Umfrage zur NRW-Wahl: Strafe für die Bundesregierung? So sehen die Prognosen in Nordrhein-Westfalen aus

Kommunalwahl 2025 in NRW: SPD verliert Rückhalt, AfD gewinnt im Ruhrgebiet an Stärke. Prognosen zeigen, wie sich die politische Landschaft verschiebt und wer vorne liegt. (Symbolbild)
Roberto Pfeil/dpaEin Wahlkampf, an dem Friedrich Merz (CDU), Alice Weidel (AfD) und Lars Klingbeil (SPD) beteiligt sind, zeugt davon, dass die bevorstehende Wahl nicht unwichtig ist. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Bundestagswahl, sondern um die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen.
Am Sonntag (14. September) bestimmen rund 13 Millionen Menschen, wer sie in den kommenden Jahren in ihrer Gemeinde, Landkreisen und Stadt vertreten wird. Und auch diverse Bürgermeisterposten werden im Bundesland von Ruhr und Rhein neu vergeben.
Auch deswegen haben weitere politische Größen wie Jan van Aken von der Linken oder Ricarda Lang von den Grünen einen Ausflug in das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands gemacht, um auf Stimmenfang zu gehen. In einigen Städten, darunter Köln, bahnt sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Posten des Bürgermeisters an.
NRW-Wahl: Zeugnis für die Bundesregierung
Dass der Wahl ein so hoher Stellenwert beigemessen wird, verwundert nicht. Handelt es sich dabei um den ersten Urnengang seit der Bundestagswahl. Die Koalition bekommt indirekt ein erstes Zeugnis von den Wählenden für ihre Arbeit ausgestellt.
Eine Insa-Wahlumfrage zeigt, dass sich die beiden Koalitionspartner in NRW weiterhin auf ihr Kern-Klientel im Bundesland verlassen können. Bei der Sonntagsfrage geben 35 Prozent CDU und 18 Prozent SPD zu wählen, wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre.
Freilich ist eine Landtagswahl keine Kommunalwahl, da zählen andere Themen, ein Richtungsentscheid wird für Sonntag dennoch erwartet. Allen voran die SPD strauchelt aktuell bei ihrer in NRW stark vertretenden Stamm-Wählerschaft. In manchen Regionen kommt sie nur mehr auf knapp über zehn Prozent.
Wo die SPD schwächelt und die AfD stärker wird
Vor allem im Ruhrgebiet, wo die Arbeiterschaft traditionell SPD wählt, scheint den Sozialdemokraten aktuell zu entgleiten. Diese Leerstelle füllt aktuell eine andere Partei aus: Die Alternative für Deutschland (AfD). Die in Teilen gesichert rechtsextreme Partei lag bereits bei der abgelaufenen Bundestagswahl im Wahlkreis Gelsenkirchen mit beinahe 25 Prozent auf dem ersten Platz. Dicht gefolgt von der SPD und der CDU.
Zur Erinnerung, es gab einmal Zeiten, in denen die SPD den Wahlkreis mit rund 50 Prozent für sich entschied, beispielsweise bei der Bundestagswahl im Jahr 2013. Nun sieht sie sich laut einer Umfrage des WDR in der Ruhr-Region sogar gegenüber der CDU im Hintertreffen. Da gaben 19 Prozent der Befragten an, dass sie den Christlich-Sozialen zutrauen würde, die Probleme Vorort zu lösen, nur 18 Prozent der SPD und 11 Prozent der AfD.

