Wahlen in Berlin und MV
: Blau siegt erneut

Die AfD war wieder erfolgreich. Landesregierungen wird sie aber nicht bilden.
Kommentar von
Claus Liesegang
Berlin
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Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern - Wahlparty AfD: Tino Chrupalla (2.v.l), AfD-Bundesvorsitzender, und Leif-Erik Holm (AfD, r), Ministerpräsidentenkandidat der AfD und Direktkandidat im Wahlkreis Schwerin, reagieren auf der Wahlparty ihrer Partei in der Eventlocation Seeterasse. Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern fand am Sonntag (20.09.2026) statt. (zu dpa: «Hochrechnungen: AfD knapp vor SPD in MV - CDU zittert»)

Auch bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern geht die AfD als Sieger hervor. Tino Chrupalla (2.v.l), AfD-Bundesvorsitzender, und Leif-Erik Holm (AfD, r), Ministerpräsidentenkandidat der AfD und Direktkandidat im Wahlkreis Schwerin, reagieren auf der Wahlparty ihrer Partei in der Eventlocation Seeterasse.

Jens Büttner/dpa

Auch bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern heißt die Siegerin der Stimmen AfD. Sie hat ihr Ergebnis mehr als verdoppelt. Dennoch reicht es in Deutschlands hohem Nordosten nicht für die Regierung, denn niemand will mit den Blauen koalieren.

In Berlin ist die Linke die klare Siegerin, gefolgt von der AfD. Aber gewiss ist es noch nicht, dass Spitzenkandidatin Elif Eralp auch Regierende Bürgermeisterin wird. Königsmacherin wird in der Bundeshauptstadt die Verliererin SPD. Die Linke hat zusammen mit ihr und den Grünen zwar eine deutliche größere Mehrheit als die CDU mit denselben Partnern. Aber ihr Plan, Wohnungsgesellschaften zu enteignen, ist mit der SPD nicht zu machen.

In Mecklenburg-Vorpommern triumphiert die SPD zwar nicht, wie es noch in den letzten Umfragen aussah. Aber sie wird wohl mit ihrer beliebten Manuela Schwesig, die in den letzten Wochen all-in gegangen ist und als „Frau gegen Blau“ eine Aufholjagd gegen die AfD gestartet hatte, die Ministerpräsidentin stellen.

Leidtragende ihrer Kampagne waren vor allem CDU und Grüne. Um zu verhindern, dass nach Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen auch in ihrem Bundesland die AfD obsiegt, haben etliche ihrer Anhänger am Sonntag SPD und Manuela Schwesig gewählt. Fliegt die CDU dadurch aus dem Landtag, bleibt ohne AfD nur Rot-Rot-Grün als Koalition für die gebürtige Brandenburgerin.