Umfrage in Brandenburg: Zustimmung zur SPD-BSW-Regierung sinkt - AfD mit Rekordwert

Wie bewerten die Menschen die Arbeit der SPD-BSW-Regierung unter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD, r.) in Brandenburg nach einem Jahr? (Archivfoto)
Hannes P Albert/dpa- Zustimmung zur SPD-BSW-Regierung in Brandenburg sinkt auf 37 %, AfD erreicht Rekordwert von 35 %.
- Nur 18 % der Bürger sind mit der Arbeit des BSW zufrieden, 33 % mit der SPD.
- 47 % der Befragten wünschen Neuwahlen, besonders AfD-Anhänger (88 %).
- Ministerpräsident Dietmar Woidke verliert an Popularität, 48 % sind mit seiner Arbeit zufrieden.
- Keine parlamentarische Mehrheit für Koalitionen ohne AfD laut Umfrage möglich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Brandenburger Landesregierung aus SPD und BSW verliert ein Jahr nach ihrem Start an Rückhalt - während die AfD noch zulegt. Laut einer neuen Umfrage zeigen sich 37 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Koalition zufrieden, 57 Prozent äußern hingegen Unzufriedenheit. Bei der Befragung im Juni lag die Zustimmung für die Regierung noch bei 40 Prozent.
Mit der Arbeit der SPD in der Landesregierung sind 33 Prozent zufrieden, mit der des BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) nur 18 Prozent.
Für den neuen Brandenburg-Trend im Auftrag von RBB24 Brandenburg aktuell und Antenne Brandenburg befragte das Institut Infratest dimap vom 3. bis 8. Dezember 2025 exakt 1184 Wahlberechtigte.
AfD zieht laut Umfrage mit 35 Prozent Zustimmung davon
In der Sonntagsfrage baut die AfD ihre Spitzenposition aus. Sie käme demnach auf 35 Prozent der Stimmen - der höchste Wert, der je im Brandenburg-Trend gemessen wurde und drei Punkte mehr als bei der Befragung im Juni 2025. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft die Landes-AfD als gesichert rechtsextremistisch ein.
Die SPD folgt bei der Sonntagsfrage mit 22 Prozent (-1). Das BSW liegt bei 7 Prozent (-2). Die Werte von CDU (14 Prozent), Linken (9 Prozent) und Grünen (5 Prozent) verharren auf den bisherigen Werten. Weder für eine denkbare Zweier- oder Dreierkonstellation - ohne AfD - gibt es nach diesen Ergebnissen eine parlamentarische Mehrheit.
Neuwahl-Wunsch in Brandenburg unterschiedlich verteilt
Nach den jüngsten Konflikten innerhalb der Koalition spricht sich knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) für eine Neuwahl aus. Jedoch ist der Wunsch nach einer vorgezogenen Abstimmung unterschiedlich verteilt: Unter AfD-Anhängern sprechen sich 88 Prozent für eine Neuwahl des Landtags aus. In allen anderen politischen Lagern findet sich nur geringe Unterstützung - am wenigsten bei SPD-Anhängern (15 Prozent).
Infratest dimap wollte auch wissen, ob SPD und BSW weiter regieren sollen. 23 Prozent der Befragten können sich demnach einen Fortbestand der SPD/BSW-Regierung vorstellen, 20 Prozent plädieren für ein Bündnis aus SPD und CDU. Unter den SPD-Anhängern erhält ein möglicher Partnerwechsel zur CDU (40 Prozent) sogar mehr Zustimmung als ein Weiterregieren mit dem BSW (37 Prozent).
Ist die Popularität Dietmar Woidkes gesunken?
Mit der Arbeit von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sind der Umfrage zufolge 48 Prozent zufrieden. Beim Start der Regierung vor einem Jahr zeigten sich noch 55 Prozent zufrieden, vor der Landtagswahl 2024 kam Woidke auf 61 Prozent. Vize-Regierungschef und Finanzminister Robert Crumbach (BSW) erreicht in der aktuellen Befragung 14 Prozent Zufriedenheit.
Gefragt wurde auch nach Innenminister René Wilke (SPD) und Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD), die hinter vorgehaltener Hand als denkbare Nachfolger von Woidke gelten. Vier von zehn Befragten (39 Prozent) kennen Wilke, 20 Prozent sind mit seiner politischen Arbeit zufrieden. Keller ist 27 Prozent bekannt, neun Prozent äußerten sich zufrieden über ihn.
Wilke trat als parteiloser Ex-Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) im Mai 2025 die Nachfolge von Innenministerin Katrin Lange (SPD) an, die zurücktrat. Vor Kurzem trat er in die SPD ein. Keller ist seit einem Jahr Wirtschaftsminister.
Generell sind Wahlumfragen immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.



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