Wahlen in Berlin und MV: Blau strahlt erneut


Auch bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern geht die AfD als Sieger hervor. Tino Chrupalla (2.v.l), AfD-Bundesvorsitzender, und Leif-Erik Holm (AfD, r), Ministerpräsidentenkandidat der AfD und Direktkandidat im Wahlkreis Schwerin, reagieren auf der Wahlparty ihrer Partei in der Eventlocation Seeterasse.
Jens Büttner/dpaAuch bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern heißt die Siegerin der Stimmen AfD. Sie hat ihr Ergebnis mehr als verdoppelt. Dennoch reicht es in Deutschlands hohem Nordosten nicht für die Regierung, denn niemand will mit den Blauen koalieren.
In Berlin ist die Linke die klare Siegerin, gefolgt von der AfD. Aber es ist nicht gesagt, dass die linke Spitzenkandidatin Elif Eralp auch Regierende Bürgermeisterin wird. Königsmacherin wird in der Bundeshauptstadt die Verliererin SPD. Die Linke hätte zusammen mit ihr und den Grünen zwar eine stärkere Mehrheit als die CDU mit denselben Partnern. Aber ihr Plan, Wohnungsgesellschaften zu enteignen, ist mit der SPD nicht zu machen.
In Mecklenburg-Vorpommern triumphiert die SPD zwar nicht, wie es noch in den letzten Umfragen aussah. Aber sie wird mit ihrer beliebten Manuela Schwesig, die in den letzten Wochen all-in gegangen ist und als „Frau gegen Blau“ eine Aufholjagd gegen die AfD gestartet hatte, die Ministerpräsidentin stellen.
Leidtragende ihrer Kampagne waren vor allem CDU und Grüne. Um zu verhindern, dass nach Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen auch in ihrem Bundesland die AfD obsiegt, haben etliche ihrer Anhänger am Sonntag SPD und Manuela Schwesig gewählt. Nur in welcher Koalition die gebürtige Brandenburgerin nun weiterregieren wird, ist noch offen.