Bürgermeisterwahl Templin 2025
: Es kommt zur Stichwahl – Bork gegen Hartphiel

Die Wähler in Templin (Uckermark) haben ihr Votum abgegeben und Christian Bork und Christian Hartphiel sind in der Stichwahl. Wie die Bürgermeisterwahl verlief, können Sie im beendeten Liveticker nachlesen.
Von
Thorsten Pifan,
Katrin Neumann
Templin
Jetzt in der App anhören
Christian Hartphiel (SPD) ist in der Stichwahl im Rennen um den Chefsessel im Templiner Rathaus. Im Hintergrund das Wahlergebnis. Dort liegt Christian Bork (AfD) zwar mit einigem Abstand vorn. Der Unterschied ist aber nicht so groß, dass der Sozialdemokrat in vier Wochen beim nächsten Urnengang am 4. Mai 2025 chancenlos ist - im Gegenteil.

Christian Hartphiel (SPD) ist in der Stichwahl im Rennen um den Chefsessel im Templiner Rathaus. Im Hintergrund das Wahlergebnis. Dort liegt Christian Bork (AfD) zwar mit einigem Abstand vorn. Der Unterschied ist aber nicht so groß, dass der Sozialdemokrat in vier Wochen beim nächsten Urnengang am 4. Mai 2025 chancenlos ist - im Gegenteil.

Katrin Sophia Neumann
  • Bürgermeisterwahl in Templin am 6. April.
  • Ex-Bürgermeister Detlef Tabbert wechselte in Brandenburgs Kabinett.
  • Sechs Kandidaten treten an, darunter Christian Bork (AfD), Cornelia Lambrecht-Süßenbach (parteilos), Christian Hartphiel (SPD), Gordon Beyer (CDU) und Stefan Hennig (Bürgerbündnis).
  • Angermünderin Lambrecht-Süßenbach einzige Frau.
  • Stichwahl erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

+++ 20.03 Uhr: Mit einer Gratulation an Christian Bork und Christian Hartphiel zum Einzug in die Stichwahl bei der Bürgermeisterwahl in Templin verabschieden wir uns mit diesem Live-Ticker und wünschen allen Lesern noch einen angenehmen Abend.

+++ 20 Uhr: Christian Bork (AfD) hält sich als Sieger an diesem Abend sehr zurück. Er ist telefonisch zu erreichen. Ein Treffen in seiner Stadt und auch ein Foto lehnt er an diesem Abend ab – das hatte er auch schon im Vorfeld angekündigt.

+++ 19.59 Uhr: Trotz des Wahlsiegs in der ersten Runde ist Christian Bork an diesem Abend nicht nach Feiern. „Ich liege vorn, habe bisher aber nichts gewonnen“, sagt er rundheraus. In den kommenden vier Wochen werde er weiter seinem Beruf nachgehen, für Familie und Mitarbeiter sorgen und gleichzeitig Bürgernähe beweisen, was ihm bisher im Wahlkampf wichtig gewesen sei. Ein Schwerpunkt soll dabei die Barrierefreiheit sein, zum Beispiel auf dem Marktplatz oder der bei der Überquerung der Mühlenstraße.

+++ 19.45 Uhr: Mit Blick auf das vorläufige Ergebnis ist Christian Hartphiel von seinem guten Abschneiden im Vergleich zu Christian Bork selbst überrascht. Er hatte mit einem größeren Abstand gerechnet, erklärt er gegenüber diesem Nachrichenportal.

+++ 19.40 Uhr: Bereits am Montag soll die nächste Runde im Wahlkampfs starten, sagt Christian Hartphiel. In vier Wochen, am 4. Mai, müssen die Templiner erneut zur Wahlurne schreiten.

+++ 19.37 Uhr: Christian Hartphiel fühlt sich in seinem Wahlkampf bestätigt und auch in seiner zweigeteilten Strategie, in der er zunächst sich selbst als Person bekannt gemacht habe und dann intensiv gezeigt habe, wie tief er in den Themen der Kommunalpolitik in Templin steckt.

+++19.34 Uhr: Christian Bork gegen Christian Hartphiel. Im Duell um die Bürgermeisterwahl in Templin heißt es SPD gegen AfD. Dabei ist Christian Bork mit deutlichem Abstand aus dem ersten Wahlgang hervorgegangen. er konnte 31,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Christian Hartphiel gelang es, 27,4 Prozent der Stimmen einzufahren.

+++ 19.32 Uhr: Die Stimmen sind ausgezählt und eine Entscheidung steht: Der neue Bürgermeister von Templin heißt mit Vornamen Christian. Welchen Nachnamen das neue Stadtoberhaupt trägt, müssen die Bürger nun in der Stichwahl entscheiden.

+++ 19.20 Uhr: Einer konkreten Zusammenarbeit mit der AfD auch auf Kommunalebene erteilt der Sozialdemokrat eine klare Absage. So gebe es Unterschiede bei der Jugendarbeit, wo Fördergelder überdacht werden sollen. Das könne die SPD nicht mitmachen. „Da liegen wir meilenweit auseinander.“

+++ 19.16 Uhr: Im Gespräch mit diesem Nachrichtenportal gesteht Christian Hartphiel, dass AfD und SPD in einigen Positionen gar nicht so weit auseinanderliegen. Das sei ihm auch ihm Wahlkampf von Wählern gespiegelt worden. Eine Brandmauer gebe es in der Stadtverordnetenversammlung nicht. Es komme bei Abstimmungen auf die Inhalte an.

+++ 19.14 Uhr: Mit Blick auf das starke Abschneiden der AfD bei den Bürgermeisterwahlen, aber auch schon bei den Urnengängen zuvor, kündigt Christian Hartphiel an, die Menschen mitzunehmen. Sein Ziel ist es, dabei auch die kommunale Arbeit von Bundes- oder Landesthemen abzukoppeln.

+++ 19.08 Uhr: Noch immer hakt es Briefwahlbezirk I. Alle anderen Stimmen in der Stadt sind ausgezählt.

Cornelia Lambrecht-Süßenbach vor der "Villa Toscana", in der sie den Wahlabend mit Freunden und Unterstützern verbracht hat.

Cornelia Lambrecht-Süßenbach vor der "Villa Toscana", in der sie den Wahlabend mit Freunden und Unterstützern verbracht hat.

Katrin Sophia Neumann

+++ 19.04 Uhr: Cornelia Lambrecht-Süßenbach zeigt sich von ihrem persönlichen Ergebnis enttäuscht. Sie ist mit ihrem Team in der „Villa Toscana“. Sie hätte sich selbst mindestens auf Platz vier oder sogar Platz drei gesehen. Ihre Enttäuschung ist vor allem so groß, weil sie von Vorgänger Detlef Tabbert in die Politik in Templin geholt worden ist. Als Kandidatin der Linkspartei wollte die Parteilose allerdings ganz bewusst nicht ins Rennen gehen.

+++ 18.58 Uhr: Christian Hartphiel hatte am Nachmittag angekündigt, vor allem auf das Thema Bildung setzen zu wollen. Damit wird in Templin aber auch der Ausbau der Europa-Schule im Joachimthalschen Gymnasium verbunden. Für den Sozialdemokraten ist das Millionen-Projekt mehr als Prestige. Es böte die Chance, nicht nur die Stadt in der Welt, insbesondere Europa, bekannter zu machen. Es könnte auch dazu beitragen, junge Menschen für Templin zu begeistern und damit dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

+++ 18.56 Uhr: Nun fehlt nur noch ein Briefwahllokal. Die Auszählung hat offenbar besser geklappt, als zunächst angenommen.

+++ 18.55 Uhr: Auf den letzten Metern holt Christian Hartphiel gegenüber Christian Bork noch auf. Bork kommt derzeit auf 32,4 Prozent der Stimmen, Hartphiel auf 27. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen sieht es aber auch im Endspurt nicht aus.

Christian Bork sitzt im Kreistag Uckermark für die AfD.

Christian Bork ist am Wahlabend nicht persönlich anzutreffen. Dies Bild zeigt ihn am Rande einer Sitzung des Kreistags in der Uckermark. Dort gehört zur Fraktion der AfD.

Josephine Theodor

+++ 18.54 Uhr: Christian Bork von der AfD will sich erst im Verlauf des Wahlabends äußern. Für ihn steht fest, dass er an unterschiedlichen Orten in der Stadt unterwegs sein wird, um als Wahlbeobachter die Auszählung der Stimmen zu begleiten.

+++ 18.52 Uhr: Eines lässt sich jetzt schon ablesen: Cornelia Lambrecht-Süßenbach und Andreas Wolk sind aus dem Rennen. Auch die Ergebnisse der Briefwahl werden an ihrem Ausscheiden kaum noch etwas ändern.

+++ 18.50 Uhr: Als Verfolger von Sozialdemokrat Christian Hartphiel hat sich zuletzt in der Reihenfolge wenig getan. Stefan Hennig liegt mit rund 17 Prozent auf Rang drei und Gordon Beyer auf Platz vier mit etwa 16 Prozent.

+++ 18.46 Uhr: Die Wahllokale sind ausgezählt. Zeit für eine Verschnaufpause und eine Zwischenbilanz. Der Vorsprung von Christian Bork ist mit 34,3 Prozent nicht mehr ganz so üppig wie zu Beginn des Wahlabends. Dafür konnte sich Verfolger Christian Hartphiel festigen, verfügt er doch über knapp 26 Prozent und damit vor der Auszählung der Briefwahlstimmen, die immer noch andauert, über die aussichtsreichsten Chancen, in die Stichwahl zu gehen.

+++ 18.45 Uhr: Auch wenn nur wenige mit einer Entscheidung im ersten Wahlgang rechnen, geht Satire-Kandidat Andreas Wolk sehr wohl davon aus, dass für ihn eine Entscheidung fällt. Er sagt: „Entweder gewinne ich mit 51 Prozent oder ich komme gar nicht erst in die Stichwahl.“ Wie realistisch er seine Chancen einschätzt, hat er da schon verraten. Sein persönliches Ziel sind zwei Prozent der Stimmen.

Optimistisch in den Wahlabend: Gordon Beyer (CDU) feiert im Hafendeck.

Optimistisch in den Wahlabend: Gordon Beyer (CDU) feiert im Hafendeck.

Katrin Sophia Neumann

+++ 18.38 Uhr: CDU-Kandidat Gordon Beyer zeigt sich trotzdem weiter optimistisch. Sein Ziel ist weiter die Stichwahl. Der Kommunalpolitiker ist mit Freunden, Familie und Unterstützern in der Gaststätte „Hafendeck“.

+++ 18.36 Uhr: In kleiner Runde möchte Stefan Hennig den Abend verbringen. Der Kandidat für die Listenvereinigung „Bürgerbündnis Uckermark für Vernunft und Gerechtigkeit, Wählergemeinschaft den Bürgern verpflichtet, Uckermärker Heide“ plant am Wahlabend keinen öffentlichen Auftritt und möchte auch keine Stellungnahme im persönlichen Gespräch abgeben, hat er diesem Nachrichtenportal mitgeteilt. Er gibt dafür private, persönliche Gründe an.

+++ 18.35 Uhr: Herausforderer des Siegers im ersten Wahlgang könnte demnach Christian Hartphiel werden. Der Sozialdemokrat baut seinen Vorsprung gegenüber dem Verfolgerfeld aktuell immer weiter aus. Aktuell verfügt er über 25,4 Prozent an Zustimmung.

+++ 18.33 Uhr: Es zeichnet sich eine Tendenz ab: Christian Bork hat zwar ein wenig an Vorsprung eingebüßt, kann seine Spitzenposition bisher aber komfortabel verteidigen. Er scheint gesichert als erster in die Stichwahl zu gehen.

+++ 18.31 Uhr: Sorge bereitet die Wahlbeteiligung. Sie liegt aktuell bei 50,1 Prozent. Am Ende muss es dem Sieger gelingen, mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten auf sich zu vereinen. Sonst gilt das Quorum für die Wahl als nicht erfüllt.

Kandidat Andreas Wolk von der Partei Die Partei vor Schließung der Wahllokale auf dem Marktplatz in Templin.

Kandidat Andreas Wolk von der Partei Die Partei vor Schließung der Wahllokale auf dem Marktplatz in Templin.

Katrin Sophia Neumann

+++ 18.30 Uhr: Andreas Wolk ist mit Sicherheit der lustigste Kandidat unter den Bewerbern. Er hat in den vergangenen Wochen reichlich Wahlkampf-Erfahrung gesammelt, war er doch schon Kandidat für den Bundestag seiner Partei Die Partei. Er wünscht sich zum Beispiel fliegende Autos für Templin, um den Verkehrsinfarkt zu entgehen.

+++ 18.26 Uhr: Zehn Wahllokale sind ausgezählt. Christian Bork liegt weiter mit knapp 38 Prozent in Führung. Einen Wechsel hat es allerdings an der Spitze der Verfolger gegeben. Inzwischen hat Christian Hartphiel aufgeholt. Der Sozialdemokrat kann beim Zwischenstand 23 Prozent der Wähler auf sich vereinigen. Stefan Hennig rutscht derweil unter die Marke von 20 Prozent.

+++ 18.20 Uhr: Sehr dürftig ist die Wahlbeteiligung. Nur knapp über 50 Prozent der Wähler haben demnach ihre Stimme abgegeben. Doch noch sind es erst die ersten Wahllokale, die ausgezählt sind.

+++ 18.18 Uhr: Die ersten Ergebnisse sind da. Christian Bork liegt der Erwartung nach vorn mit 37 Prozent. Ihm folgt Stefan Hennig mit 30 Prozent. Auf Platz drei landet Gordon Beyer mit 18 Prozent. Christian Hartphiel bekommt zehn Prozent.

+++ 18.13 Uhr: Wahlbeobachter in Templin gehen fest von einer Stichwahl in der Stadt aus. Mit Blick auf die Ergebnisse vorangegangener Wahlen gilt Christian Bork von der AfD als gesetzt. Trotz guter Stimmung bei den Rechtspopulisten setzen sie nicht auf allzu viel Euphorie. An diesem Sonntag ist keine Wahlparty angesetzt.

Christian Hartphiel am 6. April bei der Abgabe der Stimme zur Bürgermeisterwahl in Templin.

Christian Hartphiel am 6. April bei der Abgabe der Stimme zur Bürgermeisterwahl in Templin.

Katrin Sophie Neumann

+++ 18.09 Uhr: Als einer der Favoriten gilt Christian Hartphiel. Der Sozialdemokrat nutzte den Tag, um sich in den verschiedenen Wahllokalen umzuschauen. Er selbst gab gegen 13.30 Uhr seine Stimme im Historischen Rathaus der Stadt ab.

+++ 18.05 Uhr: Die ersten Ergebnisse aus kleineren Wahllokalen dürften schnell vorliegen. Unklar ist, ob sich daraus schon klare eine Tendenz ablesen lässt. Denn die Zahl der Briefwähler ist ungewöhnlich hoch. Mit einem Ergebnis der Wahl wird daher erst deutlich nach 20 Uhr gerechnet.

+++ 18.01 Uhr: Guten Abend, wir begleiten Sie heute durch den Abend und halten Sie über den Stand der Auszählungen und aktuelle Ereignisse zur Wahl des neuen Templiner Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin auf dem Laufenden.

+++ 18 Uhr: Die Wahllokale haben geschlossen. Ab jetzt wird ausgezählt.

Templin wählt. Ausgelöst hat die Wahlen die Karriere des vormaligen Bürgermeisters Detlef Tabbert, der von der Linkspartei erst zum Bündnis Sahra Wagenknecht wechselte und anschließend den Chefsessel im Rathaus mit dem Ministerstuhl im aktuellen Kabinett von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke tauschte.

Sechs Kandidaten stehen am 6. April zur Wahl. Schon angesichts der Menge an potenziellen Nachfolgern gehen alle Parteien davon aus, dass es zu einer Stichwahl kommt. Selbst die AfD, die mit Christian Bork einen der Favoriten stellt, ist am ersten Wahltag nicht nach Party zumute. Gefeiert werden soll erst, wenn tatsächlich der Einzug ins Rathaus gelungen sei, heißt es aus Kreisen der Partei zu diesem Nachrichtenportal.

Wahl in Templin: Kandidaten-Liste bietet einige Überraschungen

Die Liste der weiteren Kandidaten ist bunt und mit einigen Überraschungen ausgestattet. Da ist beispielsweise Cornelia Lambrecht-Süßenbach. Sie ist, Jahrgang 1970, ohne Unterstützung einer Partei unterwegs. Allerdings geht sie als einzige Frau mit dem Rückenwind einer Angermünderin – wo sie geboren wurde – ins Rennen.

Es sei hier kurz an die Wahlen in der östlichen Kleinstadt erinnert. Dort hatte die einzige Frau Ute Ehrhardt es im ersten Wahlgang nicht nur geschafft, die geballte Männerriege an Konkurrenz aus dem Wettstreit um den Einzug ins Rathaus zu werfen. Mit ordentlich Schwung fegte sie dann auch Amtsinhaber Frederik Bewer aus seinem Büro.

Christian Hartphiel (SPD) und Gordon Beyer (CDU) stehen für die etablierten Parteien

Die beiden etablierten Parteien SPD und CDU haben jeweils eigene Kandidaten aufgestellt. Christian Hartphiel und Gordon Beyer sind nicht nur rund um Templin bekannte Persönlichkeiten. Christian Hartphiel ist eines der Gesichter in der Uckermärker SPD. Gordon Beyer weiß als Werbeprofi und Inhaber einer Werbeagentur auch sich selbst ins Licht zu rücken.

Stefan Hennig geht für die Listenvereinigung „Bürgerbündnis Uckermark für Vernunft und Gerechtigkeit, Wählergemeinschaft den Bürgern verpflichtet, Uckermärker Heide“ ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. Für die Menschen in Templin ist er genauso kein unbekanntes Gesicht, sondern als Unternehmer sehr präsent.

Dazu kommt noch Andreas Wolk von der Partei Die Partei. Er hat Erfahrung mit Wahlen und als Kandidat, stand er doch gerade erst bei der Bundestagswahl mit auf dem Wahlzettel.