Bundestagswahl 2021: Premnitz richtet zweites Briefwahllokal ein

Ralf Tebling, Bürgermeister der Stadt Premnitz, hat bereits die Bundestagswahlen 2021 im Blick. Die Kommune plant erneut sieben Urnenwahllokale, diesmal aber zwei Briefwahllokale. Das begründet Tebling mit allgemein erwarteter höherer Briefwahlbeteiligung.
René WernitzPremnitz im Wahlkreis 60 bereitet sich auf die Bundestagswahl 2021 vor. Wegen erwarteter höherer Briefwahlbeteiligung soll es ein Briefwahllokal mehr geben.
Bis zu 25 Prozent höhere Briefwahlbeteiligung erwartet
Die Bundestagswahl findet am 26. September statt. Wie bisher soll es in Premnitz sieben Urnenwahllokale geben. Da wegen der Corona–Pandemie allgemein mit einer bis zu 25 Prozent höheren Briefwahlbeteiligung gerechnet wird, soll es diesmal zwei Briefwahllokale in der Havelstadt geben, wie Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) ankündigt. „Somit ergibt sich ein Wahlhelferbedarf bei sechs bis sieben Personen pro Wahlvorstand von insgesamt 54 bis 63 Wahlhelfern“, so Tebling. Freiwillige werden nun dringend gesucht.
Zwangsverpflichtungen durch Einsatz Freiwilliger vermeiden
Wahlhelfer bei der Bundestagswahl kann werden, wer wahlberechtigt ist, am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet und seit mindestens drei Monaten seinen Wohnsitz im Wahlgebiet hat. „Wir hoffen genügend Wahlhelfer zu finden, um keine Zwangsverpflichtungen vornehmen zu müssen“, so der Bürgermeister. Wie er erläutert, würden Mitglieder der Wahlvorstände ein Erfrischungsgeld von je 35 Euro für den Vorsitzenden und je 25 Euro für die übrigen Mitglieder erhalten.
Der Wahlkreis 60
Neben Teilen der Landkreise Potsdam–Mittelmark und Teltow–Fläming gehört auch die Stadt Brandenburg an der Havel zum Bundestags–Wahlkreis 60, der sich in nördliche Richtung ins Havelland erstreckt. Hier gehören Premnitz, Rathenow und die Gemeinde Milower Land dazu.
2017 gewann Dietlind Tiemann
Bis die Brandenburgerin Dietlind Tiemann 2017 den Wahlsieg und das Direktmandat für die CDU errang, war der Wahlkreis 60 fest in SPD–Hand. Die ursprünglich aus Premnitz stammende, aber in Fürstenberg/Havel wohnhafte Anke Domscheit–Berg gelangte 2017 wegen günstiger Platzierung auf der Landesliste der Partei Die Linke in den Bundestag. Sie ist aber nicht Mitglied der Partei.



