Union Berlin Stimmen
: Prömel mit Liebeserklärung an Ex-Verein – „nach Hause kommen“

Enttäuschung und harte Kritik bei Union Berlin nach der Niederlage gegen die TSG Hoffenheim – Grischa Prömel feiert dagegen eine emotionale Rückkehr nach Köpenick. Hier sind die Stimmen zum Spiel.
Von
Frank Noack
Berlin
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Grischa Prömel (rechts) feiert gemeinsam mit John Anthony Brooks den Auswärtssieg der TSG Hoffenheim bei Union Berlin.

Sebastian Räppold/Matthias Koch

Obwohl Trainer Urs Fischer in der Halbzeitpause in der Kabine laut wurde, muss der 1. FC Union Berlin mit dem 0:2 (0:2) gegen die TSG Hoffenheim die vierte Niederlage in Folge hinnehmen. Drei Tage nach dem Champions-League-Spiel bei Real Madrid zeigten die Eisernen vor 21 623 Zuschauern speziell in der ersten Halbzeit eine schwache Leistung. Hier sind die Stimmen zum Spiel der Fußball-Bundesliga.

Stimmen der Trainer von Union Berlin und TSG Hoffenheim

Trainer Urs Fischer (Union Berlin) kritisierte seine Mannschaft so hart wie schon lange nicht. „Der Sieg für Hoffenheim geht absolut in Ordnung. In der ersten Halbzeit hatten wir keine Basics, das war eine Nichtleistung. Deshalb war es in der Pause laut in der Kabine“, erklärte Fischer: „In der zweiten Halbzeit sind wir dann so aufgetreten, wie ich mir das vorstelle. Viel mehr will ich lieber nicht sagen, ich bin im Moment etwas angefressen.“

Pellegrino Matarazzo als Trainer der TSG Hoffenheim freute sich über den Auswärtssieg in Berlin: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und wenig Torchancen zugelassen. Wir sind verdient in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit gab es dann leichte Ballverluste und kaum noch Entlastung. Deshalb mussten wir leiden. Aber wir haben alles wegverteidigt. Das spricht für die Mannschaft als Gruppe.“

Stimmen der Spieler von Union Berlin und TSG Hoffenheim

Der Ex-Unioner Grischa Pömel wurde mit dem obligatorischen „Fußball-Gott“ begrüßt, obwohl er jetzt für die TSG Hoffenheim spielt. Nach dem Schlusspfiff strahlte Prömel und machte seinem früheren Verein eine Liebeserklärung. „Das ist natürlich ein schönes Ergebnis. Es ist eines der Spiele, auf die ich mich am meisten gefreut habe. Ich habe hier viele bekannte Gesichter wiedergesehen, mit denen ich große Momente gefeiert habe. Es ist schon ein Stück weit nach Hause kommen. Deswegen bin ich froh, dass wir morgen freihaben und ich hierbleiben kann“, erklärte Prömel.

Was genau mit den ehemaligen Teamgefährten geplant ist, wollte er bei seiner emotionalen Rückkehr allerdings nicht verraten. Prömels sportliche Bilanz der 90 Minuten: „Wir haben insgesamt eine extrem reife Leistung gezeigt. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir viel von dem umgesetzt, was der Trainer von uns verlangt.“

Lange Gesichter gab es dagegen bei den Spielern von Union Berlin. Sheraldo Becker, der die Mannschaft als Kapitän auf den Rasen geführt hatte, sagte selbstkritisch: „Es war eine sehr schlechte erste Halbzeit von uns. Wir waren nicht aggressiv genug, das war nicht unser Spiel. Es ist schwer zu akzeptieren, viel Mal in Folge zu verlieren. Das ist frustrierend, das ist nicht Union Berlin.“

Kevin Behrens: „Wir haben momentan einfach nicht das nötige Spielglück auf unserer Seite. Mit dem zweiten Gegentor noch vor der Pause war es dann schwierig.“

Torhüter Frederik Rönnow ärgerte sich ebenfalls über die schwache erste Halbzeit: „In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Energie auf dem Platz, aber insgesamt müssen wir besser spielen. Es ist momentan eine schwierige Phase. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir wieder aufstehen werden.“

1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal

1. FC Union Berlin – die Champions League

  • Mittwoch, 20. September 2023: Real Madrid – 1. FC Union Berlin 1:0 (0:0)
  • 1. FC Union Berlin – SC Braga; Dienstag, 3. Oktober 2023, 18:45 Uhr
  • 1. FC Union Berlin – SSC Neapel; Dienstag, 24. Oktober 2023, 21:00 Uhr
  • SSC Neapel – 1. FC Union Berlin; Mittwoch, 08.11.2023, 18:45 Uhr
  • SC Braga – 1. FC Union Berlin; Mittwoch, 29. November 2023, 21:00 Uhr
  • 1. FC Union Berlin – Real Madrid; Dienstag, 12. Dezember 2023, 21:00 Uhr

Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin

Abgänge beim 1. FC Union Berlin

Sven Michel (32, FC Augsburg)

Paul Seguin (28, FC Schalke 04)

Jamie Leweling (22, VfB Stuttgart, Leihe)

Rick van Drongelen (24, Samsunspor, Türkei)

Levin Öztunali (27, Hamburger SV)

Kevin Möhwald (29, KAS Eupen, Belgien)

Tim Maciejewski (22, SV Sandhausen)

Morten Thorsby (27, Genua CFC, Italien, Leihe)

Tymoteusz Puchacz (24, 1. FC Kaiserslautern, Leihe)

Lennart Grill (24, VfL Osnabrück, Leihe)

Niko Gießelmann (31, vereinslos)

Timo Baumgartl (27, FC Schalke 04)

Milos Pantovic (27, KAS Eupen, Belgien)

Dominique Heintz (30, 1. FC Köln)

Tim Skarke (26, SV Darmstadt, Leihe)

Jordan Siebatcheu (27, Borussia Mönchengladbach, Leihe)

Malick Sanogo (19, 1. FC Nürnberg)