas Meyer (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Hanka Mittlestädt (SPD)
  • Thomas Neumann (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Ariane Nitze (AfD)
  • Enrico Nitze (AfD)
  • Luca Phillip Piwodda (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Jörg Rakow (AfD)
  • Gerd Regler (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Norbert Rescher (AfD)
  • Marc Retzlaff (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Tony Riller (AfD)
  • Martin Röthke (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Peter Schneider (AfD)
  • Tobias Schween (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Reinhard Simon (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Felix Teichner (AfD)
  • Olaf Theiß (SPD)
  • Roman Weihser (AfD)
  • Melanie Winkler (SPD)
  • Michael Witt (SPD)
  • Stefan Zierke (SPD)