Tony Riller (AfD)
: Wer sitzt im Kreistag Uckermark – Steckbrief

Der Kreistag Uckermark hat nach der Wahl im Juni seine Arbeit aufgenommen. Die MOZ stellt alle Abgeordneten vor. Heute: Tony Riller.
Von
Josephine Theodor
Prenzlau
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Prenzlau, 25.09.2024: Tony Riller, AfD

Tony Riller von der AfD sitzt zum ersten Mal im Kreistag Uckermark.

MOZ/Oliver Voigt
  • Tony Riller ist neues Mitglied des Kreistags Uckermark und gehört der AfD an.
  • Er ist 32 Jahre alt und arbeitet als Wahlkreismitarbeiter.
  • Sein Schwerpunkt ist Bildung, besonders für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz.
  • Riller fordert einen generellen Aufnahmestopp für Flüchtlinge.
  • Er setzt sich für bessere Infrastruktur, Gesundheitsversorgung und Kitaplätze ein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit den Kommunalwahlen wurden die Mitglieder des Uckermärkischen Kreistages neu gemischt. Seit den Wahlen im Juni haben die neuen und alten Mitglieder ihre Arbeit in den verschiedenen Ausschüssen aufgenommen. Die MOZ stellt die Abgeordneten in Steckbriefen vor. Heute: Tony Riller.

Name, Alter, Partei

Tony Riller, 32 Jahre alt, Alternative für Deutschland (AfD).

Beruf

Erlernter Beruf: Staatlich geprüfter Bautechniker und Ausbilder.

Ausgeübter Beruf: Wahlkreismitarbeiter von Hannes Gnauck MdB.

Wie viele Perioden im Landkreis tätig? Wie viele Perioden in der Kommunalpolitik insgesamt?

Das ist meine erste Legislaturperiode im Landkreis sowie in der Gemeindevertretung meiner Heimatgemeinde Randowtal und im Ortsbeirat Eickstedt.

Wichtigstes kommunalpolitisches Ziel?

Als ehemaliger Ausbilder und Integrationscoach ist mir Bildung ein Kernanliegen. Menschen, die der verfehlten Bildungspolitik zum Opfer gefallen sind, müssen durch gezielte Maßnahmen gefördert werden. Dies betrifft insbesondere Jugendliche, die nach der Schule keinen Ausbildungsplatz finden.

Weshalb bin ich in der Kommunalpolitik aktiv?

Soziale Gerechtigkeit, insbesondere die Unterstützung sozial schwacher Menschen, ist mir ein großes Anliegen. Neben der Behebung von Bildungsdefiziten, insbesondere bei Jugendlichen, gehört für mich auch die Förderung älterer Menschen mit geringer Rente dazu, z.B. mittels Vergünstigungen im ÖPNV.

Was macht meine Kommune liebenswert?

Ich lebe in einer kleinen Gemeinde mit viel wunderschöner Landschaft namens Randowtal. Dort ist man noch weitgehend verschont von dem Großstadtwahnsinn, und auch Zusammenhalt wird hier großgeschrieben. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es so bleibt.

Welche politischen Themen sind in der Uckermark in der angelaufenen Wahlperiode am wichtigsten?

Die Verteilung sogenannter Flüchtlinge spielt für mich eine große Rolle. Unsere Infrastruktur ist für die ausufernde Migration nicht ausgelegt. Daher brauchen wir einen generellen Aufnahmestopp. Es muss Schluss sein mit überfüllten Kitas, überlasteten Ärzte und aus den Nähten platzende Schulklassen.

Welche Projekte wollen Sie in den kommenden 5 Jahren umgesetzt haben?

● Ordentliche Bildungsperspektiven für Jugendliche,

● Direktübertragung der Kreistagssitzungen,

● Bezahlkarte statt Geldleistungen für sogenannte Flüchtlinge,

● Rentnerfahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel,

● Weiteren Abbau der Sparkasseninfrastruktur stoppen,

● Schaffung ausreichender Schul- und Betreuungsplätze.

In welche Projekte investiert die Uckermark zurzeit zu wenig Kraft und warum?

Zu wenig investiert wird u.a. in die Ausrüstung unserer Rettungseinsatzkräfte. Auch das Personal müsste dringend aufgestockt werden. Warum dahingehend nicht viel passiert ist, ist eine gute Frage.

Die Verteilung von Flüchtlingen in der Uckermark erfolgt äußerst ungleich. Angermünde und Schwedt nehmen deutlich weniger Menschen auf, als Sie müssten. Wie stehen Sie dem gegenüber?

Der Landkreis sollte die Aufnahme von Flüchtlingen generell stoppen. Das Bürgerbegehren gegen eine zweite Asylunterkunft in Prenzlau hat gezeigt, dass die Menschen genug haben. Der Wille des Volkes wurde vom damaligen Kreistag aber ignoriert und das Bürgerbegehren für unrechtmäßig erklärt.

Im Zuge der Transformation fließt viel Geld in die Region. Das Gros an Investitionen geht allerdings nach Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass die anderen Teile der Uckermark wirtschaftlich abgehängt werden?

Das PCK ist der größte Arbeitgeber in der Uckermark. Durch die sinnlosen Sanktionen gegen Russland hat das Werk aber großen Schaden genommen. Auch viele weitere Betriebe und damit Arbeitsplätze sind hierdurch bedroht. Es ist daher gegenwärtig richtig, den Standort Schwedt besonders zu unterstützen.

Der Landkreis steckt aktuell viel Geld und Kraft in Projekte in Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass andere Teile der Uckermark in diesem Zuge zu wenig Beachtung finden?

Trotz der aktuell besonderen Relevanz einer Unterstützung des Standortes Schwedt ist es wichtig, dass alle Teile der Uckermark gefördert werden. Hier sehe ich auch die Amtsdirektoren, Bürgermeister und Gemeindevertreter in der Pflicht, sich für die Anliegen ihrer Kommune einzusetzen.

Welche Projekte müssen außerhalb der Stadtgrenzen von Schwedt eine stärkere Beachtung finden?

Wichtig sind der Ausbau der Infrastruktur, eine gute Gesundheitsversorgung und die Sicherstellung einer ausreichenden Zahl an Kitaplätzen.

Wie kann die Wirtschaft die Region Uckermark weiter stützen und unterstützen?

Die Wirtschaft unterstützt die Region bereits durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Zahlen von Steuern. Viele Unternehmen sind zudem sozial engagiert. Wichtig ist nun, dass wir unsere Wirtschaft stützen und unterstützen und verhindern, dass immer mehr Unternehmen abwandern oder schließen.

Alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark

Aufgelistet sind alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark in alphabetischer Reihenfolge:

  • Birgit Bader (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Klaus-Martin Bastert (AfD)
  • Thomas Bieche (AfD)
  • Kerstin Bischoff (SPD)
  • Mike Bischoff (SPD)
  • Christian Bork (AfD)
  • Knut Büttner-Janner (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Aribert Christ (AfD)
  • Robert Dalchow (DIE LINKE)
  • Barbara Ebert-de Wit
  • Harald Engler (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Ellen Fährmann (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Sylvio Felske (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Hans-Otto Dr. Gerlach (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Hannes Gnauck (AfD)
  • Monty Gutzmann (AfD)
  • Christian Hartphiel (SPD)
  • Herbert Heinemann (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Heike Heise-Heiland (DIE LINKE)
  • Susan Jahr (SPD)
  • Jörg Kath (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Mirko Koschel (AfD)
  • Walter Kotzian (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Axel Krumrey (DIE LINKE)
  • Cornelia Lambrecht-Süßenbach (DIE LINKE)
  • Peggy Lindemann (AfD)
  • Sebastian Markhoff (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Ludger Melters (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Josef Menke (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Andreas Meyer (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Hanka Mittlestädt (SPD)
  • Thomas Neumann (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Ariane Nitze (AfD)
  • Enrico Nitze (AfD)
  • Luca Phillip Piwodda (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Jörg Rakow (AfD)
  • Gerd Regler (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Norbert Rescher (AfD)
  • Marc Retzlaff (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Tony Riller (AfD)
  • Martin Röthke (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Peter Schneider (AfD)
  • Tobias Schween (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Reinhard Simon (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Felix Teichner (AfD)
  • Olaf Theiß (SPD)
  • Roman Weihser (AfD)
  • Melanie Winkler (SPD)
  • Michael Witt (SPD)
  • Stefan Zierke (SPD)